
Operation Siso
Wir gehen im Mittelmeer gegen illegale Fischerei und tödlichen Beifang vor.
- Zeitraum
- seit 2018
- Region
- Tyrrhenisches Meer - Europa
- Schwerpunkt
- Illegale Fischerei
- Status
- laufend
Seit 2018 kämpft OPERATION SISO gemeinsam mit den italienischen Behörden gegen illegale Fischerei im südlichen Tyrrhenischen Meer, rund um die Äolischen Inseln und vor der Küste Kalabriens. Sea Shepherd Italien arbeitet dabei eng mit der Küstenwache und der Guardia di Finanza zusammen und entfernt illegale sowie herrenlose Treibnetze, Langleinen, Lockbojen und andere Fanggeräte aus dem Meer.

Lockbojen, auch Fish Aggregating Devices (FADs) genannt, sind künstliche Vorrichtungen, die beispielsweise aus Palmblättern und schwimmenden Kunststoffkanistern bestehen und über lange Leinen am Meeresboden verankert sind. Ihr Schatten lockt Fische an, die sich darunter sammeln und anschließend leichter unabhängig von Art, Größe oder Alter gefangen werden können.
Werden FADs jedoch verloren oder zurückgelassen, zählen sie zu den Hauptquellen für Plastikverschmutzung im Meer. Zudem werden ihre Leinen Schildkröten und anderen Tieren zur Falle. Jedes Jahr werden im Mittelmeer schätzungsweise 60.000 FADs ausgesetzt, von denen 76 % nie wieder eingeholt werden. Zwischen 1961 und 2017 blieben rund 1,6 Millionen FADs im Meer zurück, von denen viele bis heute am Meeresboden liegen.

Der Name Siso
Die Kampagne ist nach einem jungen Pottwal benannt, der sich 2017 vor den Äolischen Inseln in einem illegalen Treibnetz verfing und daran starb. Sein Skelett ist heute im Meeresmuseum MuMa in Milazzo, Sizilien, ausgestellt.
Operation SISO
Einblicke in die Kampagne
Unterstütze diese Kampagne
Jede Kampagne braucht Treibstoff, Ausrüstung und Crew. Deine Spende macht unsere Einsätze überhaupt erst möglich.

