Tränen

Sonja Hyppänen
Deckhelferin und Kranführerin auf der Steve Irwin

At work on The Steve Photo: Tim WattersBei der Arbeit auf der Steve Irwin -- Foto: Tim Watters

Manchmal glaube ich, im falschen Zeitalter geboren zu sein. Ich träume von vergangenen Zeiten, als Wind und Abenteuer der zentrale Antrieb auf Schiffen waren. Die Tage, als der Ozean eine große Unbekannte war, voll mit Tieren und Wundern, sind vorüber. Alles, was Menschen fangen können, haben wir gefangen, und noch viel mehr.

Beim Leben an Bord der Sea Shepherd-Schiffe geht es nicht um Abenteuer oder persönlichen Nutzen. Es ist eine harte und herzzerreißende Arbeit. Trotzdem glaube ich, dass es in all unseren Herzen jeweils einen Fleck gibt, der große Befriedigung empfindet, wenn wir die Grenze zum Südpolarmeer überschreiten und in dieses abgelegene, wilde Ende unseres Planeten gelangen.

Das Leben an Bord eines Schiffes ist eine Belohnung an sich. Du lebst und reagierst und beobachtest die Wetterveränderungen. Schiffe haben es mir ermöglicht, zu lernen und zu lieben. Dies ist mein sechstes Jahr, das ich an Bord eines Schiffes verbringe. Manchmal fühle ich mich immer noch wie eine Segelanfängerin, die sich auf ihrem ersten Schoner einarbeitet.

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Der neugierige Adeliepinguin

 

Ben Harris
Quartermaster, The Sam Simon

Ben Harris, Quartermaster aboard The Sam Simon Photo: Iraultza DariasBen Harris, Quartermaster an Bord der Sam Simon. Foto: Iraultza DariasEs ist schon ein paar Wochen her, als ich ihn von der Backbordseite der Brücke zum ersten Mal rufen hörte. Wir bahnten uns gerade sanft, aber beharrlich unseren Weg durch das Packeis, welches uns von allen Seiten einzuschließen schien. Ich sah draußen an der Seite der Reling hinunter und meldete der gemütlich warmen Brücke zurück, wieviel Spielraum wir an dieser Seite zum Manövrieren hatten.

Für antarktische Verhältnisse machten wir einen ziemlichen Lärm, wenn das Eis um uns herum mit Stöhnen und Ächzen widerwillig den Weg Stück für Stück freigab.

Ich denke, es war unser Lärm, der die leicht pikierte Aufmerksamkeit unseres Freundes auf sich zog. Zwar konnte ich ihn hören, aber noch nicht sehen. Ich reckte meinen Kopf gen Himmel, um dort die Quelle des Rufes ausfindig zu machen und erwartete, einen Albatross oder Sturmvogel fliegen zu sehen, konnte aber niemanden entdecken.

 

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Mein erster Eindruck des Südpolarmeers

 

Phil Peterson
Bosun - The Bob Barker

Phil Peterson, Bosun on The Bob BarkerPhil Peterson, Bosun on The Bob Barker

Jetzt, da wir auf See sind, spüre ich erneut das Gefühl von Energie. Auch wenn viele der neuen Crewmitglieder seekrank sind und man sie kaum sieht, kümmern sich die Veteranen um das Schiff und erfüllen ihre Pflicht. Oben auf der Brücke spielt Musik und es gibt vieles zu besprechen. Wir schwelgen in Erinnerungen der letzten Kampagne, beobachten die Seevögel um das Schiff herum und spekulieren, wann wir wohl unseren ersten Eisberg sehen werden.

Kurz bevor wir den Hafen verlassen, bin ich stets etwas besorgt, und dieses Jahr war es nicht anders. Ich machte mir besonders Sorgen um Vorräte, die in letzter Minute eintreffen sollten, ob alles gut gesichert ist und natürlich um das offensichtlich Unbekannte: Was würden die Walfänger dieses Jahr unternehmen? Die Mitglieder meines Deck-Teams lernen schnell und haben mich nicht enttäuscht. Das tägliche Training in den letzten Wochen vor dem Aufbruch hat das Beste in ihnen und manchmal das Schlechteste in mir zum Vorschein gebracht. Ich erwarte viel von ihnen und vergesse dabei manchmal, dass noch nicht jeder weiß, wo alles ist und wie man es benutzt.

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First Impressions Hold the Strongest

 

Steve Ward
Fourth Engineer, The Steve Irwin

“Dagger” in front of a magnificent iceberg! Photo: Eliza Muirhead“Dagger” in front of a magnificent iceberg! Photo: Eliza MuirheadIf you're reading this, good on you and thanks for sticking around. If you hadn't worked it out yet I'm from Australia or as some of us pronounce it, “’Straya.” Because of this lazy pronunciation, when travelling abroad people would think I was from Austria.

Now for the enthralling story of how I got involved with Sea Shepherd. One Saturday in August 2013 I ventured down to Sydney to pick up an old Mac PowerBook computer I had purchased on eBay. Re-use, recycle, you know how it goes. I had heard Sea Shepherd was in Circular Quay in Sydney for a visit/tour; I knew in short what the organisation was about, but definitely was out of the loop. Boy, was that about to change.

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Eine unglaublich aufregende Begegnung

Eva Hidalgo
Bootsmannsmaat und Koordinatorin für wissenschaftliche Forschung

Science Research Coordinator, Eva Hilgado Photo: Eliza MuirheadEva Hidalgo, Koordinatorin für wissenschaftliche Forschung. Foto: Eliza Muirhead

Der Bug der Steve Irwin zerschneidet das glasklare Wasser wie eine Rasierklinge, ich sitze ruhig an Deck und nehme die letzten Sonnenstrahlen in mich auf, bevor sie hinter den Wolken verschwinden. Ich bin glücklich, denn ich weiß, dass ich die Sonne tage-, vielleicht sogar wochenlang nicht mehr sehen könnte. Ich schaue hinab in die Tiefe, bin begeistert von der tiefdunkelblauen Farbe des Wassers, als ich winzig kleine Ansammlungen herumspringender Kreaturen bemerke. Sie scheinen vom Bug unseres Schiffes davon zu springen und ich glaube, dass es daran liegt, dass sie uns für das größte Raubtier halten, das ihnen je begegnet ist. Neugierig schaue ich genauer hin und erkenne, dass es sich bei den winzigen Schulen um Krill handelt, der Lieblingsnahrungsquelle von Walen und anderen Bewohnern der Antarktis.

Ich greife nach meinem Fernglas und schaue mich, so weit mein Blick reicht, um, in der Hoffnung, in der Ferne einen Blas zu entdecken, der an so ruhigen Tagen am Horizont sichtbar sein kann. Ich beobachte das Meer um uns herum weiter und entdecke tatsächlich endlich eine kleine, sich sehr schnell bewegende Gestalt im Wasser. Es scheint ein Zwergwal zu sein, der da zwischen den kleinen Wellen auftaucht und keine Ahnung von unserer Anwesenheit hat oder dem Kampf, der angebrochen ist, um ihre Spezies zu retten. Ich denke, dass sie vielleicht an einigen Schulen Krill in der Umgebung ihren Hunger stillt, während ihre scharfe Rückenflosse fieberhaft immer wieder das Wasser zerschneidet.

 

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Unnachgiebig

Carolina A Castro
Fotografin,  Bob Barker

Als ich auf die Brücke gehe, sehe ich einen großen Mann, der sich auf dem Kapitänssitz der Ocean Warrior flegelt. Er hat graue Haare und einen ziemlich intensiven Blick. Bei meiner Vorstellung scheint er nicht sonderlich beeindruckt zu sein. Er trägt ein Hawaii-Hemd und kurze Jeans. Irgendwie ist es nicht das, was ich erwartet hatte. Wir wechseln ein paar Worte und dann kehre ich zurück zu dem, was ich vorher gemacht hatte. Das Ganze hat definitiv einen starken Eindruck bei mir hinterlassen, denn nach 13 Jahren kann ich mich immer noch so daran erinnern, als wenn es gestern gewesen wäre.

Ich erinnere mich auch, dass er der Mannschaft sagte, er würde gegen Ende des Jahres in die Antarktis gehen, um den illegalen Walfang der Japaner dort unten zu beenden. Diese ganze Sache war mir neu. Ich war jung und unerfahren. Ich wusste schon immer, dass ich etwas für die Umwelt tun wollte. Als ich 14 Jahre alt war, hing ich ein Foto von Julia Butterfly Hill auf, das ich in einer Illustrierten entdeckt hatte. Diese junge Frau war auf einen alten Mammutbaum gestiegen und sagte, sie würde dort oben bleiben, um den Wald zu schützen. Ich hielt das für beeindruckend.

 

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The A-Team Quartermasters

Haans Siver
Quartermaster, The Steve Irwin

Haans on the Bridge wing with fellow Quartermasters Cassie and Maddy Photo: Tim WattersHaans on the Bridge wing with fellow Quartermasters Cassie and Maddy
Photo: Tim Watters
I grew up moving from school to school, from Australia to Singapore and back a couple of times. I was pretty active in school, doing gymnastics, long-distance running, and high-board diving. I spent my 20s in the United States, travelling around seeing the sights, and being a pretty self-centered individual. I came home to Australia when I was 31 and bought my first flat. Time to put my feet on the ground, I thought.

I spent most of my life thinking that I had to be someone big. I had to have status and make a name for myself. I thought owning a nightclub would do that - prove to my parents that I could be someone. It didn’t prove anything.

It wasn’t until I came across images of the slaughter of the dolphins in Taiji that my life took a very big turn. I was stuck to the computer for a few months doing research, looking at clip after clip of animal cruelty. I had no idea people were capable of doing the things they did in those clips. I was mortified.

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Harpoons

John Naylor
Helicopter Mechanic, The Steve Irwin

Helicopter Mechanic, John Naylor Photo: Tim WattersHelicopter Mechanic, John Naylor
Photo: Tim Watters
Harpoons to the right of them,
Harpoons to the left of them –
Into the valley of death swam the 2,000 whales,
The remnants of a vast fleet,
Decimated and almost extinct.

Suddenly,
The noise of outboards,
And to their relief
Sea Shepherds move into sight.
Interposed, betwixt and between,
Help is at hand.
The tendrils of fog slowly appeared.
And the 2,000 slipped out of sight
To the roar of anger from the harpooners.

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