Auf dem Weg nach Hause

 

Dienstag, 18. März 2014

Captain Adam Meyerson
Kapitän der Sam Simon

Captain Meyerson enjoying a sunset on The Sam Simon Photo: Iraultza Izquierdo DariasCaptain Meyerson genießt einen Sonnenuntergang auf der Sam Simon. Foto: Iraultza Izquierdo DariasMit Erleichterung habe ich heute gehört, dass die illegale Walfangflotte aus dem Antarktischen Walschutzgebiet eskortiert wurde und zwar von meinen Kapitänskollegen Captain Siddharth Chakravarty, Captain Peter Hammarstedt und ihren fleißigen und engagierten Crews. Die Besatzung der Sam Simon und ich sind stolz, Teil der diesjährigen antarktischen Walschutzkampagne, Operation Relentless, gewesen zu sein und freuen uns, dass unsere Freunde auf dem Weg zurück in den Hafen sind.

Es war schwierig, als erstes Schiff in den Hafen zurückzukehren und unsere Mitstreiter zurückzulassen. Es wäre toll, wenn wir Zugriff auf die gleichen Ressourcen wie die Walschlächter hätten, aber wir bekommen keine Millionen von Dollar von der Regierung, um unsere Mission zu erfüllen. Stattdessen verlassen wir uns ganz auf die Unterstützung einzelner Menschen, und deshalb müssen wir unsere begrenzten Ressourcen sorgfältig nutzen.

Dies war meine erste Kampagne als Kapitän, und es war auf jeden Fall eine schwierige und anstrengende Position. Ich werde aber nicht zögern, in die Antarktis zurückzukehren, um die Wale zu schützen, wenn die Nisshin Maru und ihre Flotte von mordlüsternen Harpunenschiffen in der nächsten Saison erneut Richtung Süden fahren. Dort wird die Flotte der Walmörder wieder vor dem gleichen Problem stehen: Sie werden dem endlosen, unbeugsamen Widerstand von Menschen begegnen, die nicht zurückweichen oder kapitulieren werden, egal, was sie versuchen, uns anzutun oder welche Taktik sie anwenden werden.

The Sam Simon returns to Williamstown after Operation Relentless Photo: Andrew J CorrellDie Sam Simon kehrt nach Operation Relentless nach Williamstown zurück. Foto: Andrew J CorrellUnsere Flotte wächst weiter, und da uns großzügige Menschen wie Sam Simon helfen, unsere Armada auszubauen, bin ich sicher, dass wir nächstes Jahr noch stärker zurückkehren werden; vielleicht mit einem Schiff, das schneller als ihre Harpunenschiffe ist. Mit einem weiteren Schiff könnten wir alle Walfangschiffe ständig beschäftigen und die Flotte komplett handlungsunfähig machen, sobald wir sie gefunden haben. Mit einem weiteren schnellen Schiff könnten wir während der ganzen Saison die Gleitbahn der Nisshin Maru bewachen.

Es ist traurig, sich von der Besatzung der Sam Simon verabschieden zu müssen, die so unermüdlich und tapfer während dieser Kampagne gearbeitet hat. Sie hat mir mit der Unterstützung der Kampagnen-Verantwortlichen Bob Brown und Jeff Hansen und meinen Kollegen Captain Peter Hammarstedt und Captain Sid Chakravarty meine Aufgabe so einfach wie möglich gemacht, die darin bestand, mit einem kleinen Schiff in den eisigen Gewässern der Antarktis Jagd auf die Walmörder zu machen. Mein Trost ist, dass Sea Shepherd eine weltweit wachsende Bewegung ist und ich jetzt Freunde auf der ganzen Welt habe. Wie Sea Shepherd werde ich dahin gehen, wo ich am meisten gebraucht werde, und das tun, worin die Regierungen versagen, nämlich die Meere und ihre Bewohner zu schützen – koste es, was es wolle.

For the Oceans,
Adam Meyerson.

Captain Meyerson and Bosun Giacomo Giorgio Photo: Iraultza Izquierdo DariasCaptain Meyerson und Bootsmann Giacomo Giorgio. Foto: Iraultza Izquierdo Darias Captain Adam Meyerson and Sea Shepherd Australia Managing Director Jeff Hansen Photo: Iraultza Izquierdo DariasCaptain Adam Meyerson und Jeff Hansen, Geschäftsführer von Sea Shepherd, Australien. Foto: Iraultza Izquierdo Darias

Wir sind unnachgiebig - Update aus dem Antarktischen Walschutzgebiet

 

by Captain Peter Hammarstedt
Captain of The Bob Barker

The Captains of Operation Relentless Photo: Eliza MuirheadDie Kapitäne der Operation Relentless. Foto: Eliza Muirhead

von Captain Peter Hammarstedt, Bob Barker

Alle drei Sea Shepherd-Schiffe sind neu betankt und mit Vorräten ausgestattet, und alle drei werden nicht von Walfangschiffen verfolgt. Die zweite Phase der „Operation Relentless“ läuft, und die Sea Shepherd-Flotte ist dabei, einen Jahresrekord an geretteten Leben aufzustellen.

Zusammenfassung des ersten Abschnitts der Kampagne: Die Walfangflotte wurde zuerst am 5. Januar im Antarktischen Walschutzgebiet lokalisiert. Der Hubschrauber der Steve Irwin filmte, wie vier bedrohte und geschützte Zwergwale auf dem Deck des schwimmenden Schlachthauses, der Nisshin Maru, zerlegt wurden. Rechnet man die Zeit seit Abfahrt der Walfangflotte aus Japan zusammen, kann es nur wenige Tage gegeben haben, in denen sie hätten jagen können, bevor wir sie fanden.

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Paul und das Robbenfangschiff

von Captain Peter Hammarstedt
Kapitän der Bob Barker

Captain Peter Hammarstedt Photo: Simon AgerCaptain Peter Hammarstedt
Foto: Simon Ager

Obwohl beinah vierzig Jahre vergangen sind, seitdem das Foto aufgenommen wurde, ist das Bild, das am besten die lebenslange Hingabe von Captain Paul Watson zum Schutz der Ozeane zeigt, das von ihm und Robert Hunter, wie sie ein Robbenfangschiff daran hindern, in den Sankt-Lorenz-Golf zu fahren. Zwei Männer stehen auf einer Eisscholle mit einem Sattelrobben-Baby dazwischen, während ein riesiger Eisbrecher auf sie zuhält. Keiner der beiden schaut nach hinten - in die Richtung, aus der das Geräusch von brechendem Eis kommt. Und keiner der beiden bewegt sich - und das Schiff stoppt in der weichgezogenen Linie, die es durch das Eis schnitt. Etliche Jahre später schrieb Paul über seinen zwischenzeitlich verstorbenen Freund: „Ich schaute hinüber zu Bob und sah, dass er sich nicht rührte. Und so blieb ich, weil er auch er blieb”.

Im Jahr 2008, achtunddreißig Jahre nachdem Paul und Bob jenes Robbenfangschiff stoppten, war Paul am Ruder der Steve Irwin und navigierte sie im Slalom durch eine mit Eisschollen übersäte See, um zu verhindern, dass ein Wal auf die Gleitbahn der Nisshin Maru übergeben wird. Gut eine halbe Stunde zuvor hatte der Helikopter Bildmaterial aufgenommen, wie ein Wal harpuniert wurde, sowie ein Video der qualvollen 22 Minuten und 40 Sekunden, die der Wal zum Sterben brauchte.

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Die blutige Wissenschaft des Walfangs

 

von Captain Siddharth Chakravarty
Kapitän der Steve Irwin

Captain Siddharth ChakravartyCaptain Siddharth Chakravarty
Foto: Eliza Muirhead
Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 1904 und 1987 in der Antarktis 1.339.232 Wale durch kommerzielle Walfangflotten getötet wurden. Dies ist ein Durchschnitt von 16.000 Walen pro Jahr, die im Laufe von 83 Jahren Jahr für Jahr getötet wurden.

Die marodierenden Schiffe haben eine Walart nach der anderen ausgerottet, in absteigender Folge von den großen zu den kleinen Walen, bis ihr Betrieb durch das Moratorium auf den kommerziellen Walfang 1986/87 gestoppt wurde. Zu dem Zeitpunkt hatte die Walfangindustrie die Population der Bartenwale im Südpolarmeer stark dezimiert.

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Die Verteidigung des antarktischen Königreichs

Von Captain Adam Meyerson
Kapitän der Sam Simon

Captain Adam Meyerson of The Sam Simon Photo: Andrew J. CorrellAdam Meyerson, Kapitän der Sam Simon (Foto: Andrew J. Correll)

Die Sichtung des ersten Eisbergs markiert das Tor zum antarktischen Königreich – einem der letzten verbleibenden Orte auf der Erde, an dem die Natur noch unberührt in ihrer ganzen Pracht zu sehen ist und nicht ausgebeutet wird. Leider sind nicht alle der Meinung, dass wir den Frieden dieses letzten wilden Ortes nicht stören sollten. Einige Menschen möchten sich nach wie vor an den Schätzen des Meeres bereichern, bis die Ozeane leer und tot sind. Die Walfangfangflotte, die unter dem Deckmantel der “Forschung” agiert, ist nur ein Beispiel für diese Mentalität. Die Crew der Sam Simon und alle Schiffe und Freiwilligen von Sea Shepherd werden mit Stärke, Ausdauer und gewaltfreien Direkten Aktionen gegen diese gewalttätigen Schiffe der Zerstörung kämpfen.

In diesem Jahr begann der Krieg um die Wale am 6. Januar, als die Nisshin Maru entdeckt wurde – mit blutverschmierten Decks und den Kadavern friedlicher und intelligenter Zwergwale. Die Fotos der grausigen Abschlachtung auf dieser entsetzlichen Killermaschine lösten bei meiner Crew und mir Übelkeit und Traurigkeit zugleich aus – genau wie bei den meisten Menschen weltweit. Diese Fotos wurden vom Helikopter der Steve Irwin aus aufgenommen, einige Stunden, bevor die Sea Shepherd-Schiffe Sam Simon, Bob Barker und Steve Irwin die gesamte illegale Walfangflotte aufspürte. Die Wilderer taten, was alle Kriminellen oder Feiglinge tun, wenn sie gestellt werden: Sie ergriffen die Flucht.

 

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Eine besondere Begegnung in Abidjan

 

von Captain Peter Hammarstedt
Kapitän der Bob Barker

Captain Hammarstedt at the helm  Photo: Marianna BaldoCaptain Hammarstedt am Steuerruder
Foto: Marianna Baldo
Auf ihr lag der rote Staub der Erde, die man nur in Westafrika findet. Die von Fett- und Schmutzschichten bedeckten Schotten fast nass von der äquatorialen Luftfeuchtigkeit. Kakerlaken jagten auseinander, sobald man einen der Lichtschalter betätigte, von denen die Hälfte nicht mehr funktionierte. Als sich die Polaris müde an ihrem Ankerplatz in Abidjan, Elfenbeinküste, ausruhte, lag ein weiter Weg von den Fjorden von Spitzbergen hinter ihr, wo sie Touristen an Bord hatte, die Eisbären fotografierten. Ihr Motor startete nicht mit Gebrüll, sondern mit einem Brummen, als wollte sie sagen: „Hier hat man mich hergeschickt, um zu sterben“. In Abidjan sah ich sie zum ersten Mal.

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Christmas Away From Home

 

by Captain Adam Meyerson
Captain of The Sam Simon

Captain Adam Meyerson, The Sam SimonThis campaign - my third with Sea Shepherd and my first as Captain - started with some difficulties that reminded me of just how many talented and hard working people are behind us as we head into the Southern Ocean to protect the great whales from being slaughtered by lawless poachers.

The Sam Simon was stuck at the dock, trapped by a small mechanical problem that was beginning to look like it did not have a simple solution. The crack Engineers from The Sam and The Steve Irwin, as well as Captain Sid, myself and some external consultants, worked on the problem, looked into contingencies and began to despair as the window to beat the murderous whaling fleet to the Southern Ocean Whale Sanctuary began to disappear. But after an incredible group effort our fears were laid to rest. The Engineers fixed the problem, The Sam was in the running again and we only lost a day of our well-cushioned lead! We couldn't have done this without all the supporters we have on the ships and on the shore, who rallied together at this critical juncture. Thank you to everyone! The ship is now running as perfectly as ever and is well-positioned to put an immediate halt to this year’s disgusting hit list calling for the murder of 935 innocent Minke Whales, 50 Endangered Fin Whales and 50 Protected Humpback Whales.

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To Stand Up and Fight

 

by Captain Siddharth Chakravarty
Captain of The Steve Irwin

Captain of The Steve Irwin, Sid ChakravartyCaptain of The Steve Irwin, Sid ChakravartyAntarctica to date remains the only continent in the world where humans cannot survive unaided- it is simply too hostile, too frigid and too remote to allow us to settle. This white continent with its ever-changing landscape has held the interest and the imagination of explorers, historians, anthropologists and scientists alike for over 200 years.

In 1911 Roald Amundsen and his men, on board their vessel the Fram, landed in the Bay of Whales in the Ross Sea to conquer the South Pole. The great explorers unfailingly invoke awe and wonder because it is almost impossible to quantify the magnitude of their achievements whilst living in the comforts of the 21st Century. The Steve Irwin had a chance to be in the Bay of Whales in 2011 and the magnitude of the achievement was immediately apparent. A century after the “Heroic Age” of explorations ended, the Antarctic remains the unforgiving and desolate continent that Shackleton, Scott, Mawson and Amundsen, among many others, faced through their attempts to explore her.

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