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03. September 2013Clive Standen, Schauspieler der TV-Serie „Vikings“, sagt: „Echte Männer töten keine Wale!“ Foto:Sea Shepherd
Der Schauspieler spricht sich gegen das "Grind" genannte brutale Abschlachten von Grindwalen auf den zu Dänemark gehörenden Färöer Inseln aus und sagt: "Im 21. Jahrhundert gibt es keinen Platz mehr für den Walfang."Der Hollywood-Schauspieler, der den furchterregenden Wikinger-Krieger "Rollo" in der History-Channel Drama-Serie "Vikings" spielt, sagt: "Echte Männer töten keine Wale."

Standen ist in einem neuen Video der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society zu sehen, das am selben Set wie die beliebte TV-Serie gedreht wurde. Das Video klärt über die entsetzlichen rituellen Jagden auf, die jeden Sommer auf den zu Dänemark gehörenden Färöer Inseln stattfinden. Dabei werden bis zu 1.000 bedrohte Grindwale auf brutalste Weise von Männern mit Messern abgeschlachtet, sodass sich die Küstengewässer der Inseln blutrot färben. 263 Grindwale wurden allein diesen Monat Opfer der barbarischen rituellen Jagd. Die Färöer töteten außerdem 430 Weißseitendelfine. Bei Jagden in den vergangenen Jahren haben sie sogar Rundkopfdelfine und Orcas getötet. Das ist illegal, aber sie behaupteten, sie hätten die Tiere versehentlich für Grindwale gehalten.

Die Treibjagd auf die Grindwale ist als "Grind" oder förmlicher auch als "Grindadràp" bekannt und findet seit 1584 statt. Dabei verläuft sie heute genau so grausam wie damals. Die Treibjagd wird gestartet, wenn Fischer oder die Besatzung von Fähren Delfine im offenen Meer sichten (Grindwale gehören zur Familie der Delfine). Die Delfine werden verfolgt und mit Motorbooten und sogar Jetskis in eine Bucht getrieben. Mit einem Haken im Blasloch wird dort jeder einzelne Grindwal in flaches Wasser gezogen. Die Männer rammen Messer in die Körper der Wale, einem nach dem anderen, bis deren Rückenmark durchtrennt ist. Selten funktioniert das beim ersten Versuch, sodass viele Tiere an ihrem eigenen Blut ersticken. Die Jagd und das Stranden an Land sind für die Tiere äußerst stressig und grausam, und selbst wenn das Rückenmark durchtrennt wurde, kann es mehrere Minuten dauern, bis das Tier wirklich stirbt. Auch Walmütter mit ihren Kleinen, schwangere weibliche Tiere oder ganze Familien werden ohne Ausnahme abgeschlachtet.

Es gibt 23 für die Waljagd bestimmte Buchten, die sechs verschiedenen Distrikten zugewiesen sind, innerhalb derer das Fleisch und der Walspeck auf die Bevölkerung aufgeteilt wird. Vor kurzem haben Färöische Beamte allerdings gewarnt, dass Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter sowie Kinder kein Walfleisch essen sollten, da es mit Quecksilber, krebsauslösenden polychlorierten Biphenylen, Dioxinderivaten und Pestiziden belastet und deshalb nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist. Die Folge: ein Großteil des Walfleisches und der Kadaver wird nach dem rituellen Morden wieder zurück ins Meer geworfen – das bittere Ende dieser Tragödie. 2010 und 2011 hat Sea Shepherd in der Region Unterwasser-Friedhöfe dieser einst majestätischen Kreaturen entdeckt.
Auch Walmütter mit ihren Kleinen, schwangere weibliche Tiere oder ganze Familien  werden ohne Ausnahme abgeschlachtet. Foto: Sea ShepherdAuch Walmütter mit ihren Kleinen, schwangere weibliche Tiere oder ganze Familien werden ohne Ausnahme abgeschlachtet. Foto: Sea Shepherd
Sea Shepherd hat seit 1985 immer wieder Kampagnen gegen die Grindwaljagd durchgeführt. Während der Operation Ferocious Isles 2011 wurde kein einziger Wal getötet, als Sea Shepherd in der Hochsaison im Juli und August auf Patrouille war. Bis heute ist dies die einzige Möglichkeit, das Leben dieser beeindruckenden Tiere zu retten. Diese Arbeit wurde in fünf Episoden der Animal Planet-Serie "Whale Wars: Viking Shores" (2012) dokumentiert.

"Die Grindwaljagd mag vor Jahrhunderten entstanden sein, aber die Menschheit sollte sich im Verlauf der letzten gut 400 Jahre weiterentwickelt haben", sagte Susan Hartland, Direktorin von Sea Shepherd USA. „Für barbarische rituelle Waljagden ist kein Platz in einer sogenannten zivilisierten Gesellschaft. Die Tiere leiden heutzutage unter unzähligen, vom Menschen verursachten Stressfaktoren: Umweltverschmutzung, Zerstörung von Lebensraum, Beifang, Walfang und vieles mehr. Wir können nicht weiterhin so viele von ihnen töten, ohne dass das negative Konsequenzen hat. Wir können nicht weiterhin gedankenlos töten wie eine Horde barbarischer Urmenschen, ohne darüber nachzudenken, was für eine Welt wir künftigen Generationen hinterlassen", so Hartland weiter.

Im Video betont Standen genau diesen Punkt: "Im Fernsehen mag ich zwar einen gnadenlosen Wikinger spielen, aber im 21. Jahrhundert gibt es keinen Platz für ein solch barbarisches Verhalten. Helft mit, sodass Walfang endlich Geschichte ist."

Informationen, was Du tun kannst, um zu helfen, findet du hier: Brutaler Tod und Leiden – Business as usual auf den Färöer-Insel



Clive Standen_


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