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fbsmainKommentar von Captain Wyanda Lublink vom 24.12.2016

Es ist nun schon drei Wochen und über 3.000 Seemeilen her, seit wir Melbourne verlassen haben.
Jeden Tag wache ich aufs Neue auf und frage mich, was dieser Tag bringen wird.
Ich schaue aus meinem Bullauge und hoffe, dass wir von Nebel oder hohen Wogen umgeben sind,
denn dann weiß ich, dass die Wale einen weiteren Tag in Sicherheit sind.

Jedoch nähert sich der Sommer, sodass an einigen Tagen eine sehr ruhige See herrscht. Dann ist der Ozean wie ein Spiegel und der Nebel verzieht sich schon in den frühen Morgenstunden. An diesen Sommertagen empfinden die Crew und ich große Ehrfurcht vor der Schönheit, die uns umgibt. Wir konnten das südliche Polarlicht und viele wundervolle Tiere auf unseren Weg in den Süden sehen. Überall sind Eisberge und die Farben, wenn das Licht auf diesen bricht, sind atemberaubend. Pinguine schwimmen im Eis umher oder genießen etwas Sonne auf den Schollen. Wir sind vielen Walen begegnet, was der Crew noch einmal deutlich aufzeigte, warum wir hier sind. Sie verstanden, warum das Südpolarmeer einer der wenigen Orte auf der Erde ist, wo die Tiere weiterhin in Frieden leben sollten. Dies ist ihr Ozean, dies sind ihre Nahrungsgründe, dies ist ihr Zuhause. Es gehört nicht den Menschen und es gehört definitiv nicht der japanischen Regierung.

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Während ich über den Ozean blicke, musste ich darüber nachdenken, was mein Onkel mir vor zwei Jahren während einer Familienfeier sagte. Er sagte mir, dass er, als er jung war (mittlerweile ist er fast 90 Jahre alt), Wale gejagt hat. Er hat mir erzählt, dass sie sich damals den Wal aussuchen konnten, den sie wollten. Es gab so viele, dass es einfach war, den „Richtigen“ zu finden.

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Heute sagen die Menschen, dass die Anzahl der Wale wieder wächst und das kommerzielle Jagen deshalb wieder legalisiert werden sollte. Aber steigende Zahlen bedeuten nicht, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem wir waren bevor die Menschen anfingen, die Ozeane auszubeuten. Es wird noch viele weitere Jahre dauern, bis sich die Ozeane wieder erholen, wenn sie sich überhaupt noch erholen können. Die Ausrottung ist etwas Endgültiges. Was weg ist, ist weg und wird nicht wiederkehren.

Wir wollen nicht, dass die japanische Walfangflotte die Zwergwale ausrottet. Die Menschen sagen zwar, es gibt genug, aber wie lange wird das noch so sein? Die Menschen haben der Umwelt genug Schaden zugefügt. Unsere Art scheint zu vergessen, dass alles auf der Erde miteinander verbunden ist. Wenn man dem Planeten eine Art entnimmt, werden die Konsequenzen für die Nahrungskette riesig sein. Wenn wir wollen, dass unser Planet für kommende Generationen erhalten bleibt, müssen wir heute für Veränderung sorgen. Sea Shepherd ist Teil dieser Veränderung und daher bin ich stolz auf das, was wir hier versuchen und wir werden nicht damit aufhören, bis wir den Walfang ein für alle Mal beendet haben.

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Sea Shepherd Baltic Sea Campaign Update - Toter Schweinswal im Naturschutzgebiet Geltinger BirkSAM SIMON: Operation Milagro III im Golf von KalifornienMarine Debris Campaign

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