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news 160916 1 1 Operation Jairo II DSC 0295 1000w16. September 2016: Freiwillige wurden gewarnt; die Gelege der Schildkröten sind in Gefahr
Die Regierung Costa Ricas zwingt Sea Shepherd dazu, OPERATION JAIRO II, eine Kampagne
zum Schutz der stark gefährdeten Meeresschildkröte, einzustellen.

Jeder Sea Shepherd-Freiwillige, den man beim Patrouillieren der Strände oder anderen Arbeiten
zum Schutz der Meeresschildkröten erwischt, wird verhaftet und des Landes verwiesen.

In Costa Rica hatte sich die Polizei von Jaco für die Kampagne mit Sea Shepherd zusammengetan, um nistende Meeresschildkrötenweibchen und ihre Nester vor Wilderern zu schützen. Die Nester wurden hierzu an eine von der Polizeieinheit von Jaco betriebene Aufzuchtstation umgesetzt.

Sea Shepherd wurde am Freitag darüber informiert, dass die Polizei von Jaco ab sofort nicht mehr dazu befugt ist, mit der nicht-kommerziellen Organisation zusammenzuarbeiten. Captain Osvaldo Rodriguez, der Leiter des Garabito Polizeireviers in Jaco, wurde angewiesen, nicht mehr mit Sea Shepherd zu kooperieren, da es sich bei der Organisation um „bekannte Kriminelle“ handele.

Die „Kriminellen“-Referenz lässt sich vermutlich auf die im Jahr 2012 durch Interpol ausgestellte Rote Ausschreibung („red notice“) gegen Sea Shepherd-Gründer Paul Watson zurückführen. Watson wurde damals von Costa Rica beschuldigt, eine costa-ricanische Shark-Finning-Operation gestört zu haben.

„Dies ist ein sehr schwieriger Moment für uns Freiwillige hier in Costa Rica“, sagte die Leiterin der OPERATION JAIRO II vor Ort – Christina Cely. „In weniger als zwei Wochen haben wir beinahe 2.000 Eier von Stränden in Hermosa, Claritas und Jaco gerettet. Diese wären ansonsten mit großer Wahrscheinlichkeit gewildert worden. Zudem halfen wir 63 desorientierten, frisch geschlüpften Jungtieren, die ohne uns keinerlei Überlebenschance gehabt hätten. Unsere Anwesenheit machte den Unterschied für die Eier und Jungtiere. Doch nun müssen wir, dank mittelmäßigen Gemütern, hier aufhören und die Einzigen, die dadurch alles zu verlieren haben, sind die Schildkröten.“

Der operative Geschäftsführer David Hance fügte hinzu: „Ich bin empört darüber, dass die Regierung von Costa Rica die Leben von tausenden von Schildkröten aufs Spiel setzt, nur weil sie von internationaler Politik motiviert ist.“

„Keine gute Tat zum Naturschutz bleibt in Costa Rica ungestraft“, bemerkte Paul Watson, Präsident und Geschäftsführer von Sea Shepherd USA. „Wenn du Shark-Finning stoppst oder Baby-Schildkröten rettest, bist du für die costa-ricanische Regierung ein Krimineller. Costa Rica ist ein Land, in dem du für das Retten von Schildkröten allen Ernstes getötet werden kannst. Diese Regierung kann immer darauf angewiesen sein, sich auf die Seite der Wilderer zu stellen.“

Die Rote Ausschreibung von Costa Rica: Eine vierzehnjährige Saga

Vor seiner Rückkehr in die USA im vergangenen Monat hat Captain Watson die letzten zwei Jahre unter dem Schutz der französischen Regierung in Frankreich im Exil verbracht. Er wird von Costa Rica gesucht, da man ihn dort beschuldigt, 2002 in guatemaltekischen Gewässern ein costa-ricanisches Schiff, die VARADERO I, gezwungen zu haben, seine illegalen Shark-Finning-Operationen zu beenden.

Nachdem Captain Watson von den guatemaltekischen Behörden die Genehmigung bekommen hatte, das Schiff aufgrund des Verstoßes gegen gültiges Recht aufzubringen, machte er den Versuch, das Schiff festzusetzen, aber die Wilderer entkamen und flohen Richtung Costa Rica.

Im weiteren Verlauf dieses Monats stellten die costa-ricanischen Behörden Strafanzeige und behaupteten, dass Captain Watson und seine Crew die sieben Besatzungsmitglieder der VARADERO I bedroht und versucht hätten, diese zu ermorden sowie ihr Schiff zu beschädigen. Die Anzeige beruhte auf Aussagen der Besatzung der VARADERO I. Eine Stiftung vor Ort bot Captain Watson einen Anwalt an, jedoch wurden weder er noch sein Pflichtverteidiger rechtzeitig über eine vorläufige Anhörung in dieser Sache, die für Dezember 2002 angesetzt war, informiert.

Sea Shepherd filmte den ganzen Vorfall, der sich auf See ereignete, während die VARADERO keine Unterlagen vorlegte.

Obwohl die Vorwürfe wegen versuchten Mordes später fallengelassen wurden, als das Gericht das Filmmaterial von Sea Shepherd sichtete, wurden neue Anklagen hinzugefügt. Captain Watson wurde über den Fortgang allerdings niemals informiert, noch erhielt er eine Vorladung.

Gerichtsverhandlung erschien, erklärte ihn das costa-ricanische Gericht zum “Rebellen” und erließ einen Haftbefehl gegen ihn unter Anklage der „Verletzung des Schiffsverkehrs“. Diese Anklage wurde zehn Jahre nach dem Vorfall ausgesprochen.

Die Angelegenheit eskalierte am 13. Mai 2012, als deutsche Behörden Captain Watson in Frankfurt festnahmen. Sechs Wochen später legte Costa Rica einen modifizierten Auslieferungsantrag wegen „Gefährdung des Schiffsverkehrs mit der Folge eines möglichen Schiffbruchs und Schiffsunglücks“ vor – eines weit schwerwiegenderen Vergehens, das in der Regel mit Terrorismus verbunden wird.

Im August 2012 erließ Interpol eine Rote Ausschreibung gegen Watson aufgrund der costa-ricanischen Anklage wegen „Gefährdung des Schiffsverkehrs mit der Folge eines möglichen Schiffbruchs.“ Captain Watson floh nach ungefähr 70 Tagen Hausarrest aus Deutschland und landete schließlich in Frankreich.

Die Geschichte von OPERATION JAIRO

OPERATION JAIRO II, welche im August dieses Jahres startete, umfasste drei Standorte, beginnend mit Florida. Danach ging es weiter nach Honduras und Costa Rica. Die Kampagne bleibt weiterhin aktiv in Honduras.

Sea Shepherd kam erstmals 2014 nach Costa Rica. Die damalige Kampagne OPERATION PACUARE rettete die Leben von beinahe 3.000 Meeresschildkröten. Für die Rückkehr im darauffolgenden Jahr wurde die Kampagne in OPERATION JAIRO umbenannt. Dies erfolgte zu Ehren von Jairo Mora Sandoval, einem costa-ricanischen Schildkrötenschützer, welcher am 31. Mai 2013 brutal ermordet wurde, während er versuchte, Lederschildkrötennester zu verteidigen.

Es gibt sieben Arten von Meeresschildkröten auf der Welt. Vier davon sind als „stark gefährdet“ oder „vom Aussterben bedroht“ gelistet, zwei werden von der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten als „gefährdet“ eingestuft. Meeresschildkröten sind einige der ältesten lebenden Kreaturen und gehören zu den wenigen, die miterlebten, wie Dinosaurier sich entwickelten und ausstarben. Sie erwartet nun das gleiche Schicksal wie ihre Vorgänger.


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