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news 160415 1 1 AS Protesters in Melbourne 4782 1000wFreitag, 15.04.2016: Während BP am 14. April seine Jahreshauptversammlung in London abhielt,
brachten Sea Shepherd, die Wilderness Society und die Great Australian Bight Alliance den Kampf
um die Rettung der Großen Australischen Bucht direkt vor die Tür von BP.

In Australien und Großbritannien fanden koordinierte Proteste während des Aktionärstreffens von BP statt. Vor der Unternehmenszentrale in Melbourne wurde eine Ölpest simuliert, während vor der Hauptversammlung in London ein riesiger, aufblasbarer Wal installiert wurde. Die Proteste richteten sich gegen die von BP geplanten Bohrungen nach Öl in der Großen Australischen Bucht. Der berühmte Supporter Clive Standen, bekannt durch die TV-Serie Vikings, nahm an dem Event in London teil, um seine Unterstützung zu zeigen.

„Wir haben uns hier bei der Jahreshauptversammlung von BP zusammengefunden, um BP zu sagen, dass sie kein Recht haben, die unberührten Gewässer der Großen Australischen Bucht zu gefährden und dass die Opposition gegen diese Pläne nicht nur in Australien, sondern überall auf der Welt wächst“, so Lyndon Schneiders, nationaler Direktor der Wilderness Society. „Dieser Kampf ist das Äquivalent der südlichen Hemisphäre zu den Protesten gegen Shells Ölbohrungen in der Arktis.“

BP war für „Deepwater Horizon“ verantwortlich, der schlimmsten Ölpest aller Zeiten. Bei dieser Tragödie flossen im Jahr 2010 binnen 87 Tagen 800 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko.

„BP hat es in den tiefen Gewässern des Golfs von Mexiko völlig vermasselt“, sagte Rob Read, Chief Operations Officer von Sea Shepherd UK. „Nun möchte BP in den noch tieferen, noch heimtückischeren und noch abgelegeneren Gewässern der Großen Australischen Bucht bohren. Der Plan von BP ist Wahnsinn und bedeutet eine große Gefahr für dieses wertvolle Meeresgebiet und die seltenen Arten, die es beherbergt.“

Bunna Lawrie, Ältester der Mirning, den traditionellen Besitzern der Bucht. Foto: Glenn WalkerMr. Schneiders sagte: „BP hat bereits bewiesen, dass sie gar nichts aus dem Desaster im Golf von Mexiko gelernt haben. Australiens Offshore-Öl und Gas-Behörde NOPSEMA hat den ersten Antrag von BP auf Bohrungen in der Großen Australischen Bucht abgelehnt, mit der Begründung BP brauche eine umfassende Risikobewertung und einen Notfallplan im Falle einer Ölverschmutzung. Der Senat des australischen Parlaments ist wegen der Pläne von BP so besorgt, dass er eine Untersuchung eingeleitet hat, die von der Labor Party unterstützt wird, die möglicherweise die nächste Regierung Australiens nach den Parlamentswahlen dieses Jahres bilden wird.“

Jeff Hansen, Geschäftsführer von Sea Shepherd Australien, sagte: „Die Große Australische Bucht ist ein globaler Schatz. Die unberührten Gewässer der Bucht sind eine Oase für Wale und stellen die weltweit größte Kinderstube für Südkaper, sowie für viele Buckelwale, Pottwale, Blauwale und Schnabelwale dar. Dies sind die gleichen Wale, die wir vor den Abschlachtungen im Südpolarmeer zu retten versuchen.“

„Die Bucht ist Australiens wichtigste Kinderstube für Seelöwen. Sie ist auch Heimat für Delfine, Robben, Schwertwale, Weiße Haie, einige der wichtigsten australischen Fischarten und beeindruckende Vögel wie den Albatros und den Weißbauchseeadler. Die Bucht ist mit staatlichen Meeresparks übersät. Eine der BP-Lizenzen bezieht sogar ein Commonwealth Meeresschutzgebiet mit ein.“

„Die Große Australische Bucht ist von der weltweit längsten Steilküste umrahmt. Diese erstrecken sich über hunderte Kilometer und erreichen Höhen von bis zu 60 Metern, was der Höhe eines Gebäudes mit 20 Stockwerken entspricht. Dadurch werden Hilfsmaßnahmen im Falle einer Ölpest noch schwieriger.“

Bunna Lawrie, ein Ältester der Mirning, die ursprünglichen Besitzer dieses Gebiets, sagte: “Meine Vorfahren und ich haben die Wale, das Land und die See über 50.000 Jahre bewacht. Wir möchten BP nicht in unserem Meer und unserem Ort der Wale. Wir möchten nicht, dass Verschmutzungen zu Zerstörungen führen, die unser Meer und das Land vergiften. Ich kann es BP nicht gestatten, in der Großen Australischen Bucht nach Öl zu bohren. Als einer der traditionellen Besitzer, möchte ich weder meine Heimat noch meine Tradition für immer zerstört und verloren wissen.“


Clive Standen aus der TV-Serie Vikings zeigte seine Unterstützung im Kampf zur Rettung der Bucht. Foto: Sea Shepherd UK    Eine nachgeahmte Ölpest vor dem Eingang der Unternehmenszentrale von BP in Melbourne Foto: Aaron Stevenson

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