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Foto von Ognjen Milovic 6. April 2016: Auf der Suche nach weiteren illegalen Netzen im nordöstlichen Winkel des Golfs von
Kalifornien sichtete die Crew der FARLEY MOWAT direkt vor Santa Clara einen merkwürdigen Umriss
am Strand.  Ein Schlauchboot wurde losgeschickt, um die Sache genauer zu untersuchen. Schon bald
berichteten die Crewmitglieder über ihren Fund. Traurigerweise handelte es sich um einen toten
Buckelwal. Seine genaue Position war 31 34.596' N, 114 18.982' W.

„Schon als wir uns dem Kadaver des Wals näherten, war es offensichtlich, dass er wahrscheinlich nicht eines natürlichen Todes gestorben war“, sagte Benjamin Sawicki, ein ausgebildeter Biologe, der die Untersuchung leitete. Es gab nicht nur Schürfwunden an Flossen und Schwanz, es hing auch ein Stück Netz an einer Seepocke an der Nase des Wals. Es wurden Fotos von den diversen Verletzungen gemacht und mit auf das Schiff genommen, wo wir sie Meeressäuger-Spezialisten zeigten, welche unsere Ansichten, dass es sich um Zeichen einer Verhedderung handelte, teilten. Die Position des Wals wurde an die mexikanischen Behörden weitergeleitet.

Sheila Hanney, die Chefköchin auf der FARLEY MOWAT, sagte: „Es war eine solche Tragödie diesen jungen Buckelwal zu sehen, der wahrscheinlich in Fischereiausrüstung verendete und das nur einen Monat nachdem wir einen ausgewachsenen Buckelwal vor dem gleichen Schicksal bewahrten.“

Damit sind es seit Dezember 2015 nun schon zwei Buckelwal- und drei Golftümmler-Todesfälle, welche auf Fischereiausrüstung zurückzuführen sind. „Der letzte Todesfall zeigt, wie wichtig unsere Arbeit hier draußen ist. Wir werden unsere Patrouillen fortführen und mit der mexikanischen Marine und den Behörden Seite an Seite kämpfen, um die illegale Fischerei zu stoppen und alle Arten im Golf von Kalifornien besser zu beschützen, vor allem den vom Aussterben bedrohten Golftümmler“, so Woody Henderson, Kapitän der FARLEY MOWAT.

Auf der anderen Seite des Golfs von Kalifornien waren die Bewohner von San Felipe sehr bestürzt, einen anderen toten Wal vor ihrer Strandpromenade treiben zu sehen. Es ist noch immer unklar wo und warum dieser Wal starb, aber das macht schon 2 tote Wale an einem Tag.

Die FARLEY MOWAT schloss sich Mitte Januar zum ersten Mal dem Segelschiff MARTIN SHEEN bei Operation Milagro II an. Seitdem durchkreuzt sie die Gewässer und entfernt sämtliche illegale Fischereiausrüstung auf ihrem Weg, vor allem die illegalen Stellnetze, welche genutzt werden, um den stark gefährdeten Totoaba zu fangen. Von diesen werden nur die Schwimmblasen entfernt, welche anschließend auf asiatische Märkte geschmuggelt und verkauft werden. Dieser Handel ist nicht nur gefährlich für die Totoabas, auch viele Golftümmler werden unfreiwillige Opfer dieser versteckten Netze. Ziel von Operation Milagro II ist es, die wenigen Golftümmler, die noch in diesen Gewässern leben, zu schützen.

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Alle Fotos von Ognjen Milovic

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