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Sea Shepherd glaubt, dass die Entscheidungen der NOAA und des US-Bezirksgerichts letztendlich einen Sieg für die gesamte Population von Belugawalen und den Walschutz als Ganzes darstellen.28. September 2015: In einer lange erwarteten Entscheidung hielt das US-Bezirksgericht
des nördlichen Distrikts von Georgia das Verbot der Nationalen Wetter- und Ozeanografiebehörde
(NOAA) aufrecht, den Antrag des Aquariums von Georgia abzulehnen, in dem es um den Import
von 18 wildgefangenen Belugawalen aus Russland ging.

Im Jahr 2012 bat das Aquarium von Georgia um die Erlaubnis, 18 Belugawale zu importieren, die zwischen 2006 und 2011 im Ochotskischen Meer Russlands gefangen wurden. Nach einer verlängerten Eingabeperiode öffentlicher Stellungnahmen, in der 9000 Kommentare eingereicht wurden, lehnte die NOAA den Antrag im August 2013 ab. Außerdem erhielt eine von einem Sea Shepherd-Aktivisten gestartete Online-Petition fast 76.000 Unterschriften gegen den geplanten Import.

Laut NOAA wurde die Verweigerung der Erlaubnis aus folgenden Gründen ausgesprochen:

- Unvermögen der Bestimmbarkeit, ob die beabsichtigte Aktivität selber oder in Verbindung mit anderen Aktivitäten, signifikante negative Auswirkungen auf die Spezies oder den Bestand hat.
- Die Wahrscheinlichkeit, dass die Erlaubnis der Anfrage zu einer weitergehenden Entnahme von Meeressäugern, die nicht Teil der Erlaubnis sind, führen würde, da weitere legale Fänge von Meeressäugern in Russland zu erwarten sind. NOAA gab an, dass die Gewährung der Anfrage aus ihrer Sicht die Nachfrage nach dem Fang von Belugas aus diesem Bestand fördern wurde, um sie in Zukunft in den USA und weltweit zur Schau zu stellen.
- Fünf der für den Import bestimmten Belugas wurden zur Zeit des Fangs auf etwa 18 Monate geschätzt. Wahrscheinlich wurden sie noch gesäugt und waren somit nicht selbstständig.

Unbeeindruckt von der Verweigerung durch die NOAA, brachte das Aquarium von Georgia seine Anfrage nach den wildgefangenen Walen vor Gericht und bat das US-Bezirksgericht um erneute Prüfung. Richterin Amy Totenberg stellte in ihrem Urteil fest, dass die NOAA die Anfrage „ordnungsgemäß geprüft” hat, ungeachtet der Anschuldigungen durch das Aquarium von Georgia – die Richterin Totenberg als „wie aus einer russischen Spionagegeschichte” einstufte.

Wäre der Anfrage stattgegeben worden, würden die Wale nach ihrem Import in die USA auf die verschiedenen Aquarien und Meeresparks verteilt. Darunter wären das Aquarium in Georgia, SeaWorld Niederlassungen in Orlando, San Diego und San Antonio, das Shedd Aquarium in Chicago und das Mystic Aquarium in Connecticut. In diesem Monat sagte SeaWorld, dass es nicht mehr an Plänen bezüglich der Belugas festhält, wohl mit dem Hintergrund des andauernden öffentlichen Widerstands gegen das Unternehmen wegen seines Umgangs mit Walen.

Traurigerweise wurden diese 18 Belugas bereits gefangen und werden Berichten zufolge in eingezäunten Arealen in der russischen Forschungsstation für Meeressäuger in Utrish gehalten. Kritische Stimmen gegen den Import haben betont, dass die Belugas wahrscheinlich trotzdem einem Leben in Gefangenschaft entgegenblicken, ob in Russland oder anderswo auf der Welt. Dennoch glaubt Sea Shepherd, dass die Entscheidungen der NOAA und des US-Bezirksgerichts einen Sieg für die gesamte Population der Belugawale und den Walschutz als Ganzes darstellen. Die Erteilung der Erlaubnis an das Aquarium von Georgia für den Import hätte ein gefährliches Signal bedeutet und die Türen für weitere Fänge und Exporte aus der Welt in die USA geöffnet. Die Anfrage der Importerlaubnis durch das Aquarium in Georgia war der erste Versuch des Imports von wildgefangenen Walen direkt für die amerikanische Unterhaltungsindustrie in den letzten 20 Jahren.

Sea Shepherd verfolgte die Entwicklung des Falls seit der Einreichung der Anfrage durch das Aquarium in Georgia und ermutigte die Unterstützer, sich gegen die Pläne des Aquariums, die 18 Wale zu importieren, einzusetzen. Sea Shepherd begrüßt die Entscheidung des Bezirksgerichts und hofft, dass sie hilft, die Nachfrage nach wildgefangenen Walen und Delfinen zu beenden. Die Nachfrage führt zu brutalen Fangaktionen in der ganzen Welt. Immer wieder müssen wir mit ansehen, dass es dieselbe Nachfrage ist, die die Treibjagd von ganzen Walschulen in Taiji, Japan, aufrechterhält.

Weitere Informationen findest du auf unserer Seite Operation Henkaku


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