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Im letzten Jahr reisten über 400 Sea Shepherd-Freiwillige auf die Färöer. Archivfoto: Sea ShepherdKommentar von Sea Shepherd-Gründer Captain Paul Watson
Dänemark vereitelt den Versuch der Färinger, autoritäre Maßnahmen umzusetzen
Bei einem Versuch, die Freiheit in ihrem eigenen Land zu untergraben, stimmten 29 von 33 färöischen Parlamentsmitgliedern im Dezember dafür, für Sea Shepherd-Freiwillige ein Einreiseverbot auf die Färöer zu verhängen. Nachdem im vergangenen  Sommer Sea Shepherds Kampagne zum Schutz von Grindwalen und Delfinen, Operation GrindStop, von Erfolg gekrönt war, hatten sich die färöischen Politiker dazu entschlossen, diese drastische Maßnahme gegen zukünftige Interventionen von Sea Shepherd zu ergreifen: Sie beschlossen, den Sea Shepherd-Freiwilligen einfach die Einreise zu verbieten. Diese Entscheidung ist ein sicheres Zeichen dafür, dass vielen färöischen Politikern bewusst ist, wie effektiv die Kampagnen von Sea Shepherd sind.

Natürlich wäre ein solches Gesetz eine eklatant diskriminierende Maßnahme, denn Menschen dürften wegen ihrer Ansichten nicht einreisen. Aber den 29 färöischen Politikern war dies in ihrer blinden Besessenheit, das Abschlachten von Grindwalen und Delfinen um jeden Preis zu verteidigen, völlig egal.

Die Färinger haben jedoch folgendes Problem: Wie will man Sea Shepherd-Freiwilligen die Einreise verbieten, wo sie doch Mitglieder der Europäischen Union sind? Wenn man Mitgliedern der EU die Einreise verbieten würde, könnte das im Gegenzug bedeuten, dass Färingern die Einreise nach Europa verboten würde. Dänemark hätte einem Einreiseverbot für Sea Shepherd zustimmen müssen, aber Dänemark hatte kein Interesse, einen Weg Richtung Zensur und Diskriminierung einzuschlagen.

Die dänische Regierung wollte nichts davon wissen, legte gegen den Beschluss sein Veto ein und stellte somit klar, dass Dänemark sehr wohl die Kontrolle über die Angelegenheiten der Färöer hat.

Die Färinger behaupten, dass das Walmassaker Tradition und ein Teil ihrer Kultur ist. Andererseits sind die Werte Freiheit, Demokratie und die Menschenrechte Teil der dänischen Kultur. Es scheint so, als ob in diesem Fall Dänemarks Bekenntnis zu den Menschenrechten und der Freiheit vor jeder möglichen Verpflichtung, für barbarische Traditionen einer Vasallen-Nation einzustehen, Vorrang hat.

Das Töten von Walen stellt eine Verletzung von europäischem Recht dar. Dänemark ist Mitgliedsstaat in der EU und subventioniert die Färöer. Die Färöer beanspruchen ihre Unabhängigkeit. Aus diesem Grunde bestehen sie darauf, dass für sie das europäische Recht nicht gilt, trotz der Tatsache, dass sich die dänische Polizei einmischt, um das Walschlachten auf den Färöern zu unterstützen.

Letztes Jahr reisten mehr als 400 Sea Shepherd-Freiwillige auf die Färöer, um sich gegen die Gräueltaten zu stellen, die die Färinger "Grindadràp" nennen. Übersetzt heißt dieses Wort "Walmord“. Während der drei Monate, in denen Sea Shepherd-Freiwillige die Inseln patrouillierten, wurden 33 Wale abgeschlachtet. Im Jahr davor massakrierte man im gleichen Zeitraum über 1300 Grindwale an den färöischen Stränden.

Sea Shepherd wird niemals damit aufhören, gegen das Grind vorzugehen, ganz egal, welche Hindernisse man uns in den Weg legt. Die globale Bewegung zum Schutz und zur Verteidigung von Walen wird jedes Jahr stärker. Der Mord an Walen und Delfinen hat im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr.

Offenbar ist der Versuch gescheitert, Sea Shepherd auf gesetzlichem Wege von den Färöern zu verbannen. Wenn Sea Shepherd 2015 auf die Färöer zurückkehren kann, dann gibt es kein gesetzliches Hindernis, das unsere Freiwilligen davon abhält einzureisen, um Grindwale und Delfine zu schützen.

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