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Kampagnenlogo opsm klJedes Jahr nistet im Überseehafen Bremens größte Sturmmöwenkolonie. Etwa 500 Brutpaare bauen dort ihre Nester auf einer, unter Bremern bekannten, Wiese und brüten dort ihre Eier aus. Viele Spaziergänger und Vogelinteressierte kommen jedes Jahr in den Überseehafen, um die geschlüpften Küken zu beobachten, zu fotografieren oder einfach, um das wilde Treiben in der Kolonie zu genießen.

Doch im Juni 2013 plünderten Unbekannte sämtliche Nester der Sturmmöwenkolonie. Da kaum Eierschalen gefunden werden konnten, kann der fehlende Nachwuchs nicht auf Fressfeinde zurückgeführt werden. Der Polizei Bremen liegen außerdem Fotos vor, auf denen eindeutig eine Person mit Plastiktüte zu sehen ist, die durch die Kolonie läuft. Aufgrund dieses Diebstahls gab es im Juni 2013 in der Sturmmöwenkolonie des Bremer Überseehafens keinen einzigen Jungvogel.



Zur Brutsaison 2014 startet Sea Shepherd die Möwenschutzkampagne „Operation Sturmmöwe 2014“ im Überseehafen:
Die Brutwiese wird über die gesamte Brutzeit
durch Freiwillige der Sea Shepherd Conservation Society und engagierte Bremer
Bürger überwacht. Dabei wird jeder Versuch die Eier zu stehlen sofort zur Anzeige gebracht.

Da die Sturmmöwen nach §39 und §44 des Bundesnaturschutzgesetzes geschützt sind, ist die Entnahme der Eier aus den Nestern, genauso wie das Nachstellen, Fangen, Verletzen oder Töten von Sturmmöwen eine Umweltstraftat und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsentzug bestraft werden. Darüber hinaus führte die Eier-Entnahme im großen Maßstab zu einer erheblichen Störung der lokalen Population. Dies und der Verkauf oder Kauf der geschützten Eier sind Ordnungswidrigkeiten, die mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden können.
Die Sea Shepherd Conservation Society wird 2014 nicht zulassen, dass sich ein solcher Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz in Bremen noch einmal wiederholt. Zur Brutsaison im Frühjahr wird es eine intensive Möwenschutzkampagne im Überseehafen geben – „Operation Sturmmöwe 2014“. Die Brutwiese wird über die gesamte Brutzeit (April bis Juni) von Freiwilligen der Sea Shepherd Conservation Society und engagierten Bürgern aus Bremen überwacht, damit kein menschlicher Eierdieb unbemerkt an die Möwenkolonie herankommen kann. Weiterhin wird jeder Verstoß  gegen das Bundesnaturschutzgesetz sofort von uns bei der Polizei gemeldet und zur Anzeige gebracht.

In dem Zeitraum zwischen der Eiablage und dem Schlüpfen der Küken (etwa 4 Wochen) werden aktive Freiwillige auf der Brutwiese 24-Stunden Wachschichten halten. Dabei stehen der Sea Shepherd Conservation Society der Vereinsbus, ein motorisiertes Schlauchboot, Nachtsichtgeräte und anderes Equipment zur Verfügung. Der Vereinsbus, der direkt auf dem Gelände abgestellt wird, dient während der Kampagne allen interessierten Bürger*innen und Reportern als Anlaufpunkt.

Eier der Sturmmöwe aus dem Jahr 2008, @Thomas Kuppel (BUNDDie Kampagne wird unterstützt vom BUND Bremen und der BUNDjugend Bremen.


- Die Sturmmöwen (Larus canus) sind Raubvögel, die nach etwa 3 Lebensjahren in
einer monogamen Saisonehe 2-3 Eier legen.

- Die Tiere brüten in Nordeuropa, Nordasien und im Nordwesten Nordamerikas. Die
meisten Populationen wandern im Winter Richtung Süden.

- Die Sturmmöwe brütet meist in kleineren Kolonien von bis zu 50 Paaren, es
kommen jedoch an der Küste bisweilen auch größere mit mehreren tausend Paaren
vor. Das Nest wird meist am Boden errichtet.

- Weltweit gibt es 2,5 – 3,7 Millionen Sturmmöwen, die nach Schätzungen der IUCN
als „nicht gefährdet“ gelten.

- Trotzdem gehen die Populationen vielerorts zurück. Gefährdungsursachen sind
oft Lebensraumverluste, Störungen zur Brutzeit durch touristische oder andere
Aktivitäten, die Einwanderung von Bodenfeinden und das Absammeln von Eiern durch
Menschen zu kommerziellen Zwecken.

Die Möwenpärchen sind momentan dabei, sich geeignete Brutplätze zu suchen. Täglich kontrollieren wir, ob bereits Nester gebaut werden, doch die Tiere sind momentan noch mit der Balz beschäftigt. Sobald das erste Ei in einem Nest gefunden wurde, rücken die Volunteers mit dem Einsatzfahrzeug aus und schlagen das Lager in der Überseestadt auf. Von da an brauchen wir Eure Hilfe! Wann genau das sein wird, können wir jetzt noch nicht genau sagen, doch wir melden natürlich sofort den Status "Das Ei ist im Nest".
 
Schreibt uns eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenn ihr Fragen zur Kampagne, oder Interesse habt, uns bei der Wache vor Ort zu unterstützen.
 
Für alle, die spontan vorbei kommen möchten: Bückingstr. 3 (Achtung: alte Navis kennen das nicht, Google Maps findest es einwandfrei). Am Bootsanleger des Zolls, Feuerwehr und Hafenbetreibergesellschaft. Maps Koordinaten: (diesen Weg bis zum Ende gehen, Unser Camp kann man dann nicht mehr verfehlen).


Junge Sturmmöwe aus dem Jahr 2008, @Thomas Kuppel (BUND  Sturmmöwe aus dem Jahr 2008, @Thomas Kuppel (BUND

 
Sturmmöwen aus dem Jahr 2008, @Thomas Kuppel (BUND


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