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10. September 2012

Unterstützungskomitee für Captain Paul Watson

Für Frankreichs Aufnahme von Paul WATSON, dem ersten politischen Öko-Flüchtling!

Link zur Petition

PAUL WATSON, Gründer und Präsident der internationalen NGO zum Schutz der Ozeane SEA SHEPHERD (Hirte der Meere) riskiert in diesem Moment seine Freiheit zu verlieren, möglicherweise sogar sein Leben.

Paul Watson, Ehrenbürger der französischen Stadt Saint Jean Cap Ferrat und durch das «Time Magazine» zu einem der grössten Öko-Helden des 20. Jahrhunderts ernannt, ist ein Aktivist, der sich seit über 40 Jahren für die Verteidigung der Ozeane einsetzt. In seinem Kampf für die Ozeane hat er sich mächtige Feinde geschaffen, auf höchster Staatsebene.

Paul Watson wurde am 13. Mai 2012 in Frankfurt aufgrund eines durch Costa Rica ausgestellten Haftbefehls verhaftet, für einen Sachverhalt, der bis ins Jahr 2002 zurückgeht. Watson hatte damals in den Gewässern von Guatemala eine Operation von illegalem Shark Finning unterbrochen (ein grausames Vorgehen, bei dem den Haien bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten werden und das sterbende Tier ins Meer zurückgeworfen wird). Watson patrouillierte damals unter guatemaltekischem Mandat. Im vorigen Jahr wurden verdächtigte Fischer aus Costa Rica wegen illegaler Haiwilderei im Meeresschutzgebiet der Galapagos Inseln verhaftet. Die Galapagos Inseln wurden 2009 zum Welterbe der Menschheit und als gefährdetes Erbe durch die UNESCO erklärt. Paul Watson hatte während dieser Operation niemanden verletzt und keinen Sachschaden verursacht. Trotzdem wird er von Costa Rica verfolgt, 10 Jahre nach diesem Ereignis, für die "Gefährdung von Leib und Leben", obwohl zwei Richter aus Costa Rica eine Einstellung des Verfahrens zum Zeitpunkt des Ereignisses ausgesprochen hatten. Für Paul Watson wurde durch Interpol eine "Red Notice" ausgestellt. Interpol hatte in erster Instanz den Eintrag verweigert, hatte sich jedoch dem Willen von Costa Rica unterworfen, einem Land, das selbst als Zulieferer von Japan wirkt.

Jenseits des Falles Costa Rica hat sich Paul Watson vor allem den Zorn Japans zugezogen – weltweit die drittgrößte Wirtschaftsmacht – wegen seiner seit 8 Jahren wiederholten Interventionen gegen den japanischen Walfang (Verletzung des Moratoriums für den kommerziellen Walfang, in Kraft seit 1986) im antarktischen Walschutzgebiet. Wikileaks brachte 2010 durch die Presse ans Licht, dass geheime Verhandlungen zwischen dem Premierminister Japans und der amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton bezweckten, Sea Shepherd seinen karitativen Status zu entziehen, um die NGO finanziell zu schwächen. Damit erklärt Japan Sea Shepherd als direkt verantwortlich für den schwachen Ertrag seiner Waljagd und den nachfolgenden Verlust in zweistelliger Millionenhöhe. (2011 wurden "nur" 172 Wale in der Antarktis getötet, aus einer festen Quote von über 1000 Tieren.)

Im Oktober 2011, als Costa Rica den Haftbefehl gegen Paul Watson herausgab, beabsichtigte Japan parallel eine Aktion gegen Sea Shepherd vor dem amerikanischen Gerichtshof, damit die Interventionen der NGO im antarktischen Walschutzgebiet verboten werden. Im März 2012 handelte der amerikanische Richter zu Gunsten von Sea Shepherd, indem er die japanische Beschwerde zurückwies.

Anschliessend soll durch Japan ein Haftbefehl für erfundene Vergehen herausgegeben worden sein, die während der Kampagne 2010 durch Sea Shepherd in der Antarktis verübt worden sein sollen.

Die durch Costa Rica (und Japan) herausgegebenen Haftbefehle ruhen auf höchst anfechtbaren Vorgehensweisen mit zweifellos politischem Hintergrund.

Paul Watson, heute verfolgt von der Haifischflossen-Mafia, vom japanischen Staat und dessen verbündetem Staat Costa Rica, ist zum "Abschuss-Ökologen" geworden. Ein Symbol, ein Beispiel… Im letzten Jahrhundert wurden 700 Öko-Aktivisten ermordet. Captain Paul Watson zum Schweigen bringen zu wollen, würde eine sehr klare Drohung an alle ökologischen Bewegungen bedeuten, die mit Widerstand und Mühe zu retten versuchen, was von der Artenvielfalt noch übrig ist.

Zu diesem Zeitpunkt, an dem die Vereinten Nationen die Initiative "Ocean Compact" ins Leben gerufen haben, mit dem Ziel, den effektiven Schutz der Ozeane noch effizienter zu machen, müssen wir verhindern, dass einer ihrer eifrigsten Verteidiger den mächtigen Lobbys ausgeliefert wird, die ungestraft die marine Artenvielfalt zerstören und unsere Zukunft und jene unserer Kinder gefärden.

Schon 1992 versuchte der Kommandant Jaques Cousteau, uns zu warnen: "Die Ozeane werden uns wegsterben…" 20 Jahre später sind die Ozeane immer noch diese immense gesetzlose Zone, wo Verbrechen ungestraft bleiben und wo doch, ausser Blickweite von uns allen, die Zukunft der Menschheit aufs Spiel gesetzt wird.
Jenseits seines Ringens für das Überleben der Meerestiere, steht Paul Watsons Kampf im direkten Zusammenhang mit einem der grössten, von Menschenhand eingeleiteten Probleme. Wenn die Ozeane sterben, werden wir alle sterben, dies ist eine Tatsache, der wir uns nicht entziehen können!

Hören wir heute auf, unseren Blick abzuwenden!

Als Unterzeichnende verlangen wir, dass Frankreich - historisch ein Land mit Verbindung zum Ozean und Land der Menschenrechte - sich engagiert, Captain Paul Watson, einem der grössten ökologischen Helden unserer Zeit, politisches Asyl zu gewähren.

Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

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