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ballons5Wer genießt nicht den Anblick, wenn bei einem feierlichen Anlass viele bunte Luftballons
in den Himmel steigen und man ihnen bis zum Verschwinden nachsehen kann?
So wurden beispielsweise 2014, zur Feier des Mauerfalls in Berlin, 8000 Ballons losgelassen.

Doch wo endet diese Reise eigentlich?
Leider oft dort, wo wir die herabgesunkenen Ballons nicht mehr aus der Natur entfernen und fachgerecht entsorgen können: in Flüssen und Meeren.

 Aus den Augen, aus dem Sinn... Foto: Sea Shepherd DeutschlandBallons, die aus Naturkautschuk hergestellt werden, erwecken vielleicht den Eindruck, umweltfreundlich zu sein, doch leider trügt der Schein. Obwohl der Grundstoff biologisch abbaubar ist, führt die Beimengung von Weichmachern, Alterungsschutzmitteln und Stabilisatoren bei der Produktion der Ballons zur Veränderung des Naturkautschuks. Dieser sogenannte vulkanisierte Kautschuk zerfällt zwar sehr langsam, ist aber nicht biologisch abbaubar.

Die Ballonindustrie argumentiert gerne, dass sich Ballons genauso schnell wie Eichenblätter zersetzen. Dass letztere sehr robust sind und der Prozess Jahre in Anspruch nehmen kann, wird jedoch gerne verschwiegen. In der Zwischenzeit sind die Ballons und ihre Reste schwimmende Todesfallen: Delfine, Wale, Meeresschildkröten und Seevögel verwechseln sie mit Nahrung und verheddern sich in den Ballonschnüren, was einen langsamen und qualvollen Tod bedeutet.

Meerestiere – hier eine Möwe – verwechseln Ballons und Kleinplastik regelmäßig mit Nahrung und sterben daran. Foto: countingcoots.blogspot.deDie Polybänder bestehen, wie der Name schon andeutet, aus schwer zersetzbarem Kunststoff und verbleiben ebenfalls lange im Wasser, bis sie in Kleinteile zerfallen. Auch dann noch stellen sie eine Gefahr in Form von Mikroplastik dar und können von Kleinstlebewesen aufgenommen werden. Somit reichern sie sich in der Nahrungskette an.

Anlässlich verschiedenster Feierlichkeiten steigen weltweit täglich abertausende Luftballons auf. Selbst manche Tier- und Naturschutzorganisationen führen im Rahmen von Vereinsfeiern oder Kampagnen gerne Luftballonaktionen durch. Dabei fehlt es schlicht und ergreifend am Bewusstsein für deren ökologische Folgen. Wir müssen uns dringend vor Augen führen, dass solche Aktionen eine völlig unkontrollierte Vermüllung von Land, Flüssen und Meeren darstellen.

Sea Shepherd Deutschland tritt daher für den konsequenten Verzicht auf das Steigenlassen von Luftballons ein. Es gibt zahlreiche Alternativen, Feiern optisch wirksam auszurichten, ohne dabei unsere Meere zu vermüllen und damit zum Tod von unzähligen Meerestieren beizutragen.

Luftballons haben ausgedient. Immer wieder ermutigen wir die Leute dazu, bessere Entscheidungen zu treffen, die der Umwelt keinen Schaden zufügen:
  • Vermeidet es Luftballons zu nutzen
  • Lasst keine Ballons mehr in die Luft aufsteigen
  • Wenn ihr irgendwo Ballons oder ihre Schnüre seht, hebt sie auf oder entfernt sie beispielsweise von Straßenlaternen und entsorgt sie anschließend fachgerecht
  • Falls ihr für eine Organisation arbeitet, die Luftballons für Werbezwecke nutzt, klärt sie auf und schlagt Lösungen vor, um sie vom Gebrauch der Ballons abzuhalten
  • Erzählt es weiter an Lehrer, Veranstaltungsplaner und andere, die vielleicht Luftballons oder Laternen steigen lassen wollen und erklärt ihnen die Gefahren, die solche Aktionen verursachen. Fordert sie außerdem dazu auf, auf andere Alternativen zurückzugreifen
  • Wenn ihr ins Ausland reist, widersteht der Versuchung Laternen in die Luft steigen zu lassen. Falls ihr weggeworfene Laternen seht, hebt den Müll auf und entsorgt ihn fachgerecht

 
Für die Ozeane

Qualle oder Ballon? Für Meerestiere kein Unterschied. Foto: balloonsblow.org   Ein verendeter Schwarzflügel-Sturmvogel, der sich in einer Ballonschnur verheddert hat. Foto: Responsible Runners Australia


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Event-Vorschau

  • 15. - 24.06. - Sea Shepherd@ Kieler Woche
  • 16. - 24.05. - Rockcamp, Kieler Woche 2018
  • 16.06. - Charity Pot Party, LUSH Münster
  • 17.06. - Farbflut Urban Arts Festival, Lemwerder
  • 22.06. - Sommerfest CJD Elze

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