news-140604-1-1-logo-toxic-gulf-circle-235wDie Kampagne wird die Langzeitfolgen der Deepwater Horizon-Ölkatastrophe sowie die Effekte der giftigen Öldispersionsmittel auf die Wale und andere Meereslebewesen im Golf von Mexiko dokumentieren.

Die Meeresschutzorganisationen Sea Shepherd und Ocean Alliance starten Operation Toxic Gulf, eine gemeinsame Kampagne zur Dokumentation der verheerenden und anhaltenden Auswirkungen der BP Deepwater Horizon-Ölkatastrophe auf das Leben und das gesamte Ökosystem im Golf von Mexiko.

Sea Shepherd und Ocean Alliance senden diesen Sommer eine internationale Crew in die Golfregion, um die Langzeiteffekte des größten Umweltdesasters in der Geschichte der USA zu untersuchen und zu dokumentieren. Mit von der Partie wird der weltbekannte Wissenschaftler und Gründer der Ocean Alliance, Dr. Roger Payne, sein. Obwohl beide Organisationen methodisch verschieden vorgehen, verfolgen sie doch ein gemeinsames Ziel: Weltweit das Leben im Meer zu verteidigen, bewahren und zu schützen. Beide gehen von derselben Prämisse aus, wie sie schon Sea Shepherd-Gründer, Captain Paul Watson, formulierte: „Wenn die Meere sterben, sterben auch wir.“

Die Kampagne wird sich primär auf Pottwale konzentrieren; als Spitzenräuber dienen diese gefährdeten Wale nicht nur als Bioindikatoren für die Gesundheit des Golfs, sondern der gesamten Nahrungskette. Diese nichtletale Forschungsmethodik bedient sich des Sammelns diverser Proben wie zum Beispiel Ambra und anderen Ausscheidungen der Wale, um Petroleumverbindungen, Dispersionsmittel, Metalle, DNA-Schäden und anderes zu ermitteln. Ocean Alliance und Sea Shepherd arbeiten bei dieser wichtigen Forschung zusammen an Bord der RV Odyssey, dem ungefähr 28 Meter langen Segelschiff von Ocean Alliance, welches hervorragend für das Verfolgen und Studieren der Wale sowie für das Sammeln von Proben ausgestattet ist. Nicht nur die Wale sind im Golf von Mexiko durch Öl und Gift gefährdet, sondern auch Delfine, Pelikane, Meeresschildkröten, Seekühe und natürlich Fische.

Momentan sind Sea Shepherd und Ocean Alliance die einzigen Gruppen, die toxikologische Langzeitforschung betreiben, um die Auswirkungen des Öls und der Dispersionsmittel im Golf zu untersuchen. Operation Toxic Golf wird Daten liefern, anhand derer die Größe der Bedrohung für Wale und andere Meereslebewesen abschätzbar wird. Zudem wird das öffentliche Bewusstsein im Hinblick auf die dringende Notwendigkeit, die Meeresverschmutzung zu stoppen, erweitert. Dies ist der fünfte Sommer nach der Ölkatastrophe, in dem die Kampagne wiederholt stattfindet. In einem Jahr – so hoffen die beiden Forschungsgruppen – werden sie die Gesamtheit ihrer Daten ausgewertet haben und ihre Ergebnisse präsentieren.

„Vier Jahre nach der verheerenden Deepwater Horizon-Ölkatastrophe und nach den schändlichen Bemühungen, das Öl vor der Öffentlichkeit zu verbergen, ist der Golf von Mexiko durch das Desaster immer noch schwer geplagt. Man könnte diesen Vorfall als den größten Akt von Ökoterrorismus in der Geschichte überhaupt bezeichnen“, sagte Sea Shepherd Gründer Captain Paul Watson. „Sea Shepherd und Ocean Alliance arbeiten weiter daran, die Nachwirkungen dieses dramatischen Desasters aufzudecken und dieses Meeresgebiet, die Wale und andere Spezies, die im Golf leben, zu verteidigen.“

„Ziel der Expedition ist es, die Auswirkungen auf das Leben im Golf von Mexiko zu messen, die der gigantische Blowout von BP am Earth Day 2010 hatte. Hunderte Millionen Liter Öl liefen bis Mitte August in den Golf, bis die Katastrophe schließlich gestoppt werden konnte. Während der ganzen Zeit wurden Dispersionsmittel, welche das Öl verteilen und versenken, verwendet. In Wahrheit wurden sie nur verwendet, um die Massen an Öl zu verstecken – aus den Augen, aus dem Sinn“, sagte Dr. Roger Payne, Gründer und Vorsitzender der Ocean Alliance.

Susan Hartland, Verwaltungsdirektorin von Sea Shepherd USA, fügte hinzu: „Sea Shepherd ist stolz darauf, bei dieser bedeutenden Kampagne mit Ocean Alliance zusammenzuarbeiten. Gemeinsam bringen wir das mit, was so dringend im Golf gebraucht wird: Jahrzehnte an Erfahrung im Naturschutz durch Direkte Aktionen sowie in wissenschaftlicher Forschung. Auch wenn die Ölkatastrophe schon lange keine Schlagzeilen mehr macht, ist sie für das Meeresleben im Golf von Mexiko sowie die Weltmeere insgesamt täglich eine Bedrohung.“

Als 2010 die Bohrinsel Deepwater Horizon von BP explodierte, flossen mehr als 800 Millionen Liter Rohöl innerhalb von 87 Tagen in den Golf von Mexiko. Der in dieser Form erstmalige und nicht getestete Gebrauch von 7,5 Millionen Litern chemischer Dispergenzien, durch die das Öl von der Wasseroberfläche verschwand und damit in die Nahrungskette geriet, machten die Gewässer des Golfs um 52 Mal toxischer. Sea Shepherd startete sofort Operation Gulf Rescue und betrieb selber und unterstützte Rettungsbemühungen für Meerestiere, um die Auswirkungen des Öldesasters auf das Ökosystem des Golfs ein wenig abzumildern. Kurz nachdem das Auslaufen des Öls unter Kontrolle war, begann Ocean Alliance, Proben und Daten zu sammeln und untersucht seitdem unablässig die weitreichenden und tödlichen Folgen des Öls und der Dispergenzien. Letzten Sommer schloss sich Sea Shepherd der Ocean Alliance an, um bei diesen wichtigen Forschungsarbeiten mitzuhelfen.

Hier findest du weitere Informationen in englischer Sprache:

Kampagnenwebseite:
Operation Toxic Gulf

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