Sea Shepherd hat kürzlich eine Erkundungstour auf den Färöer-Inseln abgeschlossen. Foto: Sea Shepherd03. April 2014

Sea Shepherd hat kürzlich eine Erkundungstour auf den Färöer-Inseln abgeschlossen. Vier Mitglieder des Operation GrindStop 2014-Teams verbrachten mehrere Tage damit, sich die Tötungsstrände anzusehen und neue Werkzeuge und Geräte zu testen. Wir machen uns für die Anwesenheit von hunderten Freiwilligen auf See und an Land bereit, die über vier Monate lang an den Stränden Wache stehen werden und dort im Falle einer Abschlachtung von Grindwalen Alarm schlagen, eingreifen und die Geschehnisse dokumentieren werden.

Die Sea Shepherd Crew traf sich mit dem Polizeichef und mehreren Mitgliedern der färöischen Polizei. Wir hatten ein freundliches Gespräch, bei dem die Polizei uns mit Informationen über die Gesetze und Vorschriften versorgte, die zu beachten sind, während wir die Grindwale schützen. Wir erklärten der Polizei, dass wir unsere Stellung halten und die Grindwale verteidigen werden.

Die Presse berichtete über unsere durchgeführte Erkundungstour, und wir hatten mehrere Interviews mit den Medien.

Sea Shepherd traf auf mehrere färöische Einheimische, die offene Feindseligkeit gegenüber unserer Präsenz und dem Grund dafür zeigten, aber wir trafen auch andere, die dem Gemetzel genauso sehnsüchtig und entschlossen wie wir ein Ende bereiten möchten.

Viele Menschen haben bereits Bewerbungsformulare angefordert, um sich der Crew anzuschließen, haben aber vielleicht noch keine Antwort vom GrindStop 2014 Team bekommen. Im Moment planen wir die Kampagne und jeder, der das Team kontaktiert hat, wird bald von uns hören. Wir brauchen euch und noch viele weitere Freiwillige, die sich der Herausforderung stellen und die Wale und Delfine verteidigen.

Die Operation GrindStop 2014 hat ein Ziel, und das ist, dass keine Wale auf den Färöer Inseln getötet werden. Sollte sich eine Abschlachtung (Grind) ereignen, wird Sea Shepherd alles tun, was wir können, um dort einzugreifen und das Gemetzel ohne Einsatz von Gewalt zu stören. Einige von uns werden möglicherweise verhaftet, aber das ist ein geringer Preis dafür, einen Wal oder Delfin zu retten. Es ist sogar möglich, dass ein blutrünstiger, durchgedrehter Walkiller unsere Freiwilligen verletzen könnte. Wir werden darauf vorbereitet sein, um uns, wenn nötig, zu verteidigen. Falls es zu einem Abschlachten von Grindwalen kommt, werden wir dieses barbarische Ereignis sorgfältig dokumentieren und in den Medien verbreiten. Die Welt wird zusehen, und wir werden die Wahrheit über dieses Gemetzel zeigen.

Die Grindwaljagd hat auf den Färöer-Inseln eine lange Geschichte, die in den Aufzeichnungen mehrere hundert Jahre zurückgeht (obwohl der Einsatz von Motorbooten natürlich nicht so weit zurückliegt). Unterstützer der Grindwaljagd werden in der Weise argumentieren, dass die Menschen ohne den altüberlieferten Verzehr des Walfleisches nicht überlebt hätten und dass man glaubt, die Wale seien ein „Geschenk“ Gottes. Aber in der heutigen Realität würde kein einziger Mensch auf den Färöer-Inseln hungern, und sicherlich würde niemand verhungern, wenn man keine Wale mehr tötet. Tatsächlich ist das Walfleisch hochgiftig (durch das Quecksilber und die Chemikalien, die von den Menschen in die Meere eingeleitet werden), und es ist auf den Färöer-Inseln üblich, dass Kinder und Frauen im gebärfähigen Alter den Verzehr von Walfleisch meiden. Ebenso gibt es Nachweise dafür, dass der Verzehr von Walfleisch eng mit dem Auftreten der Parkinson-Krankheit zusammenhängt. Der Grundtenor ist, dass der Grindwalfang völlig unnötig, ungesund und barbarisch ist, und dass sich der Grindwalfangzu den Ausstellungen in historischen Museen gesellen sollte, die den kommerziellen Walfang thematisieren. Die Färöer haben einen kulturellen Reichtum in ihrer Literatur, Architektur, Bekleidung, Musik und ihren Tänzen. Es ist für die Färöer überhaupt nicht erforderlich, an diesem Gemetzel weiter festzuhalten.

Das wahre „Geschenk“ der Wale auf den Färöer Inseln besteht doch in den lebenden Walen und Kleinwalen. Die Färöer haben nun die Wahl und eine Chance. Weil sich unsere Crew während der Kampagne an Land aufhält, werden auch wir eine Geschichte zu erzählen haben. Die Geschichte könnte von der Harmonie mit den Meeren handeln, in der die Färöer-Inseln für Touristen und Weltreisende einen einladenden Ort darstellt. Oder die Geschichte könnte von den barbarischen, überholten Gebräuchen erzählen, die wichtiger sind als der gesunde Menschenverstand, und die deshalb die Färöer-Inseln zu einem Ort machen, der von Touristen gemieden wird und dessen Erzeugnisse keine Abnehmer mehr finden.

Eins der neuen Geräte wird vor Ort getestet. Foto: Sea Shepherd

Die Kampagne beinhaltet Gruppen auf See und an Land. Die Posten auf See sind bereits besetzt. Wir brauchen Freiwillige für die Crew an Land. Als Mitglied eines engagierten Teams von internationalen Sea Shepherd Aktivisten hilfst du Sea Shepherd dabei, Grindwale, Weißseitendelfine, Rundkopfdelfine und Schweinswale zu schützen - die vier Arten, die auf den Färöer-Inseln bei ihren barbarischen "traditionellen" Treibjagden (genannt der "Grind", abgeleitet von dem Wort "Grindadràp" oder Waltötung, das in Bezug auf die wichtigste getötete Art, die Grindwale steht) getötet werden.

Seit Beginn der Aufzeichnungen wurden über 265.000 Kleinwale auf den Färöer-Inseln getötet. Seit dem 20. Juli 2013 sind 1.499 Delfine und Wale bei den färöischen Grindwaljagden getötet worden. Die meisten Waljagden finden zwischen Ende Juni und Ende Oktober statt. Die Operation GrindStop 2014 läuft von Anfang Juni bis zum 1. Oktober.

Die Wale und Delfine brauchen dich. Schließe dich der Kampagne noch heute an.

Für die Ozeane,

Scott West

und das GrindStop 2014 Team

"Sea Shepherd ist seit 1983 führend in seinem Widerstand gegen das brutale Abschlachten von Delfinen und Walen auf den Färöer-Inseln. 2011 ist Sea Shepherd zu unserer letzten Färöer-Kampagne Operation Ferocious Isles dorthin zurückgekehrt. Solange Sea Shepherd bei den Inseln patrouillierte, fand keine Grindwaljagd statt. Das ist immer noch unser Ziel: Den Grind zum GrindStop zu bringen. In diesem Sommer wird Sea Shepherd wieder einmal seine Klienten mit seiner bisher größten Kampagne auf den Färöer-Inseln verteidigen, mit Crews, die in vorderster Front an den Küsten und auf See patrouillieren. Wir brauchen so viele leidenschaftliche und engagierte Freiwillige wie möglich, um diese Kampagne zum Erfolg zu führen. Wir haben alle Posten auf See bereits besetzt und suchen Freiwillige, die unsere Crew an Land unterstützen.“

Wenn du uns auf den Färöer-Inseln unterstützen kannst, schicke uns bitte deine Bewerbung an das Operation GrindStop 2014 Team über den unten angegebenen Link. Wenn du Fragen hast, sende bitte eine E-Mail an uns: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Die Bewerbung kannst du hier online ausfüllen: Grindstop 2014 On-Shore Crew Application

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