Beobachtung eines Fischerboots. Im Hintergrund die Brigitte Bardot. Foto: Sea Shepherd18.03.2014
Im Rahmen ihrer Unterstützung des guatemaltekischen Fischereiministeriums und der Marine stoppte Sea Shepherd mehrere groß angelegte Wilderei-Operationen.

Die Sea Shepherd Conservation Society und Sea Shepherd Global haben während ihrer dreiwöchigen Anti-Wilderei-Patrouillen in Zusammenarbeit mit Beamten des Fischereiministeriums und der Marine mehrere groß angelegte Wilderei-Operationen innerhalb der Gewässer Guatemalas gestoppt.

Sea Shepherd stellte ihr Schiff – die Brigitte Bardot – und ihre Crew zur Verfügung, um die Patrouillen der guatemaltekischen Behörden zusammen mit Mitgliedern des Fischereiministeriums und der Marine zu unterstützen. Die Patrouillen wurden gemäß den Gesetzen Guatemalas auf Grundlage einer vorherigen Vereinbarung zwischen Sea Shepherd und den guatemaltekischen Behörden ermöglicht. Sea Shepherd begrüßt Guatemalas Offenheit zu gemeinsamen Einsätzen, um die Wilderei zu stoppen.

Mithilfe nachrichtendienstlicher Informationen konnten die Sea Shepherd-Crew und guatemaltekische Beamte auf jeder Patrouille Wilderei-Operationen ausfindig machen und aufhalten. Diese Ergebnisse zeigen sowohl die Wirksamkeit solcher Patrouillen als auch den Bedarf einer fortlaufenden Partnerschaft zwischen der Regierung Guatemalas und Sea Shepherd, um diese illegalen Aktivitäten zu stoppen.

Während einer Patrouillenfahrt orteten die Sea Shepherd-Crew und die Beamten ein großes Fischerboot, das nach einem anfänglichen Fluchtversuch dann doch zur weiteren Kontrolle anhielt. An Bord des Schiffes wurde ein Fang von ungefähr einer Tonne Haie entdeckt. Das Boot wurde dazu genutzt, um ohne irgendwelche Papiere oder Genehmigungen illegal in guatemaltekischen Gewässern zu fischen. Wie sich außerdem herausstellte, war ein Crewmitglied des Schiffes erst 16 Jahre alt und somit minderjährig. Bewaffnete Offiziere der Marine übernahmen das Schiff und eskortierten es zurück in den Hafen, wo Bußgelder und andere Strafen folgen.

Auf der dritten Patrouille fand man Wilderer, die schon während der ersten Patrouille gefasst wurden und die eine Geldstrafe von 500 US-Dollar erhalten hatten. Die gleichen Wilderer wurden erneut beim illegalen Fischen erwischt - ein Beweis dafür, dass geringe Geldstrafen nicht ausreichen, um Berufswilderer von ihren illegalen Handlungen abzuhalten. Es bedarf härterer Strafen.

Obwohl die Anti-Wilderei-Operationen gefährlich sind, zeigen die Schonungslosigkeit und unverfrorene Beharrlichkeit der Wilderer, dass dringender Bedarf besteht, diese Arbeit fortzuführen. Trotz der damit verbundenen Risiken wird Sea Shepherd weiterhin unbeugsam auf den Schutz von Meeresbewohnern und deren Lebensräume achten. Diese speziellen Patrouillen sowie die Einladung an Sea Shepherd, diese wichtigen Bemühungen zu unterstützen, haben gezeigt, dass sich die guatemaltekischen Behörden verstärkt für die Ozeane einsetzen. Diese Anstrengungen senden zudem ein deutliches Warnsignal an jeden, der die Absicht hat, Gesetze in ihren Gewässern zu brechen.

Die während des Pilotprojekts erlangten Beweise werden gesammelt und der guatemaltekischen Regierung übermittelt, um somit den dringenden Bedarf für kontinuierliche Patrouillen gegen Wilderei zu verdeutlichen.

„Sea Shepherd ist stolz darauf, die guatemaltekischen Behörden unterstützt und unser Schiff sowie unsere engagierte Crew zur Verfügung gestellt zu haben, um diese Patrouillen durchzuführen. Auf der gesamten Welt schröpft die Gier der Wilderer die Ozeane. Hier in Guatemala konnten wir allerdings zeigen, dass Regierungen und Organisationen wie Sea Shepherd sich zusammenschließen müssen, um gemeinsam direkt für den Schutz der bedrohten Meeresgebiete tätig zu werden und Wilderer zu stoppen“, sagte Captain Alex Cornelissen, Leitender Direktor von Sea Shepherd Global.

Neben ihrer Unterstützung bei der Durchführung der Patrouillen gegen Wilderei, hat die Crew der Brigitte Bardot durch Vorträge an Schulen Guatemalas zudem dabei geholfen, ein stärkeres Bewusstsein für den Meeresschutz zu schaffen.

Zur Unterstützung der Patrouillen Guatemalas gegen die Wilderei hat Sea Shepherd ihr Boot Brigitte Bardot und ihre Mannschaft zur Verfügung gestellt. Foto: Sea Shepherd
Zur Unterstützung der Patrouillen Guatemalas gegen die Wilderei hat Sea Shepherd ihr Boot Brigitte Bardot
und ihre Mannschaft zur Verfügung gestellt. Foto: Sea Shepherd



Sea Shepherd-Crew und guatemaltekische Beamte führen eine nächtliche Patrouille durch. Foto: Sea Shepherd
Sea Shepherd-Crew und guatemaltekische Beamte führen eine nächtliche Patrouille durch.
Foto: Sea Shepherd


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