26 Januar 2014Schwarzer Rauch steigt aus dem Schornstein der Nisshin Maru, während sie in voller Fahrt vor der Sea Shepherd-Flotte flieht. Foto: Tim Watters

Die Flotte von Sea Shepherd hat erneut das Fabrikschiff der japanischen Walfangflotte, die Nisshin Maru, ausfindig gemacht und konnte somit jeglichen Walfang im Antarktischen Walschutzgebiet unterbinden. Das Schiff wurde am 24. Januar um 20.50 Uhr Ortszeit in der Position 70°27’ Süd 150°03’ West vom Sea Shepherd-Schiff Bob Barker gesichtet. Wieder einmal hat Sea Shepherd alle Schiffe der japanischen Walfangflotte ausfindig gemacht. Der Helikopter der Steve Irwin konnte sowohl die Nisshin Maru als auch zwei Harpunenschiffe, die Yushin Maru Nr. 1 und Nr. 2 überfliegen und sichten. Beim derzeitigen Kurs und der momentanen Geschwindigkeit geht die Sea Shepherd-Flotte davon aus, die japanische Walfangflotte gegen 13 Uhr Ortszeit aus dem östlichsten Teil ihres selbstbestimmten Walfanggebiets zu treiben.

news-140125-1-5-TW-Steve-Irwin-Chasing-Nisshin-Maru-0047656-800wSea Shepherds Flaggschiff, die Steve Irwin, ist der Nisshin Maru dicht auf den Fersen. Foto: Tim WattersDie Nisshin Maru ist derzeit auf nordöstlichem Kurs und entfernt sich damit von den Walfanggebieten. Die Steve Irwin fährt voraus, die Bob Barker folgt, alle Schiffe sind auf einem parallelen Kurs. Die übrigen zwei Walfangschiffe, die Shonan Maru Nr. 2 und die Yushin Maru Nr. 3 befinden sich momentan in der Nähe der Bob Barker bzw. der Steve Irwin.

Am 14. Januar bestätigte der australische Umweltminister Greg Hunt, dass die japanische Walfangflotte zwei Tage zuvor über 1000 Seemeilen von der australischen Such- und Rettungszone entfernt war und sich von den australischen Gewässern entfernte. Durch diese Informationen war Sea Shepherd in der Lage, die Position der Walfangflotte abzuleiten, und die Sam Simon und die Bob Barker konnten so die Walfänger ausfindig machen. Schlechtes Wetter in der Region hat es den Walfängern schwer bis unmöglich gemacht, ihre illegalen Aktivitäten weiterzuführen. Aus demselben Grunde war es aber auch schwierig, die Walfangflotte einzuholen. Gestern haben sich die Wetterbedingungen in der Region jedoch stark verbessert, der dichte Nebel hat sich aufgelöst. Dadurch konnte die Flotte von Sea Shepherd die Region absuchen und so die Walfänger schnell finden.

news-140125-1-1-SA-Bob-Barker-drifts-past-whale-guts-IMG-2031-800wWalinnereien im Antarktischen Walschutzgebiet, die von der japanischen Walfangflotte über Bord geworfen wurden. Foto: Simon AgerPeter Hammarstedt, Kapitän der Bob Barker, sagte: „Nachdem wir die von der Nisshin Maru über Bord geworfenen Überreste geschlachteter Wale in den Gewässern des Antarktischen Walschutzgebiets treiben sahen, wussten wir, dass wir uns den Walfängern schnell näherten. Wir haben keine Zeit verschwendet, der blutigen Spur dieser einst schönen Lebewesen bis zur Nisshin Maru zu folgen, wo wir nun die Möglichkeit haben, die illegalen Walfangoperationen zu beenden.“

Die Bob Barker dokumentierte am 24. Januar um 9.10 Uhr Überreste von Walen, die auf 71°30’ Süd und 147°38’ West im Antarktischen Walschutzgebiet trieben. Seit diese Gewässer 1994 zum Schutzgebiet erklärt wurden, ist Walfang darin verboten.

news-140125-1-4-TW-Nisshin-Maru-Yushin-Maru-1-and-2-0017621-800wDie Nisshin Maru sowie die Harpunenschiffe Yushin Maru I und II fliehen vor der Sea Shepherd Flotte. Foto: Tim WattersJeff Hansen, der geschäftsführende Direktor von Sea Shepherd Australien, begrüßte die Neuigkeiten: „Alles Schlechte in der Welt wird von dem massiven schwimmenden Schlachthaus, der Nisshin Maru, repräsentiert. Wenn wir den Walfang im Antarktischen Walschutzgebiet stoppen können, senden wir damit Signale von Unterstützung und Ermutigung an all die anderen mutigen Umweltaktivisten der ganzen Welt, die für die Bewahrung der Lebenserhaltungssysteme der Menschheit und die Aufrechterhaltung ökologischer Gesetze kämpfen. Die Navy der Wale gibt niemals auf!“








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