Drei tote, geschützte Zwergwale an Deck der Nisshin Maru im Jahr 2014. Foto: Tim Watters24. März 2016: Die Regierungen von Australien und Neuseeland
scheitern beim Schutz der Wale.

In einer heute veröffentlichten Stellungnahme gab das japanische Walforschungsinstitut (ICR),
das hinter dem Walprogramm der japanischen Regierung steht, bekannt, dass die japanische
Walfangflotte aus der Antarktis zurückgekehrt ist.

Seitdem der Internationale Gerichtshof (IGH) das Walfangprogramm im Jahr 2014 für illegal erklärte, ist es das erste Mal, dass japanische Walfänger ins Südpolarmeer zurückkehrten, um Wale zu töten.

Die Stellungnahme bestätigte, dass 333 Wale, darunter eine Vielzahl von trächtigen Tieren, seit letzten Dezember durch Harpunenbeschuss in antarktischen Gewässern getötet wurden.

Die übermittelten Koordinaten beweisen, dass Abschlachtungen insbesondere im Antarktischen und Australischen Walschutzgebiet sowie im Rossmeer stattfanden.

Das blutverschmierte Deck der Nisshin Maru, gezeichnet von der Abschlachtung eines Wals im Jahr 2014. Foto: Tim WattersDer Geschäftsführer von Sea Shepherd Global, Captain Alex Cornelissen, sagte, "Nur eineinhalb Jahre nachdem der IGH das japanische Walfangprogramm als illegal verurteilte und nur Monate, nachdem das Australische Bundesgericht den Walfängern eine Strafe von 1 Million Dollar wegen ihrer illegalen Abschlachtung von Walen innerhalb des Australischen Walschutzgebiets auferlegt hat, muss sich die japanische Regierung erneut für eine Massenschlachtung von geschützten Zwergwalen im Südpolarmeer verantworten. Dieses skrupellose Vorgehen ist eine eklatante Missachtung internationalen Rechts und Diplomatie und stellt einen gefährlichen Präzedenzfall für alle Nationen dar, welche die geltenden Gesetze achten."

"Einmal mehr haben falsche Versprechungen der Regierungen von Australien und Neuseeland dazu geführt, dass Wale illegal im Australischen Walschutzgebiet getötet wurden", sagte der Geschäftsführer von Sea Shepherd Australien Jeff Hansen. "Die Mehrheit der Australier wollte, dass die australische Regierung ein Schiff entsendet, um gegen das Abschlachten vorzugehen. Das tat sie allerdings nicht. Sea Shepherd bat die australische Regierung um Bekanntgabe der Positionen der Walfänger. Dies wurde von ihr verweigert. Stattdessen standen die verantwortlichen Regierungen einfach nur da, wohl wissend, dass sowohl gegen nationales als auch internationales Recht verstoßen wurde. Dieses Stillhalten von den Behörden infolge des Urteils vom IGH ist eine Schande", sagte er.

Der Vorsitzende von Sea Shepherd Australien, Captain Peter Hammarstedt, sagte: "Durch die neue Strategie des ICR, das Jagdgebiet zu erweitern und die Quote zu reduzieren, wurde Sea Shepherd extrem dabei eingeschränkt, mit den zur Verfügung stehenden Schiffen die japanische Flotte innerhalb des erweiterten Gebietes zu lokalisieren und einzuschreiten."

"Sea Shepherd ist der Auffassung, dass dies eine Chance für die Regierungen der Welt war, Entschlossenheit bei der Aufrechterhaltung internationalem Naturschutzrecht zu demonstrieren. Die Regierungen von Australien und Neuseeland haben nichts unternommen und dies verdeutlicht, dass das einzige und nachweisbar effektive Mittel gegen den illegalen japanischen Walfang das Eingreifen durch Sea Shepherd ist."

"Sea Shepherd wird in Kürze ein schnelles Schiff mit großer Reichweite besitzen. Doch viel wichtiger ist, dass Sea Shepherd etwas hat, was den Regierungen von Australien und Neuseeland fehlt und das ist Mut, Leidenschaft und die Entschlossenheit, für Einhaltung von Gesetzen einzustehen", fügte er abschließend hinzu.

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