Captain Oona Layolle trifft die mexikanische Regierung. Foto: Sea Shepherd/Carolina A Castro4. Januar 2016: SAN FELIPE, BAJA CALIFORNIA, MEXIKO
Am 31. Dezember 2015 traf sich Captain Oona Layolle vom Sea Shepherd Forschungsschiff
MARTIN SHEEN mit Repräsentanten der mexikanischen Marine, Mexikos Nationaler Kommission
für Naturschutzgebiete (CONANP) und der Staatsanwaltschaft für Umweltschutz (PROFEPA),
um einen gemeinsamen Plan für das Auffinden und Entfernen von illegalen Fischernetzen aus
dem Schutzgebiet des Golftümmlers zu entwickeln. Als Ergebnis des Treffens ist Sea Shepherd
nun autorisiert, illegale Fischernetze im Schutzgebiet zu entfernen.

Dieses Treffen folgt der Entdeckung eines toten Buckelwal-Kalbes an Heiligabend durch die Crew der MARTN SHEEN, das sich im Schutzgebiet des Golftümmlers in einem Stellnetz verfangen hatte. Zu diesem Zeitpunkt war Sea Shepherd nicht befugt, das Stellnetz zu entfernen.

Oona Layolle trifft mexikanische Behörden. Foto: Sea Shepherd/Carolina A CastroGolftümmler sind nur im nördlichsten Teil des mexikanischen Golfs von Kalifornien zu finden. Akustische Überwachungsgeräte wurden zur Bestimmung der Anzahl der Tiere verwendet. Weniger als 97 lebende Golftümmler konnten festgestellt werden. Damit wird der Golftümmler zu einem der am stärksten vom Aussterben bedrohten Meeressäuger. Die Gründe der schwindenden Population dieses kleinen Tümmlers sind hauptsächlich die Stellnetze; der Einsatz von Stellnetzen geht vom illegalen Handel mit Totoabas zurück, ein Fisch, der getötet wird, um deren Schwimmblase auf dem chinesischen Schwarzmarkt zu verkaufen. In den Stellnetzen, mit denen der Totoaba gefangen wird, verfangen sich Golftümmler und ertrinken, da sie nicht die Meeresoberfläche erreichen können, um zu atmen. Infolgedessen ist sowohl der Totoaba als auch der Golftümmler vom Aussterben bedroht.

Im April 2015 hat der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto ein zweijähriges Moratorium zur Verwendung von Stellnetzen im Lebensraum der Golftümmler angekündigt. Seitdem hat die mexikanische Marine 40 Wilderer verhaftet, die illegal Fische im Schutzgebiet des Golftümmlers gefangen haben. Die Partnerschaft von Sea Shepherd mit der mexikanischen Regierung und die neue Befugnis für Sea Shepherd illegale Fischernetze zu entfernen, zeigen das Engagement der mexikanischen Regierung, den Golftümmler zu retten.

„Diese erweiterte Vereinbarung und Kooperation mit den mexikanischen Behörden zeigt, wie entscheidend die Entfernung der Stellnetze aus dem Schutzgebiet des Golftümmlers ist“, sagte Captain Layolle. „Ein Golftümmler hätte leicht denselben tragischen Tod, wie dem des Buckelwal-Kalbs zum Opfer fallen können. Mit weniger als 97 überlebenden Golftümmlern, ist jeder Tod verheerend für deren Überleben.“

„Wir hoffen, dass unsere Kooperation mit der mexikanischen Regierung mit gutem Beispiel für andere Regierungen vorangeht“, fährt Captain Layolle fort. „Der Golftümmler benötigt unsere aufmerksamen Anstrengungen, um zu überleben. Sea Shepherd schreckt nicht davor zurück, die Meeresbewohner zu beschützen.“

Die Operation Milagro II ist das zweite Mal, dass Sea Shepherd im Golf von Kalifornien patrouilliert, um Golftümmler zu verteidigen. Nach der Durchführung von Patrouillen im Golf von Kalifornien im März und April 2015, hat die MARTIN SHEEN damit begonnen, mit der mexikanischen Marine zusammenzuarbeiten, um illegale Fischereiaktivitäten im Schutzgebiet des Golftümmlers zu melden. Diese Partnerschaft hat bereits dazu geführt, dass ein Schleppnetzschiff wegen Missachtung der Bestimmungen des Schutzgebiets dingfest gemacht wurde. Sea Shepherds neues Patrouillenboot, die FARLEY MOWAT, wird die MARTIN SHEEN ab dem 16. Januar 2016 unterstützen. Die FARLEY MOWAT, ein früheres Patrouillenboot der US-Küstenwache, wird die Effektivität dieser Patrouillen erhöhen und ist für die Entfernung von illegalen Fischernetzen ausgerüstet.


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