Captain Cornelissen spricht vor Mitgliedern des dänischen Parlaments. Foto: Sea Shepherd19. November 2015:  Der Niederländer Captain Cornelissen erhielt die Mitteilung gestern von einem
dänischen Polizeibeamten vor dem dänischen Parlamentsgebäude. Der Vorfall ereignete sich gerade
nachdem er zusammen mit Geert Vons, Direktor von Sea Shepherd Niederlande, und Liesbeth Zegveld,
offizieller Rechtsbeistand von Sea Shepherd - beide ebenfalls niederländische Staatsbürger - eine
Präsentation über das Grindadráp vor einer Gruppe dänischerParlamentsabgeordneter beendet hatte.

Die Vorladung bezieht sich auf Sea Shepherds Verteidigung von Grindwalen und anderer Kleinwale während ihrer Walschutzkampagne „Operation Sleppid Grindini“ 2015 auf den Färöern.

Zwischen Juni und September diesen Jahres wurden bei der berüchtigten färöischen Treibjagd, auch als „Grindadráp“ bekannt, 490 Grindwale brutal abgeschlachtet. Dank dem direkten Eingreifen der Sea Shepherd-Crews konnte dennoch das Leben hunderter weiterer Wale gerettet werden.

 Captain Cornelissen wird eine gerichtliche Vorladung übergeben, als er das dänische Parlament verlässt. Foto: Sea Shepherd„Vor dem dänischen Parlamentsgebäude von einem dänischen Polizeibeamten eine gerichtliche Vorladung zu erhalten, nachdem wir gerade auf die Einladung von Dänemark hin vor dem dänischen Parlament unsere Position zum Grindadráp darstellten, bestätigt einmal mehr Sea Shepherds Ansicht, dass Dänemark aktiv an den Tötungen von Grindwalen beteiligt ist“, so Cornelissen.

Sea Shepherd war eine von acht Gruppen, die eingeladen wurden, um ihre Standpunkte zu den Abschlachtungen von Grindwalen vor Mitgliedern des färöischen Komitees des dänischen Parlaments darzulegen.

Während der Präsentation betonte Sea Shepherd besonders Dänemarks Verantwortung nach internationalem Recht, die Grindwale zu schützen, das absichtliche Töten zu verhindern und diese Regelung in nationales Recht umzusetzen. Sea Shepherd wies dabei zum wiederholten Male darauf hin, dass Dänemarks Unterstützung des Grindadráp einen Bruch internationaler Verpflichtungen darstellt.

Sea Shepherd vermutet, dass das Forum ganz bewusst zugunsten derer gewichtet wurde, die das Grindadráp unterstützen.

„Es war wichtig, die Möglichkeit zu haben, Sea Shepherds Position vor dem Hintergrund der geltenden Gesetze darzustellen. Ich bedaure jedoch, dass die Anhörung zu emotional war, als dass ein wirklicher Austausch von Argumenten möglich gewesen wäre“, sagte Zegveld.

 Sea Shepherd gehörte zu einer von acht Gruppen, die ihre Position zum Grindadráp vor dem dänischen Parlament darstellen konnten. Foto: Sea Shepherd

Trotz der offensichtlichen Voreingenommenheit zu Gunsten der Jagd, repräsentiert dieses Forum auch Dänemarks Bewusstsein zur wachsenden Stimmung gegen das Grindadráp in ganz Europa, weil die Regierung für die Zusammenarbeit mit den Färöern bei dieser brutalen und blutigen Praxis zur Verantwortung gezogen wird.

„Das Blatt wendet sich gegen das Grindadráp“, sagte Vons. „Mit anhaltender Kritik aus ganz Europa und wachsendem Druck auf die dänische Regierung, die Unterstützung der Abschlachtungen zu beenden, ist es offensichtlich, dass die Welt bei diesen illegalen Massakern nicht mehr weiter einfach nur ruhig zuschauen wird.“

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