160x160xnews 151109 1 5 logo icefish 2 200x.png.pagespeed.ic.eUVe5nhZQW8. November 2015: Zweite Kampagne zur Beendigung der illegalen Fischerei im Südpolarmeer

Nach dem beispiellosen Erfolg von „Operation Icefish“ hat Sea Shepherd heute seine zweite Kampagne
angekündigt, bei der Wilderer des Schwarzen Seehechts und des Riesen-Antarktisdorsches ins Visier
genommen werden sollen: „Operation Icefish 2015/2016“.

Captain Sid Chakravarty ist zu dieser Kampagne zurückgekehrt und wird sie anleiten. Dabei wird Sea Shepherd seine Aufmerksamkeit ein weiteres Mal auf das Verteidigen der unberührten Gewässer der Antarktis richten, mit dem Ziel, das illegale Fischen des bedrohten Antarktisdorsches in dieser Region zu beenden.

Die STEVE IRWIN, das Flaggschiff der Sea Shepherd-Flotte, wird im Dezember das australische Melbourne verlassen, um das rechtsfreie Gebiet des Südpolarmeers zu patrouillieren, welches außerhalb eines nationalen Zuständigkeitsbereichs liegt und in dem Schiffsverkehr gesetzlich begrenzt ist. Das Risiko für Fischereiverbrechen von Strafverfolgungsbehörden erwischt zu werden, ist dort sehr gering.

Die Sea Shepherd-Crews werden innovative Direkte Aktionen anwenden, um eine Gesetzeslücke zu schließen, die weiterhin von Antarktisdorsch-Wilderern ausgenutzt wird.

„Die illegalen Fischer im Südpolarmeer existieren mit einer Widerstandsfähigkeit, die nur mit der Entschlossenheit von Sea Shepherd bekämpft werden kann. Die Ozeane sind in Gefahr und unsere Aktionen bleiben die einzigen proaktiven und direkten Überwachungsmaßnahmen, um diese illegalen Handlungen zu vereiteln. Wir haben vor, dieser Verantwortung mit Mut und Entschlossenheit entgegenzutreten und ein weiteres Mal die berüchtigtsten Wilderer dieses Planeten aufzuspüren, gegen sie zu ermitteln und auszuschalten“, so Captain Chakravarty.

iceneu2  Captain Sid Chakravarty wird die Crew der STEVE IRWIN bei Operation Icefish 2015/16 anführen. Foto: Sea Shepherd

Antarktisdorsche gelten als Spitzenräuber in den antarktischen Gewässern und sind eine langlebige Spezies, die wegen ihrer spät eintretenden Geschlechtsreife und des hohen Marktwerts besonders anfällig für Überfischung sind.

Eher unter seinem Verkaufsnamen „Chilenischer Seebarsch“ bekannt, lebt der Antarktisdorsch in Wassertiefen von 300 bis 2500 Metern, in den kältesten Gewässern dieser Erde. Obwohl nur wenige wissenschaftliche Informationen über diesen Fisch bekannt sind, hatte die illegale Fischerei verheerende Folgen und führte zum Zusammenbruch einiger Populationen und dem Schließen mancher Fischerei-Gebiete.

„Operation Icefish“, die über 5 Monate andauerte und durch internationale Zusammenarbeit den internationalen Handel mit Antarktisdorschen massiv störte, war bisher eine von Sea Shepherds erfolgreichsten Meeresschutzkampagnen.

Am Ende der gewaltigen, fünfmonatigen Kampagne wurden fünf der sechs bekannten Antarktisdorsch-Wildererschiffe festgesetzt. Das sechste und berüchtigtste Schiff, die THUNDER, wurde in den Gewässern um São Tomé und Príncipe von ihrem eigenen Kapitän versenkt, nachdem sie in einer rekordbrechenden Jagd 110 Tage ununterbrochen vom Sea Shepherd-Schiff BOB BARKER verfolgt wurde. Sea Shepherd vermutet, dass das Schiff absichtlich versenkt wurde, um Beweismittel der illegalen Fischereiaktivitäten der THUNDER zu vernichten.

Die Zusammenarbeit zwischen lokalen und internationalen Behörden, darunter Sea Shepherd und die internationale Polizeibehörde Interpol, resultierte in rekordbrechenden Geld- und Haftstrafen für einige der schlimmsten Firmen und Einzelpersonen, die hinter den Wilderei-Aktionen stehen.

Sea Shepherd hat weiterhin die Bewegungen der verbleibenden illegalen Fischereischiffe über das Jahr überwacht und festgestellt, dass sich zwei der von Interpol gesuchten Schiffe, die VIKING und die KUNLUN (jetzt TAISHAN genannt), einer gerichtlichen Verfolgung entzogen haben. Diese beiden Schiffe werden folglich im Mittelpunkt der neuen Kampagne stehen.

Das Antarktisdorsch-Wildererschiff VIKING wurde im Mai in Malaysia festgesetzt, hat sich der Strafverfolgung aber entzogen. (Mit freundlicher Genehmigung von CCAMLR)   Das Antarktisdorsch-Wildererschiff KUNLUN (TAISHAN) entwischte im September den Behörden in Thailand. Foto: Giacomo Giorgi

„Dank des Erfolgs von ‘Operation Icefish’ hat Sea Shepherd den Weg im Kampf gegen die illegale Fischerei im Südpolarmeer und darüber hinaus weit vorangetrieben“, sagte Captain Hammarstedt, Vorsitzender von Sea Shepherd Australien. „Captain Chakravarty und die Crew der STEVE IRWIN kehren zurück, um die verbleibenden Antarktisdorsch-Wilderer mit einem umfangreichen Arsenal von Erfahrung und Wissen zu stellen, mit der Zuversicht, das Südpolarmeer erfolgreich und endgültig von den Antarktisdorsch-Wilderern zu befreien.“


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Mehr zur Kampagne
Operation Icefish


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