Grind1506. Juni 2015: Heute Morgen gegen 8:40 Uhr Ortszeit wurde eine große Grindwalschule im ersten Grindadráp (Grind) dieses Jahres abgeschlachtet. Das Massaker fand auf der Insel Vágar im Nordwesten der färöischen Inselgruppe statt.

Offizielle Zahlen wurden noch nicht veröffentlicht, doch Schätzungen des Grindvorstehers belaufen sich auf mindestens 150 Wale, die sich in der Schule befanden. Damit ist dieses Grind eines der blutigsten während der letzten zwei Jahre.

Die Tiere wurden nur zwei Wochen vor Ankunft der Sea Shepherd Crews – dem offiziellen Beginn der diesjährigen Grindwalschutzkampagne "Operation Sleppid Grindini" – abgeschlachtet.

patrolshipDas Martyrium der Grindwale begann gegen 4:00 Uhr Ortszeit, als das färöische Fischerei-Patrouillenschiff "Brimil" die große Schule südlich der Insel Vágar ausmachte. Während der folgenden vier Stunden trieben mindestens 25 Jagdboote die Schule bis zum Strand von Miðvágur vor sich her, wo das Grind schließlich stattfand.

Alex Cornelissen, Geschäftsführer von Sea Shepherd Global, sagte: “Die Strände der Färöer sind abermals mit dem Blut hunderter Grindwale getränkt. Wenn Sea Shepherd nicht vor Ort ist, um dieses Massaker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, wird es unvermindert weitergehen. Wir werden dafür sorgen, dass die Welt dieses Massaker im Meer nicht ignorieren kann.“

beachRosie Kunneke, Leiterin des Landteams, sagte: “Über vier aufreibende Stunden lang kämpften diese Tiere um ihr Leben. Sie wurden schikaniert, gequält und dann im Beisein ihrer Familienmitglieder brutal umgebracht. Das ist keine Tradition, sondern ein Blutbad.“
Seit hunderten von Jahren treiben die Färinger vorbeiziehende Grindwale vom offenen Meer in die seichten Gewässer der Küste und schlachten sie dort ab. Durch das Gemetzel, welches auf Färöisch 'Grindadráp' oder 'Grind' genannt wird, werden ganze Wal- und Delfinfamilien auf einen Schlag ausgelöscht.

"Operation Sleppid Grindini" ist Sea Shepherds sechste Kampagne auf den Färöern. Mit dem Einsatz der Sea Shepherd-Schiffe "Bob Barker", "Sam Simon" und "Brigitte Bardot" sowie der Unterstützung eines engagierten Landteams ist dies die stärkste Präsenz auf See, die die Organisation bislang dort gezeigt hat.

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