perlonFreitag, 15. Mai 2015

In einem weiteren verheerenden Schlag gegen die illegale Fischerei im Südpolarmeer wurde das Antarktisdorsch-Wildererschiff „Perlon“, das von australischen Zoll- und Grenzbehörden in der Nähe von Cocos (Keeling) Islands Ende April untersucht wurde, nun durch malaysische Behörden festgesetzt.

Es wird berichtet, dass 330 Tonnen illegal gefangenen Antarktisdorschs mit einem geschätzten Wert von 6,4 Millionen US-Dollar bei der Festsetzung des Schiffes beschlagnahmt wurden.

Die „Perlon“ ist eines von sechs illegalen, unregulierten, undokumentierten (IUU) Fischereischiffen, deren bekanntes Ziel der Fang von bedrohtem Antarktisdorsch aus dem Südpolarmeer ist. Diese Schiffe, die von Sea Shepherd die "Bandit 6" genannt werden, standen im Fokus der 11. Antarktisschutz-Kampagne von Sea Shepherd, der „Operation Icefish“, die im Dezember des vergangenen Jahres begann.

Von den sechs Schiffen, die das Ziel der „Operation Icefish“ waren, sind vier Schiffe nicht mehr in Betrieb. Ebenso wie die aktuelle Festsetzung der „Perlon“, wurden im März bereits zwei weitere Schiffe, die „Kunlun“ und die „Viking“, von Behörden in Südostasien festgesetzt. Am 6. April wurde das berüchtigtste dieser Schiffe, die „Thunder“, von ihrem eigenen Kapitän und seinen Offizieren in den Gewässern von Sao Tomé und Principe an der Westküste Afrikas selbst versenkt - nach einer viereinhalbmonatigen Verfolgung durch das Sea Shepherd Schiff „Bob Barker“. Der Kapitän, der leitende Ingenieur und der wachhabende Ingenieur der Thunder sind noch immer durch die Behörden in Sao Tomé und Principe inhaftiert, da die Ermittlungen noch laufen.

Peter Hammarstedt, der Kapitän der "Bob Barker", lobte die malaysischen Behörden für die Festsetzung der „Perlon“. „Operation Icefish hat zu einem bisher beispiellosen Maß an internationaler Aufmerksamkeit für illegale Fischerei geführt und sorgt so dafür, dass die Verbrechen gegen die unberührte Umwelt der Antarktis nicht länger unbeachtet bleiben. Wir loben die malaysischen Behörden für ihre Aktion gegen die ‚Perlon‘ - als einen weiteren Sieg für die Ozeane", sagte er.

Sea Shepherd ruft nun die Behörden auf, ihre Aufmerksamkeit den zwei "Bandit 6"-Schiffen zu widmen, die noch immer flüchtig sind, der „Songhua“ und der „Yongding“.

Captain Sid Chakravarty von der „Sam Simon“ sagte: „Mit den bereits vier von sechs festgesetzten Antarktisdorsch-Wildererschiffen haben wir nun die perfekte Gelegenheit, die Antarktisdorsch-Wilderei vollständig aus dem Südpolarmeer zu verbannen. Wir rufen die Behörden weltweit dazu auf, die Anstrengungen zu erhöhen, um sicherzustellen, dass diese Chance genutzt wird. Alle Aufmerksamkeit sollte der „Songhua“ und der „Yongding“ gelten, um dafür zu sorgen, dass ihre Aktionen unterbunden, die Schiffe festgesetzt und die Gewässer der Antarktis endlich von der Verwüstung durch die Antarktisdorsch-Wilderei ein für alle Mal befreit werden."

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