savedistanceHeute um 11.52 Uhr GMT (Greenwich Mean Time) sank das berüchtigte Wilderer-Schiff „Thunder“ bei den Koordinaten 0° 20' Nord und 5° 23' Ost innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Sao Tome.

Die Sea Shepherd-Schiffe „Bob Barker“ und „Sam Simon“ sind dabei, die komplette Crew von 40 Mann, inklusive Kapitän, Offiziere und die Deckcrew zu retten. Alle waren in der Lage, das Schiff zu verlassen und in Rettungsinseln zu steigen, bevor die „Thunder“ sank.

dramaticPeter Hammarstedt, Kapitän der „Bob Barker“, sagte: „Als mein Leitender Ingenieur in den Stunden vor dem Sinken an Bord der Thunder ging, konnte er klare Anzeichen bestätigen, dass das Schiff absichtlich versenkt wurde. Normalerweise schließt der Kapitän alle Luken, um das Schiff schwimmfähig zu halten, wenn dieses zu sinken droht. Bei der Thunder wurde genau das Gegenteil getan – alle Türen und Luken wurden festgebunden, sodass diese offenstanden, und die Fischladeräume wurden geöffnet. Es ist, gelinde gesagt, eine absolut verdächtige Situation.“

Sea Shepherd kann bestätigen, dass bis zu diesem Zeitpunkt keine Verletzten gemeldet wurden.

Die Crew der „Thunder“ wurde mit Lebensmitteln und Wasser versorgt und wird nun von der „Sam Simon“ aufgenommen. Deren Kapitän, Sid Chakravarty, sagte: „Auch die Sicherheit meiner eigenen Crew im Blick, treffen wir nun alle Vorkehrungen, um die Mannschaft der Thunder sicher von den Rettungsinseln bergen zu können.“

Die „Thunder“ ist eines der berüchtigten sechs Schiffe, die von Sea Shepherd die „Bandit 6“ genannt werden und dafür bekannt sind, illegale, unregulierte und undokumentierte (IUU) Fischerei zu betreiben und bedrohte Antarktisdorsche im Südpolarmeer zu fangen.

Die „Bob Barker“ war in einer viermonatigen, rekordbrechenden Verfolgung des Schiffes eingesetzt, die vom Südpolarmeer über den Indischen in den Atlantischen Ozean führte.

continuesAm 25. Dezember 2014 begann die „Sam Simon“ damit, die illegale Fischereiausrüstung, die von der „Thunder“ während der ersten Flucht vor der „Bob Barker“ zurückgelassen wurde, aus dem Meer zu entfernen. Innerhalb von drei Wochen würden über 72 km illegales Stellnetz eingeholt, in dem sich über 1400 Fische befanden, was ein Gesamtgewicht von 45.000 kg ausmachte. Die Fische wurden wieder ins Meer zurückgegeben.


Am 25. Februar 2015 überreichte die „Sam Simon“ die sichergestellte Fischereiausrüstung als Beweis für die illegalen Fischereiaktivitäten der „Thunder“ an die Behörden in Mauritius.

Im März wurden zwei weitere Schiffe der „Bandit 6“ – die „Viking“ und die „Kunlun“ – von Behörden in Südostasien festgehalten. Die Kapitäne beider Schiffe wurden wegen Straftaten in Sachen Fischerei festgenommen.

Die Wilderer-Schiffe sind das Ziel von Sea Shepherds 11. Südpolarmeer-Kampagne, Operation Icefish.


bowupliveboatcarrylastpicture


 


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen