8.news 150208 1 3 138 BB deck crew retrieve bouys after Thunder starts setting net 1000w Februar 2015

Das Sea Shepherd-Schiff Bob Barker hat einen weiteren Versuch der bei Interpol gelisteten Thunder
erfolgreich vereitelt. Das Wildererschiff fischte illegal in den Gewässern auf der Melville Bank im
südwestindischen Ozean. Der Vorfall ereignete sich heute gegen 2:40 Uhr australischer Ortszeit
(AEDT), als der Kapitän der Thunder die Bob Barker über Funk davon in Kenntnis setzte,
dass er beabsichtige, das Fischen wieder aufzunehmen.


Der Kapitän der Bob Barker, Peter Hammarstedt, antwortete auf den Funkspruch der Thunder, dass ihre Fischereiaktivitäten illegal seien und dass die Crew der Bob Barker diese verhindern und ihre illegalen Stellnetze abschneiden würden, sollte die Thunder versuchen, diese auszubringen.

Um 2:56 Uhr australischer Ortszeit brachte die Thunder ein Bojenset zur Markierung des Stellnetzanfangs aus. Anschließend entfernte sich das Schiff von den Bojen in Richtung Osten, um das Netz auszubringen. Captain Hammarstedt brachte die Bob Barker für das Einholen des Bojensets in Position. Die Crew der Bob Barker warf Enterhaken, um die illegale Fischereiausrüstung an Bord zu holen. Innerhalb von drei Minuten war das Bojenset gänzlich eingeholt und von der Führungsleine des illegalen Stellnetzes abgeschnitten.

news 150208 1 2 096 BB deck crew retrieve bouys after Thunder starts setting net 1000wAls die Bojen an Bord der Bob Barker waren, holte die Thunder ihr abgetrenntes Netz ein, schaltete die Scheinwerfer aus und ließ erkennen, dass sie ihre Wildereiaktivitäten abgebrochen hatte.

"Diese Stellnetze werden an beiden Enden mit einem Bojenset markiert, das die Position des Netzes zeigt und es an seiner Stelle hält. Durch das Einholen eines der Bojensets haben wir effektiv verhindert, dass sie das restliche Stellnetz ausbringen konnten und demzufolge den erneuten Wildereiversuch der Thunder beendet", so Captain Hammarstedt.

In dem Moment, als die Crew der Bob Barker das Bojenset einholte, funkte der Kapitän der Thunder, sie würden kommen und ihre Fischereiausrüstung holen, "entweder auf die leichte oder die harte Art. Ihr habt uns den Krieg erklärt."

Captain Hammarstedt antwortete auf den Funkspruch mit einer Einladung an das Wildererschiff, der Bob Barker nach Mauritius zu folgen. "Die von uns beschlagnahmte Ausrüstung wird als Beweis bei eurer Strafverfolgung dienen. Ihr seid herzlich eingeladen, mit uns nach Mauritius zu fahren, um es wiederzubekommen", so Captain Hammarstedt.

Daraufhin verfolgte die Thunder die Bob Barker ungefähr zwei Stunden lang, bevor sie anhielt. Die Bob Barker stoppte ebenso, und derzeit treiben beide Schiffe im Wasser.

Für das gesuchte Wildererschiff – die unter nigerianischer Flagge fahrende Thunder – wurde 2013 von Interpol aufgrund des Verdachtes illegaler Fischereiaktivitäten auf gemeinsamen Antrag von Neuseeland, Australien und Norwegen eine Lila-Notiz ausgestellt. Die Thunder ist wegen illegaler Fischerei auch in der Schwarzen Liste der Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) aufgeführt.

Interpol-Berichten zufolge ist die Thunder in den vergangenen zehn Jahren unter verschiedenen Namen und unter "Billigflaggen" gefahren, um der Entdeckung ihrer illegalen Fischereiaktivitäten zu entgehen. 2013 berichtete die australische Fischereibehörde, dass eine regionale Einsatztruppe das Einlaufen der Thunder in den Hafen Penang, Malaysia, und Bali verhinderte, nachdem sie versucht hatte, einen Millionen schweren illegalen Fang zu entladen. Die Thunder ist eins der Wildererschiffe, die Sea Shepherd "Bandit 6" nennt. Sie sind bekannt dafür, dass sie es auf Riesen-Antarktisdorsche und Schwarze Seehechte im Südpolarmeer abgesehen haben. Unsere laufende Kampagne Operation Icefish zielt auf die Verteidigung dieser Fische ab.

Operation Icefish, die im Dezember letzten Jahres begann, ist Sea Shepherds 11. Kampagne zum Schutz des Südpolarmeeres und die erste ihrer Art, die illegale, unregulierte und undokumentierte Antarktisdorschfischer in den Gewässern des Südpolarmeeres ins Visier nimmt.

Weitere Informationen findest du auf unserer Kampagnenseite: Operation Icefish



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