Umbauten an der „Sam Simon“ ermöglichen die gigantische Bergungsoperation02.01.2015
Innerhalb von zwei Stunden nach der erfolgreichen Bergung des 25 Kilometer langen illegalen Stellnetzes,
das von dem bei Interpol gelisteten Schiff „Thunder“ zurückgelassen wurde, meldet die „Sam Simon“,
dass sie ein zweites „Monster-Stellnetz“ aufgespürt hat.

Nur einige Meilen vom ersten Netz entfernt, wurde das zweite illegale Stellnetz am 29. Dezember 2014 bei den Koordinaten 62° 20’ Süd und 081° 18’ Ost innerhalb der Zone, die von der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) verwaltet wird, gefunden.
Mit Hilfe von Fotos war Sea Shepherd in der Lage zu beweisen, dass das neuste Stellnetz auch aus dem Bestand der unter nigerianischer Flagge fahrenden „Thunder“ kommt, die schon am 17. Dezember aus der Region geflohen ist.Die Crew der „Sam Simon“ hat mit der Bergungsoperation begonnen, um das illegale Stellnetz aus den antarktischen Gewässern zu entfernen. Der Kapitän der „Sam Simon“, Sid Chakravarty, sagte: „Mit den in Runde zwei nun ausgereifteren und effektiveren Methoden bin ich zuversichtlich, dass wir das gesamte Netz innerhalb von nur wenigen Tagen einholen werden. Danach werde ich weiterfahren, um die Banzare Bank nach weiteren von der ʹThunderʹ ausgelegten Netzen abzusuchen und zu befreien.“

Ausgehend von den ersten 24 Stunden der Bergungsoperation scheint es so, dass das „Monsternetz“ doppelt so groß wie das kurz vorher konfiszierte, 25 Kilometer lange Stellnetz ist.

Ein verwesender Antarktisdorsch, der aus dem "Monsternetz" gezogen wirdCaptain Chakravarty sagte: „In diesem ʹMonsternetzʹ haben sich unzählige Meeresbewohner verfangen und sind darin auf die würdeloseste Art und Weise, die man sich vorstellen kann, getötet worden. Wegen der vielen geborgenen Lebewesen, die sich in den unterschiedlichsten Stadien der Verwesung befinden, sehen meine Decks aus wie ein Schlachtfeld. Die große Zahl der von uns dokumentierten toten Tiere ist ein Beweis für die ausufernde Zerstörung, die von der ʹThunderʹ während ihrer 10 Jahre andauernden Plünderung des Südlichen Ozeans verursacht wurde.“

Sea Shepherd hat die entsprechenden Behörden, darunter Interpol, die CCAMLR, die australische Fischereibehörde und die australische Bundespolizei über die zweite Bergungsaktion in Kenntnis gesetzt. Die konfiszierte Ausrüstung wird als Sachbeweis für die illegalen Aktivitäten der „Thunder“ an die Behörden übergeben, um bei der Anklage gegen die „Thunder“ behilflich zu sein.

Die als Wilderei-Schiff bekannte „Thunder“ wurde nach einem gemeinschaftlichen Antrag norwegischer, neuseeländischer und australischer Behörden von Interpol mit einer Lila-Notiz belegt und wird von der CCAMLR als illegales, unreguliertes und undokumentiertes (IUU) Fischerei-Schiff gelistet.

Die Nutzung von Stellnetzen wurde von der CCAMLR schon 2004 verboten, und die Kommission hat ihre ausdrücklichen Bedenken bezüglich des negativen Einflusses dieser Fischereimethode auf das Ökosystem der Antarktis ausgedrückt.

Das Sea Shepherd-Schiff „Bob Barker“ verfolgt die Thunder seit 17 Tagen und befindet sich jetzt im Südindischen Ozean. Es begleitete die Wilderer am 29. Dezember aus der CCAMLR-Zone heraus. Seit dieser Zeit war die „Thunder“ nicht mehr in der Lage, illegale Fischerei zu betreiben.

Die Bergungsoperation läuft rund um die Uhr. Besatzungsmitglieder befreien einen verwesten Antarktisdorsch unter extremen Wetterbedingungen aus dem Netz.

Weitere Informationen findest du auf unserer Kampagnenseite:
Operation Icefish

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