Eine Bohrinsel ähnlich der, die 2010 explodierte Foto: Sea ShepherdObwohl Operation Toxic Gulf 2014 beendet und die Odyssey in ihren Hafen zurückgekehrt ist,
fängt die Arbeit zum Schutz des empfindlichen Golfs von Mexiko, der sich noch immer von der Katastrophe erholt, gerade erst an.

In diesem Sommer schloss sich die Sea Shepherd Conservation Society mit Ocean Alliance im zweiten Jahr in Folge zusammen, um die Langzeit-Umweltschäden, die durch die Deepwater Horizon Ölkatastrophe von 2010 verursacht wurden, zu erforschen – ebenso wie die Folgen des Einsatzes von giftigen Dispersionsmitteln, die man zum Abbau von Ölteppichen im Meer und damit in der Nahrungskette verteilt hat. Ocean Alliance untersucht seit 5 Jahren das Ökosystem im Golf und die vielen Spezies, die dort beheimatet sind. Sea Shepherd ist stolz darauf, die Fortsetzung dieser wichtigen Arbeit in den letzten zwei Jahren ermöglicht zu haben.

Die Ergebnisse von zwei Jahren Forschung werden jetzt nicht nur dazu dienen, den derzeitigen Gesundheitszustand und den Zustand des Gleichgewichts des Ökosystems im Golf von Mexiko zu bestimmen, sondern auch Möglichkeiten zu finden, die Erholung des Golfes zu unterstützen.

Obwohl die Forschungsarbeit bei Operation Toxic Gulf 2014 breit gefächert ist, zielen die Forschungen in dieser Kampagne vorrangig auf Pottwale ab, da diese Spitzenprädatoren als Indikator für den Zustand der ganzen Nahrungskette gelten. Mit ungefährlichen Forschungsmethoden führt man unter anderem Biopsien durch, bei denen kleine Hautproben entnommen werden, die auf Giftrückstände im Gewebe der Wale untersucht werden. Bisher wurden 63 Biopsien durchgeführt!

Es wurden Proben entnommen, um das Gewebe der Wale auf Giftrückstände zu untersuchen Foto: Sea ShepherdDiese Tests schaden den Walen nicht – durch sie lässt sich nicht nur ihr Gesundheitszustand und der von anderen Meeresbewohnern im Golf feststellen, sondern sie beweisen auch, dass eine effiziente, nicht-tödliche Walforschung möglich ist.

Auf ihrer Reise durch den Golf trafen Sea Shepherd und Ocean Alliance auf viele verschiedene Meeresbewohner, die es zu schützen gilt, wie etwa Schlankdelfine und Atlantische Große Tümmler. Sie hatten sogar das Glück, einen Brydewal zu sehen. Im ganzen Golf von Mexiko gibt es schätzungsweise nur 30 Tiere dieser Walart.

Eine sieben Mann starke Crew legte mit der Odyssey am Ende der letzten Phase von Operation Toxic Gulf 2014 im Hafen an, aber viele weitere Crewmitglieder waren im Verlaufe der Kampagne mit dabei. Sea Shepherd möchte hiermit allen danken, die zu Ocean Alliance und uns gestoßen sind, und uns bei diesem wegweisenden Einsatz für den Schutz der Wale und ihrer Heimat – den Golf von Mexiko – unterstützt haben. Die Crew erhielt auch enorme Hilfe von den Anrainerstaaten und bekam Spenden und Lebensmittel, als sie in Pensacola anlegte. Darüber hinaus erhielten wir Online-Spenden von unseren großartigen Unterstützern überall auf der Welt. Danke allen, die diese wichtige Kampagne unterstützt haben. Natürlich danken wir auch Ocean Alliance für ihren unermüdlichen Einsatz, um dieses gefährdete Ökosystem an der Seite Sea Shepherds zu schützen.

Unsere Operation Toxic Gulf Webseite stellt ausführliche Informationen über die bei Operation Toxic Gulf 2014 abgeschlossene Forschungsarbeit bereit, ebenso wie Fotos und Videos von der Kampagne.

Die Forschung in dieser Kampagne zielt vorrangig auf Pottwale ab Foto: Sea Shepherd


Mehr dazu auf der Kampagnenseite

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