Sea Shepherd-Freiwillige des Landteam werden in einem Polizeiauto festgehalten. Foto: Sea ShepherdDänemark, Antiwalfang-Mitgliedsstaat der Europäischen Union, zeigt beim Abschlachten der Wale volle Unterstützung.

Vierzehn freiwillige Sea Shepherd-Crewmitglieder der Kampagne Operation Grindstop 2014 zum Schutz der Grindwale wurden heute auf der färöischen Insel Sandoy verhaftet. Sie hatten sich ins Wasser begeben und sich direkt zwischen einer Schule von 33 Walen und deren Killern positioniert, um die Grindwale vor dem brutalen Massenabschlachten, als Grindadràp oder Grind bekannt, zu schützen.
++ Eilmeldung++
Alle 14 Sea Shepherd-Crewmitglieder sind freigelassen worden. Die sechs Freiwilligen des Landteams müssen morgen wieder vor Gericht erscheinen. Die acht Freiwilligen der Bootcrew wurden angewiesen, am 25. September erneut vor Gericht zu erscheinen. Der Grund dafür ist, dass es der Polizei erlaubt, die drei Sea Shepherd-Boote bis Ende September festzuhalten, da diese nun als „Beweismittel“ gelten.
Ein Bericht folgt in Kürze.


Obwohl es als Mitgliedsstaat der Europäischen Union an die Gesetze, welche das Walschlachten verbieten, gebunden ist, hat Dänemark ganz offen seine Unterstützung für – und darüber hinaus seine direkte Zusammenarbeit in Bezug auf – die Walfänger demonstriert, indem die dänische Marine entsendet wurde, um dieses archaische Massenabschlachten von Walen auf den Färöern zusammen mit der färöischen Polizei durchzusetzen.

Sea Shepherd war auf der Stelle mit seinen Teams an Land und auf den Schnellbooten am Ort des Geschehens. Dennoch hat man die Grindwalschule mit Booten in sehr engem Abstand an die Küste getrieben, und es blieb wenig Zeit, das Gemetzel zu verhindern.

Sea Shepherd hat die Verhaftung von 6 Mitgliedern des Landteams sowie von 8 Crewmitgliedern der Schnellboote bestätigt. Darüber hinaus wurden alle drei Sea Shepherd-Schnellboote - Loki, die Mike Galesi und die B.S. Sheen (gesponsert von Schauspieler Charlie Sheen) – von der dänischen Marine beschlagnahmt.

Unter den verhafteten Sea Shepherd-Freiwilligen befand sich Sergio Toribio aus Spanien, auf den letztes Wochenende auf den Färöern ein gewaltsamer Angriff verübt wurde. Dabei wurde Sergio aus einem Auto gezogen, in dem er und ein weiterer Sea Shepherd-Freiwilliger nach Grindwalen Ausschau hielten. Ihm wurde wiederholt ins Gesicht geschlagen und ein Finger gebrochen. Sergio ertrug dies in bewundernswerter Weise, indem er nur sein Gesicht bedeckte und nicht mit Gegengewalt reagierte.

Mitglieder der Sea Shepherd-Bootscrew werden verhaftet und mit einem Helikopter der dänischen Marine abtransportiert. Foto: Sea Shepherd„Die färöischen Walfänger haben heute eine ganze Schule von 33 Grindwalen abgeschlachtet – und so mehrere Generationen aus dem Meer getötet – und Dänemark ist bei dem Mord Komplize“, sagte der Schauspieler Charlie Sheen. „Ich bin stolz darauf, dass ein Schnellboot mit meinem Namen dort war und alles getan hat, um diese Gräueltat zu verhindern.“

Sheen fügte hinzu: „Man hat das 12 Meter lange Zodiac-Schlauchboot 'BS SHEEN', welches ich für Captain Watsons unermüdliche und mutige Einsätze gespendet habe, einfach beschlagnahmt. Auf solch einen Fall von heimtückischer und teuflischer Korruption muss schnell und konsequent reagiert werden.“

„Ich bin sehr stolz auf die Freiwilligen von Sea Shepherd. Seit 85 Tagen haben sie Tag und Nacht patrouilliert, um die Wale und Delfine in den Gewässern der Färöer zu schützen. Dänemark hat in der Europäischen Union nichts verloren, da diese sich gegen die Waljagd ausspricht, wenn es selbst die Waljagd billigt und diese Killer von der dänischen Marine schützen lässt“, sagte Sea Shepherd Gründer Paul Watson.

Es folgt ein Auszug aus dem Kommentar von Captain Paul Watson mit dem Titel „Gemetzel und Hass in Sandoy – 33 Wale sterben qualvoll, 14 Sea Shepherd-Freiwillige werden von der färöischen Polizei und der dänischen Marine verhaftet.“

„…Nun, da das Gemetzel stattgefunden hat, können wir berichten, dass Sea Shepherd innerhalb der letzten 85 Tage mit seinen Schnellbooten drei Walschulen von der Insel weggetrieben hat, bevor die Killer sie ausmachen konnten. Leider ist es sehr schwierig, 18 Inseln abzudecken, aber ich bin stolz auf darauf, dass unsere Freiwilligen jene Wale schützen konnten und tapfer versucht haben, diese 33 Tiere zu retten.

Die Ereignisse haben auch eine positive Seite, denn nun haben wir Beweise für die Beteiligung der dänischen Regierung. Sea Shepherd wird unter Vorlage dieser Beweise im Europäischen Parlament fordern, dass gegen Dänemark Maßnahmen ergriffen werden, da es am illegalen Abschlachten von Walen beteiligt ist. Kein Mitgliedsland der Europäischen Union darf die Waljagd dulden. Die Färöer sind kein Mitglied der EU und trotzdem werden sie von der EU über Dänemark stark subventioniert. Die Färöer mögen ausgenommen sein, das gilt aber für Dänemark nicht, und nun haben wir die Beweise, dass Grindwalblut von den Händen der dänischen Marine und dänischen Polizei tropft. Was faul auf den Färöer Inseln ist, ist sehr faul im Staate Dänemark.“

Mitglieder der Sea Shepherd-Bootscrew werden verhaftet und mit einem Helikopter der dänischen Marine abtransportiert. Foto: Sea ShepherdAufruf: Sea Shepherd möchte hiermit alle Unterstützer dazu auffordern, sich gegen dieses furchtbare Abschlachten auszusprechen. Bitte wendet Euch an die dänische Regierung und bittet sie, das schreckliche, archaische Grind zu beenden und die Sea Shepherd-Freiwilligen aus der Haft zu entlassen.

In Deutschland wendet Euch bitte an:

Kongelig Dansk Ambassade / Königlich Dänische Botschaft
Rauchstraße 1
D-10787 Berlin
Telefon: 030-50 50 20 00
Telefax: 030-50 50 20 50
Per Poulsen-Hansen, Ambassadør / Botschafter
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier die Liste aller Vertretungen in Deutschland:

Ihr könnt euch auch direkt telefonisch beim dänischen Außenminister beschweren unter 011 45 33 92 0000
oder eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.

Wenn Ihr Euch direkt an die Färöer wenden wollt, könnt Ihr das über folgende Adresse tun:

Premierminister Kaj Leo Johannessen
Premierminister der Färöer Inseln
Foeroya Landsstyri Box 64, FR – 110
Torshavn Faroe Islands
Tel: +298 351010
Fax: +298 351015
email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sea Shepherd braucht für die letzten Monate der Kampagne noch weitere Freiwillige für die Verstärkung des Teams auf den Färöern. Bewerbungen werden bis zum 10. September 17 Uhr EST (11 Uhr MESZ) angenommen. Bei Interesse füllt das Bewerbungsformular unter folgendem Link aus und schickt es ab: Grindstop 2014 On-Shore Crew Application.

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