Entsorgte Überreste von der WalschlachtungDas Sea Shepherd Drohnen-Team machte Bildaufnahmen, als das Fleisch dieser seltenen Walart hemmungslos entsorgt wurde; der Beweis, dass die Walfänger die Wale nicht wegen ihres Fleisches töten.

Unmittelbar nach der gestrigen, furchtbaren Abschlachtung von fünf sehr seltenen Nördlichen Entenwalen, die an den Färöern gestrandet waren, entdeckte die Sea Shepherd Conservation Society, dass ein großer Teil des Walfleisches, das angeblich von den Walfängern verzehrt wird, heute ohne ersichtlichen Grund im Meer entsorgt wurde.

Als Sea Shepherd Volontäre an Land erfuhren, dass Walfleisch von einer abgelegenen Klippe ins Meer geworfen wurde, schickte man eine Drohne, um Bilder und Filmmaterial von den Überresten zu erstellen, welche einst lebende fühlende Wale waren, und nun nichts weiter sind als ein paar Fleischstücke, die auf dem Meer schwimmen. Auf dem Wasser war zwischen dem quadratisch zugeschnittenem Blubber eine große, abgetrennte Walrückenflosse zu sehen. Während das Team die Geschehnisse aufnahm, erschien ein Färinger und warf noch mehr Walfleisch die Klippe herunter. Die anderen herbeikommenden Färinger machten sofort kehrt und verschwanden, weil sie nicht riskieren wollten, beim Entsorgen des Walfleisches von Sea Shepherd fotografiert zu werden.

“Schätzungsweise gibt es nur noch 10.000 Nördliche Entenwale im Meer. Für fünf von ihnen war es schon fatal genug zu stranden, aber sie hatten noch das Pech, an den grausamen Inseln zu stranden – wo man sie – anstatt irgendeinen Versuch zu machen, sie zu retten – schnell geschlachtet, zerlegt und dann ihr Fleisch einfach wie Müll entsorgt hat“, sagte Sea Shepherd Gründer Captain Paul Watson.

“Wieder einmal haben die Walkiller bewiesen, dass sie überhaupt keine Achtung vor den Leben dieser majestätischen Lebewesen haben. Wenn sie das Walfleisch zum Überleben brauchen würden, wie sie immer behaupten, wenn sie das Massenabschlachten – das Grind – verteidigen, hätten sie das Walfleisch nicht im Meer entsorgt“, fügte Captain Paul Watson hinzu.

Fischer hatten die fünf Entenwale, welche bei Hvalba auf der färöischen Insel Suduroy gestrandet waren, am frühen Donnerstagmorgen entdeckt. Anstatt zu versuchen, sie zu retten, kamen messerschwingende färöische Walkiller, die die wehrlosen, gestrandeten Tiere sofort schlachteten und zerlegten. Obwohl man verhinderte, dass Sea Shepherd Volontäre die Szene betraten, waren diese in der Lage die Abschlachtung und den Abtransport des Walfleisches zu filmen. Berichten zufolge waren die Wale noch am Leben, als man sie fand, weil die Walfänger das Rückgrat der Tiere durchtrennten, bevor man sie zum Zerlegen wegbrachte. Mit der gleichen Methode werden bei der färöischen Grindwaljagd die Grindwale und andere Walarten getötet.

Laut färöischem Gesetz dürfen gestrandete Entenwale nur dann getötet werden, wenn man sie nicht retten und wieder ins Meer bringen kann. Sea Shepherd berät sich gerade mit einem Rechtsanwalt und der Polizei um zu ermitteln, ob die Walfänger gegen dieses Gesetz verstoßen haben. Es ist nicht klar, ob die Wale hätten gerettet werden können, aber man hat es ja erst gar nicht versucht.

Sea Shepherd verurteilt diese ruchlose Verschwendung von Leben und das „Grindadràp“ Massenabschlachten von Grindwalen und Delfinen aufs Schärfste und fordert die Färöer dazu auf, dieses veraltete und grausame Massaker an Walen zu beenden.

Sea Shepherd ist in seinem Widerstand gegen das Abschlachten von Walen auf den Färöern seit den 1980ern führend, und auch heute ist unser Ziel noch dasselbe: das archaische Grind ganz zu beenden. Operation GrindStop 2014 wurde im Juni begonnen und ist bisher Sea Shepherds größte Kampagne auf den Färöern. An der internationalen Kampagne an Land und auf See nehmen hunderte von Freiwilligen vier Monate lang teil, um Grind- und andere Kleinwale vor dem brutalen und archaischen Massenabschlachten, Grindadràp oder Grind genannt, zu schützen. Solange Sea Shepherd auf den Inseln patrouilliert, hat bis dato noch kein Grind stattgefunden. Sollte es irgendwann im Laufe der Kampagne zu einem Grind kommen, sind die Sea Shepherd Freiwilligen gewappnet einzugreifen, um unsere Klienten zu retten.



Eine abgetrennte Rückenflosse schwimmt im Wasser

Alles, was von den Entenwalen übrigblieb

Die Walkiller zeigen keine Achtung vor dem Leben und entsorgen das Walfleisch

Walfleischstücke treiben im Meer vor den Färöern


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