sscs logo jolly roger kleinAn der Frontlinie des Meeresschutzes durch direkte Aktionen

DIE GESCHICHTE VON SEA SHEPHERD

Die Sea Shepherd Conservation Society wurde 1977 von Captain Paul Watson, einem weltbekannten Vorkämpfer in Umweltfragen
und Mitbegründer von Greenpeace, gegründet. Ziel der Organisation ist es, Direkte Aktionen gegen illegal operierende Personen
durchzuführen, welche die Artenvielfalt der Weltmeere zerstören. Hier die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2015


Januar: Sea Shepherd beginnt mit Bergung eines zweiten „Monsternetzes“
Innerhalb von zwei Stunden nach der erfolgreichen Bergung des 25 Kilometer langen illegalen Stellnetzes, das von dem bei Interpol gelisteten Schiff „Thunder“ zurückgelassen wurde, meldet die „Sam Simon“, dass sie ein zweites „Monster-Stellnetz“ aufgespürt hat. Nur einige Meilen vom ersten Netz entfernt, wurde das zweite illegale Stellnetz am 29. Dezember 2014 bei den Koordinaten 62° 20’ Süd und 081° 18’ Ost innerhalb der Zone, die von der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) verwaltet wird, gefunden.

Januar: Sea Shepherd antwortet auf Japans nicht-tödliches Walfangprogramm
Heute gab das Institut für Walforschung (ICR) bekannt, dass die japanische Walfang-Flotte am 8. Januar 2015 Japan verlassen wird, um nicht-tödliche Forschungsarbeit an der antarktischen Walpopulation durchzuführen.  Als Antwort auf diese Ankündigung erwiderte Captain Peter Hammarstedt:  „Das absurde, nicht-tödliche Forschungsprogamm der japanischen Regierung muss im Kontext einer größeren, kriminellen Verschwörung gesehen werden. Die japanische Regierung hat bereits verkündet, die Tötung von Walen in der Saison 2015/2016 wieder aufzunehmen, trotz der Verurteilung durch den Internationalen Gerichtshof,
dem höchsten Gericht der Welt.

Januar: Rückblick nach einem Jahr: Gefangennahme von Albino-Kalb „Shoujo"
Die Sea Shepherd Cove Guardians dokumentierten die brutale Gefangennahme von „Shoujo“ und das schreckliche Abschlachten ihrer Familie und lösten mit ihren Aufnahmen einen Sturm der Entrüstung in den internationalen Medien aus.  Der Jahrestag der beispiellosen Gefangennahme von mehr als 250 Großen Tümmlern und einem seltenen Albino-Delfinkalb in Taiji nähert sich, und so blickt Sea Shepherd auf das schreckliche Ereignis zurück, welches das jährliche Fangen und Abschlachten von Delfinen und Kleinwalen in der Killerbucht in den Fokus der Medien, der Politik und der Öffentlichkeit gerückt hat.

Januar: Urteil im Fall Jairo Mora: Mörder freigesprochen
Sea Shepherd bedauert die Entscheidung des Strafgerichthofes von Limón, das gestern sieben Männer freisprach, die des Mordes an dem Umweltaktivisten  Jairo Mora Sandoval beschuldigt waren.  Jairo Mora, ein 26-jähriger Aktivist aus Costa Rica, engagierte sich für den Schutz von Meeresschildkröten und wurde von Wilderern am 31. Mai 2013 im costa-ricanischen Moin (Provinz Limón) brutal ermordet. Das Urteil des Strafgerichtshofes von Limón bestürzt unsere Organisation, da der Mord an einem jungen Mann, der sein Leben dem Schutz des marinen Lebens widmete, nicht unbestraft bleiben sollte.

Februar: Sea Shepherd beendet Wildereiaktivitäten und konfisziert illegale Fischereiausrüstung
news 150208 1 2 096 BB deck crew retrieve bouys after Thunder starts setting net 1000wDas Sea Shepherd-Schiff Bob Barker hat einen weiteren Versuch der bei Interpol gelisteten Thunder erfolgreich vereitelt. Das Wildererschiff fischte illegal in den Gewässern auf der Melville Bank im südwestindischen Ozean. Der Vorfall ereignete sich heute gegen 2:40 Uhr australischer Ortszeit (AEDT), als der Kapitän der Thunder die Bob Barker über Funk davon in Kenntnis setzte, dass er beabsichtige, das Fischen wieder aufzunehmen. Der Kapitän der Bob Barker, Peter Hammarstedt, antwortete auf den Funkspruch der Thunder, dass ihre Fischereiaktivitäten illegal seien und dass die Crew der Bob Barker diese verhindern und ihre illegalen Stellnetze abschneiden würden, sollte die Thunder versuchen, diese auszubringen.

Februar: Sea Shepherd übergibt Behörden Beweismaterial für illegale Fischereiaktivitäten
Gestern übergab das Sea Shepherd Schiff „Sam Simon“ den Behörden in Port Louis, Mauritius, Beweismaterial für die illegalen Fischereiaktivitäten des unter nigerianischer Flagge fahrenden Wildererschiffes „Thunder“.  Die „Thunder“ ist das wohl berüchtigtste Schiff von den sechs verbleibenden Wildererschiffen, die es auf Antarktisdorsch abgesehen haben und bekannt dafür sind, immer noch zwecks illegaler, unregulierter und unangemeldeter (IUU) Fischerei im Südpolarmeer unterwegs zu sein. Im Dezember versah Interpol auf gemeinsamen Antrag von neuseeländischen, australischen und norwegischen Behörden die "Thunder" aufgrund des Verdachtes illegaler Fischereiaktivitäten mit einer Lila-Notiz.

März: Sieg vor Gericht für Sea Shepherd und den Blauflossenthunfisch
Am 17. Juni 2010 unterbrach Sea Shepherds Operation Blue Rage eine illegale Fischereiaktion vor der Küste Libyens, die den Blauflossenthunfisch im Visier hatte - zwei Tage nach Ende der Fangsaison. Wir untersuchten den Fang und fanden hunderte von Blauflossenthunfischen mit zu geringer Größe. Heute ist der Fall nun entschieden. Der Oberste Gerichtshof hat sein Urteil gesprochen. Die Sea Shepherd Conservation Society hat gewonnen, „Fish and Fish“ verloren, und muss nun Sea Shepherds Gerichts- und Anwaltskosten tragen, die sich auf etwa 250.000 US-Dollar belaufen. Darüber hinaus erhält Sea Shepherd die Kaution in Höhe von ungefähr 800.000 US-Dollar zurück. Das ist ein endgültiges rechtskräftiges Urteil. Es sind keine weiteren Rechtsmittel möglich. Es war ein langer und mühsamer Prozess, aber wir haben gewonnen. Dies ist ein großer Sieg für den Blauflossenthunfisch und gegen die Wilderer, die den Bestand ihrer Populationen dezimieren.

März: Sea Shepherd gedenkt Sam Simon, 1955 - 2015
Wir alle bei Sea Shepherd sind tief betrübt wegen des Verlustes eines wunderbaren Menschen: Sam Simon. Sam war ein treuer Freund von Sea Shepherd und allerorts ein Held für Tiere, ein preisgekrönter Fernsehdirektor und der Miterfinder der „Simpsons“. Er starb am 8 März 2015 im Alter von 59 Jahren, nachdem er tapfer gegen den Krebs gekämpft hatte.

März: Sea Shepherd kündigt Operation Saimaa Seal an
xnews 150311 1 10 SSFinland Op SS Logo transparent 200x200.png.pagespeed.ic.IvQVxQ 2t5Sea Shepherd Global kündigt Operation Saimaa Seal an – eine Kampagne zum Schutz der Saimaa-Ringelrobbe aus dem Saimaa-See in Finnland. Sie gilt weltweit als die am meisten gefährdete Robbenart und ist somit eins der meist bedrohten Säugetiere der Welt.  Die Saimaa-Ringelrobbe steht kurz vor dem Aussterben. Experten sagen voraus, dass die Spezies in nur wenigen Jahrzehnten komplett ausgerottet sein wird. Aktuelle Schätzungen lassen vermuten, dass nur noch 310 Tiere vorhanden sind. Eine der größten Bedrohungen für die vom Aussterben bedrohte Robbe sind die illegalen Fischnetze und Fischfallen.

März: Zweites Wildererschiff Viking in Malaysia festgesetzt
Der illegalen Fischerei im Südpolarmeer wurde ein weiterer harter Schlag versetzt: Das unter nigerianischer Flagge fahrende Wildererschiff "Viking" wurde in Malaysia festgesetzt. Wegen Verstößen gegen malaysisches Seerecht festgehalten, haben malaysische Behörden angekündigt, dass gegen die "Viking" auch wegen vermuteter illegaler, unregulierter und undokumentierter Fischerei (IUU-Fischerei) ermittelt wird.  Das Schiff wurde mit 18 Mann Besatzung festgesetzt. Dabei handelt es sich um einen Chilenen, zwei Peruaner und 15 indonesische Staatsbürger. Der Kapitän des Schiffes, dessen Nationalität unbekannt ist, wurde verhaftet.

April: Wilderer-Schiff Thunder sinkt unter verdächtigen Umständen
Um 11.52 Uhr GMT (Greenwich Mean Time) sank das berüchtigte Wilderer-Schiff „Thunder“ bei den Koordinaten 0° 20' Nord und 5° 23' Ost innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Sao Tome.  Die Sea Shepherd-Schiffe „Bob Barker“ und „Sam Simon“ sind dabei, die komplette Crew von 40 Mann, inklusive Kapitän, Offiziere und die Deckcrew zu retten. Alle waren in der Lage, das Schiff zu verlassen und in Rettungsinseln zu steigen, bevor die „Thunder“ sank.

April: Sea Shepherd UK startet zweite Robbenschutzkampagne
seallogoSea Shepherd UK hat eine Crew zum Schutz der Robben nach Gamrie Bay (Banffshire) für die erste Phase unserer Kampagne 2015 entsendet. Sie soll verhindern, dass Schottlands berühmte Robben illegal durch Netzfischerei an der Küste, durch Fischfarmbetreiber oder irgendjemand anderen getötet werden.  2014 hatten Beschäftigte des Lachsfangbetriebes USAN Fisheries Ltd. (auch bekannt als Scottish Wild Salmon Company) Netze an beiden Seiten der Gamrie Bay angebracht und eine Robbe erschossen, bevor wir dort eintrafen und verhinderten, dass im weiteren Verlauf des Jahres Robben getötet wurden. Deshalb findet der diesjährige Einsatz einer Crew zum Schutz der Robben und eines schnellen Schlauchbootes im Hafen von Gardenstown zeitgleich mit dem Beginn der Fangsaison für Wildlachse statt.

April: Sea Shepherd beendet Südpolarmeer-Kampagne Operation Icefish
10. April 2015: Heute lief das Sea Shepherd-Schiff „Bob Barker“ in Tema, Ghana, ein und beendete Sea Shepherds 11. Südpolarmeer-Kampagne Operation Icefish.
Die Kampagne zog weltweite Aufmerksamkeit auf das Thema der Wilderei von Riesen-Antarktisdorschen und Schwarzen Seehechten auf sich und führte zu einem beispiellosen Maß an internationaler Zusammenarbeit im Kampf gegen die illegale Fischerei auf den Weltmeeren.

April: Sea Shepherd gibt Operation Milagro zum Schutz des bedrohten Golftümmlers bekannt
milagroKurz nach der Bekanntgabe durch Präsident Enrique Peña Nieto, dass die mexikanische Regierung den Kalifornischen Schweinswal (auch Golftümmler oder Vaquita genannt) unter strengen Schutz stellt, berichtet Sea Shepherd, dass sie die Notlage dieser bedrohten Schweinswale im Meeresschutzgebiet vom Golf von Kalifornien dokumentiert. Sea Shepherd erklärt, dass sie seit mehr als einem Monat eine Crew im Golf von Kalifornien für die Operation Milagro stationiert hat - einer Kampagne, die dem vom Aussterben bedrohten Kalifornischen Schweinswal gewidmet ist. Da Schätzungen von nur noch 97 verbliebenen Schweinswalen ausgehen, ist es höchste Zeit, diese gefährdeten Meeressäuger vor dem Aussterben zu bewahren.

April: Sea Shepherd kündigt Operation Jairo zum Schutz der Meeresschildkröten an
Sea Shepherd Conservation Society (Sea Shepherd) kündigt die Kampagne zum Schutz von Meeresschildkröten - Operation Jairo - an, die diesen Sommer in drei besonders kritischen Regionen stattfindet, in denen nistende Schildkröten und ihre geschlüpften Jungen gefährdet sind: im Südosten Floridas, in Honduras und Costa Rica. Während der letzten Saison engagierte sich Sea Shepherd bei Kampagnen in Costa Rica, Honduras und Kap Verde für den Schutz von Meeresschildkröten, wo fast 10.000 Tiere ins Meer geleitet wurden. Ihnen allen konnte so zu einem sicheren Start ins Leben verholfen werden. Zu den Gebieten, die von Sea Shepherd Freiwilligen in der kommenden Saison patrouilliert werden, gehört auch Moin Beach in der costa-ricanischen Provinz Limón, wo der junge Meeresschildkröten-Schützer Jairo Mora Sandoval auf tragische Weise ermordet wurde.

Mai: Sea Shepherd Global kündigt diesjährige Färöer-Walschutzkampagne Operation Sleppid Grindini an
grindinilogoSea Shepherd Global kündigt seine Kampagne für das Jahr 2015 zum Schutz der Grindwale auf den Färöern an:  Operation Sleppid Grindini. Vom 14. Juni bis einschließlich Oktober werden Crewmitglieder aus der ganzen Welt wieder auf die zu Dänemark gehörenden Färöer zurückkehren, um das andauernde Abschlachten von Grindwalen und anderen Kleinwalen in dieser Region zu stoppen. Die Kampagne kennzeichnet den Beginn von Sea Shepherds steigernder Präsenz im Nordatlantik, wo die Organisation seine Erfolge im Südpolarmeer dazu nutzen wird, um das andauernde, unnötige Abschlachten von Walen zu bekämpfen. Jahrhundertelang haben Walfänger auf den Färöern vorbeiziehende Grindwale vom Meer in seichtes Wasser getrieben und abgeschlachtet. Das Abschlachten, bei den Färingern auch als “Grindadráp” oder “Grind” bekannt, ist eine brutale und blutige Tradition, die gesamte Familienverbände von Walen oder Delfinen mit einem Schlag auslöscht.

Mai: Wildererschiff „Perlon“ durch malaysische Behörden festgesetzt
In einem weiteren verheerenden Schlag gegen die illegale Fischerei im Südpolarmeer wurde das Antarktisdorsch-Wildererschiff „Perlon“, das von australischen Zoll- und Grenzbehörden in der Nähe von Cocos (Keeling) Islands Ende April untersucht wurde, nun durch malaysische Behörden festgesetzt.  Es wird berichtet, dass 330 Tonnen illegal gefangenen Antarktisdorschs mit einem geschätzten Wert von 6,4 Millionen US-Dollar bei der Festsetzung des Schiffes beschlagnahmt wurden. Die „Perlon“ ist eines von sechs illegalen, unregulierten, undokumentierten (IUU) Fischereischiffen, deren bekanntes Ziel der Fang von bedrohtem Antarktisdorsch aus dem Südpolarmeer ist. Diese Schiffe, die von Sea Shepherd die "Bandit 6" genannt werden, standen im Fokus der 11. Antarktisschutz-Kampagne von Sea Shepherd, der „Operation Icefish“, die im Dezember des vergangenen Jahres begann.

Mai: Sea Shepherd Global startet Operation Siracusa 2015 mit unmittelbarem Erfolg
Illegale Fischerei-Aktivitäten durch Wilderer in der "A-Zone" verhindert. Nach der unglaublich erfolgreichen Kampagne im Jahr 2014 gibt Sea Shepherd Global die diesjährige "Operation Siracusa 2015" bekannt. Geleitet wird die Kampagne von Sea Shepherd Italien und hat das Ziel, das sensible Ökosystem des Plemmirio Meeresschutzgebiets an der Ostküste von Syrakus in Sizilien vor illegaler Fischerei zu schützen.  Schon jetzt kann man die Wirkung der diesjährigen Kampagne spüren. Am Freitag, den 22. Mai, dem ersten Patrouillentag 2015, trafen die Freiwilligen von Sea Shepherd auf ein Schiff, das sie der illegalen Fischerei verdächtigten. Das Schiff wurde in der Nacht entdeckt, mit zwei Tauchern in direkter Nähe im Wasser, am Rande der "A-Zone" – dem am strengsten geschützten Gebiet im Reservat.

Juni: Große Grindwalschule auf den Färöern brutal abgeschlachtet
6. Juni 2015: Heute Morgen gegen 8:40 Uhr Ortszeit wurde eine große Grindwalschule im ersten Grindadráp (Grind) dieses Jahres abgeschlachtet. Das Massaker fand auf der Insel Vágar im Nordwesten der färöischen Inselgruppe statt. Offizielle Zahlen wurden noch nicht veröffentlicht, doch Schätzungen des Grindvorstehers belaufen sich auf mindestens 150 Wale, die sich in der Schule befanden. Damit ist dieses Grind eines der blutigsten während der letzten zwei Jahre. Die Tiere wurden nur zwei Wochen vor Ankunft der Sea Shepherd Crews – dem offiziellen Beginn der diesjährigen Grindwalschutzkampagne "Operation Sleppid Grindini" – abgeschlachtet.

Juni: Sea Shepherd eilt den Möwen von Lorient zu Hilfe
gwelan rescueZum zweiten Mal beteiligt sich Sea Shepherd im Zentrum zum Schutz der Waldfauna „Volée de Piafs“ an der Mobilisierung eines Teams von Freiwilligen, um sowohl den Möwenküken als auch den verwundeten erwachsenen Tieren in ihrer Nistphase von Juni bis September zu helfen. Die Städte stellen eine unerschöpfliche Nahrungsquelle für diese Meeresvögel dar, für die es immer schwieriger wird, Nahrung im Meer zu finden. Die erwachsenen Tiere nisten daher meistens in solchen Gebäuden, als im Fischerei- und Handelshafen von Lorient. Hunderte von Jungtieren schlüpfen an diesen betonierten, feindlichen und gefährlichen Orten und ein großer Teil von ihnen wird niemals das Erwachsenenalter erreichen.

Juni: Sea Shepherd unterstützt Wissenschaftler bei der Untersuchung von Mikroplastik in Finnwalen
Im Rahmen von Operation Milagro, einer Sea Shepherd-Kampagne zum Schutz des Kalifornischen Schweinswals im Golf von Kalifornien, unterstützen Sea Shepherd-Freiwillige an Bord des Forschungsschiffs Martin Sheen ein Team von Wissenschaftlern der Autonomen Universität in La Paz, Mexiko, bei der Untersuchung und Dokumentation einer wachsenden Bedrohung für eine weitere gefährdete Walart – den Finnwal.

Juni: Sea Shepherd-Schiff "Sam Simon" verlässt Bremen Richtung Färöer
Das Sea Shepherd-Schiff "Sam Simon" hat Bremen verlassen und schließt sich damit „Operation Sleppid Grindini“ an – der sechsten Kampagne der Organisation
zum Schutz der Grindwale auf den Färöern. Das Schiff wird voraussichtlich am Freitag bei der Inselgruppe eintreffen. Unterwegs wird es Mitte der Woche einen kurzen Zwischenstopp bei den Shetland-Inseln einlegen.

Juni: Polizei droht Färöer Touristen: Geldstrafen und 2 Jahre Haft, wenn die Abschlachtung von Grindwalen nicht unterstützt wird
Die färöische Polizei hat Touristen, die die Inselgruppe besuchen, mit möglichen Inhaftierungen und Strafverfolgung für den Fall gedroht, dass sie den lokalen Behörden Sichtungen von wandernden Walen und Delfinen nicht melden. Nach den verschärften färöischen Gesetzen müssen Touristen, die die Inseln besuchen, alle Sichtungen von Walen und Delfinen den lokalen Behörden melden , so dass die Wale als Zielgruppe zur Abschlachtung für die berüchtigten Treibjagden – bekannt als Grindadráp – festgelegt werden können. Besucher, die sich nicht an dieses Gesetz halten, müssen mit Verhaftung und Strafverfolgung rechnen, verbunden mit Geldstrafen in Höhe von 25.000 Färöischen Kronen (ca. 3.350 EUR) und bis zu 2 Jahren Haft.

Juli: Die Sam Simon verlässt Norwegen um Lieferung von Finnwalfleisch zu untersuchen
Das in den Niederlanden registrierte Sea Shepherd-Schiff „Sam Simon“ hat die norwegischen Hoheitsgewässer nach einem kurzen Stopp im nördlichen Hafen Tromsø verlassen. Captain Lockhart MacLean aus Kanada und seine Crew hielten sich dort auf, um eine Fleischlieferung des gefährdeten Finnwals zu dokumentieren, welche sich momentan auf dem Weg nach Japan befindet.  Diese Mission beruht auf der Ankündigung am Anfang des Jahres, dass die Organisation ihre Präsenz im Nordatlantik verstärken will, um internationale Aufmerksamkeit auf die illegale Verschiffung gefährdeter Tiere zu lenken. Das in St. Kitts und Nevis registrierte Frachtschiff „Winter Bay“ transportiert 1700 t des gefährdeten Finnwalfleisches. Es stammt von Tieren, die im Nordatlantik von der isländischen Walfanggesellschaft Hvalur H/F unter der Leitung von Kristjan Loftsson geschlachtet wurden. Die „Winter Bay“, welche bis 2014 Norwegen gehörte und von der Schiffs- und Fährgesellschaft NOR Lines genutzt wurde, wurde ausgeflaggt und trägt nun die Flaggen von St. Kitts und Nevis.

Juli: Sea Shepherd Global und Biosfera 1 starten die Anti-Wilderer-Kampagne 2015 auf Kap Verde zum Schutz der Sturmtaucher
Sea Shepherd Global hat zusammen mit der örtlichen Naturschutzorganisation Biosfera 1 die Anti-Wilderer-Kampagne 2015 auf Kap Verde, Westafrika, zum Schutz der Kapverdensturmtaucher gestartet.  Die Kampagne hat sich zum Ziel gesetzt, den Bestand der gefährdeten Kapverdensturmtaucher  (Calonectris edwardsii)  vor den verheerenden Folgen der Wilderei zu schützen.Von Juli bis September wird das Sea Shepherd Schiff "Jairo Mora Sandoval" in den Gewässern rund um die kapverdische Insel Raso dauerhaft präsent sein. Dort wird die Crew gezielte Maßnahmen gegen die Wilderei und für die Einhaltung von Naturschutzgesetzen umsetzen. Die Insel Raso ist das größte Meeressschutzreservat der kapverdischen Inseln und ist für die Artenvielfalt in der Region unerlässlich. Es ist außerdem die Heimat der größten Kolonie von Kapverdensturmtauchern auf dieser Inselkette.

Juli: Sea Shepherd Frankreich startet „Operation Mare Nostrum“
logo mare nostDas Mittelmeer, welches als Tochter des Atlantik bezeichnet wird, wurde vor 5 Millionen Jahren geboren, als das Wasser die Straße von Gibraltar durchbrach und dabei die größte natürliche Flut unseres Planeten verursachte. Der Atlantik verwandelte das, was vorher eine gigantische Salzwüste war, in ein Gewässer. Dieses beherbergt viele Meereslebewesen, ist aber durch seine isolierte Lage auch sehr empfindlich gegenüber menschlichen Aktivitäten. Tatsächlich bedeutet „mediterranean“ sogar „Meer umgeben von Land“. „Mare Nostrum“ (Unser Meer) ist der Geburtsort unserer Zivilisation, doch es ist zu einem der am meisten verschmutzten und gefährdeten Meere geworden. Es ist ein sterbendes Meer, in welches 69 Flüsse münden, darunter der Nil und die Rhone. Diese transportieren den privaten, industriellen und landwirtschaftlichen Abfall aus den am dichtesten besiedelten Gegenden unseres Planeten, und zwar großen Teilen Europas, Afrikas und dem Mittleren Osten, direkt ins Meer. Extreme Verschmutzung, Überfischung, Wilderei und der wachsende Schiffsverkehr haben dafür gesorgt, dass das Mittelmeer zum gefährlichsten Meer für Meeressäuger geworden ist.

Juli: Deutschem und Amerikanerin drohen bis zu 2 Jahren Haft für den Walschutz auf den Färöer-Inseln
Susan Larsen aus San Francisco in den USA und Tom Strerath aus Bremen in Deutschland drohen bis zu 2 Jahren Haft, wenn sie für schuldig befunden werden, das färöische Grindwalfanggesetz gebrochen zu haben. Die Freiwilligen von Sea Shepherd wurden am Montagmorgen nördlich von Klaksvik im Nordosten der Inselkette festgenommen, nachdem es den mutmaßlichen Versuch eines Grindadráp - der berüchtigten Treibjagd von Walen auf den Färöer-Inseln - gegeben hatte. Die färöischen Behörden haben bereits darauf hingewiesen, dass die Sea Shepherd Freiwilligen unter Bezug auf Abschnitt 9 des Gesetzes angeklagt werden. Obwohl ihr offizieller Rechtsvertreter um weitere Informationen gebeten hat, gab die Polizei keine weiteren Details zu den genauen Anklagepunkten der beiden heraus.

August: Sea Shepherd wegen des Schutzes von Grindwalen von einem dänischen Gericht für schuldig befunden
08.08.2015: Gestern wurde die in den Niederlanden ansässige gemeinnützige Meeresschutzorganisation Sea Shepherd Global und fünf Freiwillige von Sea Shepherd von einem dänischen Gericht für schuldig befunden,das färöische Grindwalfang-Gesetz verletzt zu haben. Allen Angeklagten droht infolge dessen  gleichfalls eine Verurteilung wegen Störung der öffentlichen Ordnung. Die Freiwilligen standen unter der Anklage zu dem "Verbrechen" der Störung einer Abschlachtung von über 250 Grindwalen an den Tötungsstränden von Bøur und Tórshavn auf den Färöer-Inseln am 23. Juli 2015. Im Verlauf der Verhandlung, die in dieser Woche stattfand, bezog die Staatsanwaltschaft ebenso Sea Shepherd Global in diese "Straftat" mit ein.

August: Färöischer Tourismus erleidet Rückschlag
Mit einem verheerenden Schlag für die Tourismusindustrie der Färöer-Inseln reagierten zwei der größten Kreuzfahrtgesellschaften, AIDA und Hapag-Lloyd, mit der Bekanntgabe, dass alle Fahrten zu den Färöer-Inseln abgesagt wurden. Die Absagen sind eine Antwort auf die fortwährende Treibjagd und Abschlachtung von Grindwalen, bekannt als Grindadráp, im Inselarchipel. Die Ankündigungen folgen auf die Verurteilungen der in den Niederlanden ansässigen Meeresschutzorganisation Sea Shepherd Global und der fünf Freiwilligen von Sea Shepherd, die angeklagt wurden, das Abschlachten von über 250 Grindwalen an den Tötungsstränden von Bøur und Tórshavn am 23. Juli 2015 gestört zu haben. Sea Shepherd erhielt die Bestätigungen der Absagen von AIDA und Hapag-Lloyd.

August: Leiterin der Sea Shepherd Cove Guardians wurde die Einreise nach Japan verweigert
Die Freiwillige Karen Hagen aus Norwegen wurde nach ihrer Verhaftung die Einreise ins Land verweigert. Sea Shepherd ist der Ansicht, dass die ablehnende Haltung Japans ein Versuch ist, das brutale Abschlachten von Delfinen, das von den Cove Guardians in Taiji dokumentiert wurde, zu verbergen.

September: Dänemark befiehlt Beschlagnahmung eines Schlauchboots der Sam Simon
beschlag1Gestern haben die Behörden der Shetlandinseln (Schottland) ein Schlauchboot des Sea Shepherd-Schiffs „Sam Simon“ beschlagnahmt. Die Beschlagnahmung erfolgte auf Grund einer Forderung Dänemarks, als Reaktion auf einen Brief des färöischen Polizeichefs vom 22. August, der eben diese Bitte äußerte. Der Vollstreckungsbefehl für die Beschlagnahmung wurde dem Kapitän und Schiffsmanager der „Sam Simon“ vorgelegt, welcher zum Auftanken auf den Shetlandinseln war. Im Vollstreckungsschreiben behaupten die Behörden, „es lägen hinreichende Gründe für den Verdacht vor, dass eine Straftat unter dänischem Gesetz begangen wurde.“ Offenbar bezieht sich die Beschlagnahmung auf die Beteiligung des Schlauchboots bei der Verteidigung von 61 Grindwalen am 12. August beim Grindadráp am Tötungsstrand von Sandavágur auf den Färöern.

September: Sea Shepherd leitet erfolgreich hunderte Delfine und Grindwale weg von den Tötungsstränden der Färöer
Während der vergangenen drei Monate haben die Sea Shepherd-Schiffe „Brigitte Bardot“, „Sam Simon“ und die später dazugestoßene „Bob Barker“ in Zusammenarbeit
mit der Sea Shepherd-Landcrew erfolgreich hunderte Delfine, darunter auch Grindwale, von den Tötungsstränden der Färöer weggeführt. Allein in dieser Woche waren es Schulen von Grindwalen, Weißstreifendelfinen, Weißschnauzendelfinen und Großen Tümmlern, welche von den Sea Shepherd-Schiffen von den Küsten der Inselgruppe weggeleitet wurden. Dies sind vier der sechs Arten, welche laut lokalen Vorschriften zur Abschlachtung beim berüchtigten „Grindadráp“ ausgewählt werden können. All diese Schulen wurden dicht an der Küste der Inseln gesichtet und unterlagen der großen Gefahr, von den Einheimischen entdeckt und bei den Behörden zur Abschlachtung gemeldet zu werden.

Oktober: Sea Shepherd beendet aufreibende Kampagne zum Schutz der Grindwale auf den Färöern
Die in den Niederlanden registrierten Sea Shepherd-Schiffe „Sam Simon“ und „Bob Barker“ haben den Hafen von Bremen erreicht und beenden somit offiziell Operation Sleppid Grindini, die sechste Kampagne von Sea Shepherd zum Schutz der Grindwale. Die zurückkehrenden Crews wurden wie Helden empfangen. Vor Ort versammelten sich Unterstützer, um die Leute zu begrüßen, deren Taten sie über die aufreibenden dreieinhalb Monate der Kampagne verfolgt haben.

Oktober: Operation Saimaa Seal erfolgreich
Im Verlauf der Kampagne fanden Sea Shepherd-Freiwillige zehn illegale Netze und dokumentierten und meldeten etwas mehr als 400 verschiedene Reusen, von denen 199 als illegal erachtet wurden. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 392 Fallen und 4 Netze gefunden wurden, erhöhte das die Anzahl von Funden erheblich. Ein Fischer wurde dabei von Sea Shepherd-Freiwilligen auf frischer Tat ertappt, die sofort den leitenden Inspektor und die Polizei informierten.

Oktober: Haie im Galapagos-Meeresschutzgebiet nun voll strafrechtlich geschützt
Vom 30. September 2015 an trat eine neue Regelung (ministerielles Abkommen Nr. 84)  in Kraft, wodurch alle Haiarten, die im Galapagos-Meeresschutzgebiet leben, jetzt durch ecuadorianische Gesetzgebung  unter vollem strafrechtlichem Schutz stehen. Artikel 4 dieses ministeriellen Abkommens, seit August 2014 in Kraft, ergänzt das Strafgesetz von Ecuador – es legt im Falle des Wilderns von Meerestieren Haftstrafen von bis zu drei Jahren fest.

November: Sea Shepherd kündigt Operation Icefish 2015/16 an
160x160xnews 151109 1 5 logo icefish 2 200x.png.pagespeed.ic.eUVe5nhZQWZweite Kampagne zur Beendigung der illegalen Fischerei im Südpolarmeer. Nach dem beispiellosen Erfolg von „Operation Icefish“ hat Sea Shepherd heute seine zweite Kampagne angekündigt, bei der Wilderer des Schwarzen Seehechts und des Riesen-Antarktisdorsches ins Visier genommen werden sollen: „Operation Icefish 2015/2016“. Captain Sid Chakravarty ist zu dieser Kampagne zurückgekehrt und wird sie anleiten. Dabei wird Sea Shepherd seine Aufmerksamkeit ein weiteres Mal auf das Verteidigen der unberührten Gewässer der Antarktis richten, mit dem Ziel, das illegale Fischen des bedrohten Antarktisdorsches in dieser Region zu beenden.

November: Sea Shepherd kündigt Herbstkampagne "Operation Milagro II" zum Schutz der Golftümmler an
Die Sea Shepherd Conservation Society hat offiziell „Operation Milagro II“ (Operation Wunder) angekündigt - die Herbstkampagne 2015 zur Verteidigung des vom Aussterben bedrohten Kalifornischen Schweinswals (auch Golftümmler oder Vaquita genannt). Die Besatzung von Sea Shepherds Forschungssegelschiff „Martin Sheen“ wird demnächst mit ihren Patrouillen im Golf von Kalifornien beginnen. Dieser Golf ist das einzige Gewässer auf der Erde, in dem die kleinste und seltenste Walart beheimatet ist - der Kalifornische Schweinswal. Mit einer Population, die auf geschätzte 97 Tiere geschrumpft ist, worunter vermutlich nur 25 gebärfähige Weibchen sind, weist Sea Shepherd mit „Operation Milagro II“ auf die dringende Notwendigkeit hin, diese gefährdete Art zu erhalten.

November: Sea Shepherd schließt sich dem Kampf gegen den unsichtbaren Killer unserer Ozeane an
plastikbob1Sea Shepherd ist seit langer Zeit ein Vorreiter bei gewaltlosen Direkten Aktionen zur Verteidigung der Weltmeere. Da die Probleme, die unser marines Ökosystem bedrohen, immer größer und komplexer werden, ist es entscheidend, dass wir die Anzahl der Werkzeuge in unserem Arsenal erweitern. Wir werden neue Allianzen formen und neue, innovative, vielseitige Ansätze verwenden, um diese Flut, die unsere Ozeane zerstört, zu brechen.

November: Sea Shepherd erhält nach Präsentation vor dem dänischen Parlament eine gerichtliche Vorladung
Alex Cornelissen, leitender Direktor von Sea Shepherd Global, erhielt eine Aufforderung, auf den Färöern vor Gericht zu erscheinen. Der Niederländer Captain Cornelissen erhielt die Mitteilung gestern von einem dänischen Polizeibeamten vor dem dänischen Parlamentsgebäude. Der Vorfall ereignete sich gerade nachdem er zusammen mit Geert Vons,  Direktor von Sea Shepherd Niederlande, und Liesbeth Zegveld, offizieller Rechtsbeistand von Sea Shepherd - beide ebenfalls niederländische Staatsbürger - eine Präsentation über das Grindadráp vor einer Gruppe dänischer Parlamentsabgeordneter beendet hatte.

Dezember: Sea Shepherd kann dank großzügiger Spenden neue Schlauchboote kaufen
Wie den meisten wohl bekannt ist, hat Sea Shepherd Global im September diesen Jahres einen SOS Emergency Spendenaufruf gestartet, um Mittel aufzubringen, damit vier unserer Schlauchboote ersetzt werden können, die während unserer Direkten Aktionen bei der Kampagne auf den Färöern beschlagnahmt worden sind.  Sowohl die SPITFIRE, ECHO und FARLEY, als auch das Beiboot der BRIGITTE BARDOT wurden von der dänischen Marine und der färöischen Polizei 2014 und 2015 beschlagnahmt, während sie im Einsatz waren, um Grindwale und Delfine in den Gewässern der Färöer zu verteidigen.

Dezember: Sea Shepherd Crew macht grausigen Fund im Schutzgebiet des stark gefährdeten Golftümmlers
In der Abenddämmerung von Heilig Abend entdeckte die Crew auf dem Sea Shepherd-Schiff MARTIN SHEEN ein totes Buckelwal-Kalb, das sich in einem illegalen Stellnetz innerhalb des Schutzgebietes für Golftümmler (auch Kalifornischer Schweinswal genannt) im nördlichsten Teil des mexikanischen Golfs von Kalifornien verfangen hatte. Ein zweijähriges Verbot der Verwendung von Stellnetzen war durch den mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto zu Beginn des Jahres verhängt worden, um die Golftümmler, einer der am stärksten vom Aussterben bedrohten Meeressäuger, zu schützen.





Sea Shepherd Baltic Sea Campaign Update - Toter Schweinswal im Naturschutzgebiet Geltinger BirkSAM SIMON: Operation Milagro III im Golf von KalifornienMarine Debris Campaign
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