11. Januar 2011: Sea Shepherd erwartet weder Hilfe noch Unterstützung von Australien oder Neuseeland. Die australische Premierministerin Julia Gillard sagte, dass die Sea Shepherd Conservation Society keinerlei Hilfe von Australien erwarten sollte, für den Fall, dass die Mannschaft oder Schiffe von Sea Shepherd in Schwierigkeiten geraten.

Aus dem Sydney Morning Herald:

Frau Gillard rief beide Seiten zu verantwortungsvollerem Handeln auf. „Dies ist ein abgelegener, unwirtlicher und gefährlicher Ort“, sagte sie am Montag Reportern in Canberra.

“Auf der Welt läuft es nicht so, dass man verantwortungslos handeln kann und dann irgendjemand auf wundersame Weise auftaucht, um einen zu retten.“

Die Botschaft der australischen Regierung ist eindeutig: Ruft uns nicht zu Hilfe, wenn ihr in Schwierigkeiten seid. Dies hat Sea Shepherd auch nicht vor. Sea Shepherd kann und wird ihre Angelegenheiten selbst regeln.

Captain Paul Watson antwortete, “Ich habe sieben Jahre Erfahrung in antarktischen Gewässern, also muss mir Frau Gillard nicht sagen, dass dies ein abgelegener, unwirtlicher und gefährlicher Ort ist. Ich erwarte auch nicht, dass Australien oder irgendjemand anderes auf wundersame Weise auftaucht, um uns zu retten. Wir wissen wirklich wie es auf der Welt läuft. Wir sind keine reichen Segler, die Weltumseglungen veranstalten, um einen Rekord aufzustellen und deshalb Beistand verdienen. Wir sind auch keine Fischer, die die Unterstützung der Regierung erwarten und fordern. Nein, wir sind Meeresschützer, die das Wildern von Walen in einem Walschutzgebiet aufzuhalten versuchen und wir können uns um uns selbst kümmern, wenn es nötig ist, so wie wir das immer getan haben.“

An Bord der Sea Shepherd-Schiffe Bob Barker und Steve Irwin befinden sich Ärzte, ausgebildete Sanitäter, Feuerwehrleute und gut ausgestattete Krankenstationen. Auf den Schiffen gibt es Notfallpumpen, Feuerlöscher und Abschleppausrüstung.

Sogar schon vor der Abfahrt der Steve Irwin setzte die australische Meeressicherheitsbehörde Sea Shepherd davon in Kenntnis, dass die Mannschaften von Sea Shepherd keine Hilfe zu erwarten brauchen. Das australische Außenministerium unterrichtete all unsere australischen Besatzungsmitglieder, dass die Regierung in ihrer Fähigkeit konsularische Dienste oder Hilfe zu leisten eingeschränkt ist

Die Botschaft: Dort unten seid ihr auf euch allein gestellt.

Als letztes Jahr die Ady Gil von der Shonan Maru No. 2 in zwei Hälften zerschnitten wurde, wurde die sechsköpfige Mannschaft sofort von der Crew der Bob Barker gerettet. Die Reaktion der australischen Regierung bestand darin, Japan zuzusichern, dass die Walfänger von jeglicher Schuld freigesprochen werden, bevor sie überhaupt Beweismittel des Zusammenstoßes gesichtet hatten.

“Ja, es stimmt”, sagte der Kommunikationsoffizier Doug O’Neil aus Tasmanien. „Unsere Regierung spuckt große Töne was das Retten von Walen anbelangt, doch wenn es um Taten geht, zeigt sie ihr wahres Gesicht. Dann nämlich wird sie zu einem Handlanger von Handel und Profit und steht deshalb auf der Seite der japanischen Regierung, während sie der australischen Öffentlichkeit vorgaukelt, die Wale in der Antarktis zu verteidigen.“

“Was verantwortungsloses Handeln anbelangt”, sagte Captain Paul Watson „kann ich mir nichts Verantwortungsloseres vorstellen, als Wilderern das Abschlachten von bedrohten und geschützten Walen in einem international eingerichteten Walschutzgebiet zu erlauben.“

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