rissen04Wie zu erwarten, war das Wetter schon äußerst herbstlich, als wir (mittlerweile die 7c der STS Rissen)
uns am Donnerstag, den 9.10.15 zu unserem Elbabschnitt aufmachten, für den wir seit diesem Sommer
im Rahmen von Sea Shepherds Schulkampagne die Patenschaft übernommen haben. Unser Abschnitt
ist etwa 2 km lang und reicht von der Landesgrenze Hamburgs bei Wedel bis zum Naturschutzgebiet
bzw. dem Leuchtturm.

Wir wollten unbedingt noch einmal in diesem Jahr unseren Beach Cleanup absolvieren, und so drängte die Zeit. Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ stapften wir früh um 8 Uhr hinunter zur Elbe, auch wenn da schon klar war, dass es viel regnen würde.

Mit zusätzlicher Hilfe der 7b konnten wir diesmal den kompletten Rissener Teil des Elbufers säubern – beim letzten Mal hatten wir das nicht ganz geschafft. Nachdem die Schüler der 7b komplett durchnässt waren und zur Schule zurückkehrten, ging es mit der 7c weiter.

Mit anhaltendem Nieselregen wurde dann aber auch unsere Motivation zunehmend gedämpft, doch wir hielten durch. Nach drei Stunden hatten wir es geschafft, und es freute uns einerseits zu sehen, dass der Müllberg etwas kleiner als das letzte Mal war (vielleicht auch ein Zeugnis des Erfolgs unserer Mühen), andererseits fanden wir wieder viele Dinge, deren besitzerlose Anwesenheit am Ufer gewisse Fragen aufwarf bzw. ein schlichter Hinweis auf das verantwortungslose Verhalten vieler Menschen war.

Der Rissener Elbstrand erfreute sich natürlich vor allem während der warmen Ferienwochen großer Beliebtheit, und so durften wir nun die Überbleibsel diverser Strandpartys beseitigen. Flaschenpost gab es diesmal keine, dafür zahllose Flaschen, Grillschalen, kaputte Campingstühle, Besteck, Chipstüten, Sofateile, Kissen und auffallend viele Kondome (igitt).

rissen02Ein großes Problem sind weiterhin die vielen Styroporteile und -schnipsel. Wind und Wetter zerstören größere Stücke und machen es sehr schwer bis unmöglich, das Styropor einzusammeln, da die kleinen Kügelchen teilweise wie Schnee in Büschen und Gras hängen. Besonders die kleinen Kügelchen werden jedoch von Tieren oft mit Nahrung verwechselt und gefressen. Da Styropor natürlich giftig ist, verenden die Tiere dann daran.

Nass und erschöpft ließen wir uns in der Schule erst einmal einen heißen Kakao schmecken und besprachen unsere Erlebnisse und Funde. Bis zum nächsten Beach Cleanup ist es nun erst einmal eine ganze Weile hin, wir wollen aber auf dem kommenden Herbstmarkt mit einer Infotafel auf unsere Aktion aufmerksam machen.

Theresa Angebrandt (Klassleitung 7c)

Meinungen der Schüler/innen:

Anfangs waren alle motiviert, es war echt erschreckend, was wir dort alles gefunden haben. Irgendwann fing es an zu regnen und unsere Motivation sank, weil es kalt wurde. Trotzdem haben wir viel Müll zusammengetragen.
Emma

Ich fand gut, dass alle zusammen an der Elbe suchen und arbeiten. Ich bin zwar in Stacheln gefallen und ausgerutscht, aber das war normal. Es war spannend, die Wellen waren auch schön und es hat Spaß gemacht.
Sophia

Ich fand es doof, dass wir ein Messer, einen Autoreifen und ein Sofakissen gefunden haben. Sowas gehört nicht an den Strand. Ich kann das nicht nachvollziehen.
Paula

rissen01Ich fand es kacke, dass Fiffi, Emma und ich immer hingefallen sind und ich auch einmal ausgerutscht bin und mit dem rechten Fuß ins Wasser gekommen bin. Gut ist aber, dass wir wieder sehr viel gesammelt haben. Der Kakao war auch sehr gut.
Bo

Ich fand es gut und habe ein gutes Gefühl, was ich heute gemacht habe. Ich würde das gerne wiederholen.
Jan

Ich fand das Müllsammeln total super und würde das gerne wieder machen. Es ist echt toll, was wir wieder alles gefunden haben.
Lasse

Ich fand es supertoll, dass uns die 7b geholfen hat. Ich habe mit meiner Freundin ein nasses, vollgewachsenes und einfach nur ekeliges Sitzpolster gefunden. Ich war sehr erstaunt, was für Müll hier an der Elbe liegt. Andere aus meiner Klasse haben einen Autoreifen gefunden.
Der zweite Beach Cleanup war besser als der erste, weil meine Freundinnen aus der 7b dabei waren und das war sehr lustig mit ihnen. Außerdem konnten wir viel mehr schaffen. Wir haben super viele Müllsäcke voll bekommen und darauf können wir alle stolz sein.
Julia

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