nms2Im April dieses Jahres hielten wir einen Vortag in der Klasse 5b der Gemeinschaftsschule Faldera.
Dieser Vortrag schien den Schülerinnen und Schülern gut gefallen zu haben, denn sie machten sich
viele Gedanken zu den angesprochenen Themen. So wurde zum Beispiel auf Wunsch der Schüler
Mülltrennung in der Klasse eingeführt. Gleichzeitig wird seitdem versucht, weniger Plastik zu benutzen.
Auch wollten die Schülerinnen und Schüler unbedingt eine Reinigungsaktion an der Schwale, einem
nahe gelegenen Gewässer, durchführen. Der ausgesuchte Abschnitt ist sehr stark verdreckt,
besonders in dem Bereich, wo die Brücke den Bach überquert.

Anfang Juni war es dann soweit. Auch Sea Shepherd wurde eingeladen. Das Bild, was sich uns bot, war schon sehr erschreckend. Hier lag nicht nur der Müll der Passanten im Wasser und an den Ufern des Baches, sondern auch ganz üblicher Haushalts- und Gewerbemüll. Etwa 300 Meter von dieser Brücke entfernt wurde eine illegale Ablagestelle für Müll gefunden.

Die Schülerinnen und Schüler gingen sofort mit sehr großem Eifer und Einsatz vor. Innerhalb einer Stunde waren zwar viele Füße nass, dafür aber auch schon ein großer Haufen an Müll aus dem Bach geborgen!

nms3Als wir nach einer Pause erneut zum Sammeln aufbrechen wollten, kam ein Mitarbeiter der Stadtreinigung Neumünster angefahren. Es gab einen unschönen Wortwechsel mit dem Begleitpersonal der Schüler. Der Mann sagte uns, dass es illegal sei, den Müll AUS dem Bach NEBEN den Bach zu legen.

Es ist immer wieder das gleiche: Müll aus einem Bach, Fluss oder Teich zu holen, ist nur dann erlaubt, wenn er gleichzeitig auch entsorgt werden kann. Leider war an dieser Stelle des Baches die Verschmutzung aber so groß, dass die mitgeführten Wagen und Säcke gar nicht ausreichten. Es wäre auch sehr schwer gewesen, den Kindern zu erklären, dass sie die Hälfte des geborgenen Mülls wieder zurückwerfen sollen.

Unsere Idee war eigentlich, die Stadtreinigung nach der Aktion zu bitten, den Müll dort abzuholen. Das hat dann die Schulleitung auch veranlasst. Von alleine kam der Mitarbeiter aber nicht auf die Idee, stattdessen gab es Vorhaltungen gegen die Lehrer.

Letztendlich wurde das dann doch entsorgt, und die Schulleitung hat sich auch um die Auflösung der illegalen Müllablagestelle gekümmert.

Rainer Lenthe, Volunteer Sea Shepherd Deutschland

Hier noch die Worte der Schülerinnen und Schüler. Der Text steht auch auf der Homepage der Schule:

Vor ein paar Monaten haben wir die Meeresschutzorganisation "Sea Shepherd" eingeladen, die uns etwas zum Thema Plastik im Meer erzählt haben. Vögel verfangen sich in Plastiknetzen und sterben, Fische und andere Meerestiere nehmen die durch die Sonne und das Salzwasser klein gemachten Plastikteilchen auf...

Nachdem wir schon eine Mülltrennung bei uns im Klassenraum eingeführt haben und mit einigem Erfolg auch versuchen, weniger Plastik zu benutzen, haben wir am 09.07.2015 neben der Schule die Schwale von Müll gereinigt. Dabei haben wir – unterstützt von "Sea Shepherd" – viele Plastiktüten und Schienen aus Plastik gesammelt, aber auch zwei Fahrräder und einen Einkaufswagen aus dem Wasser gefischt. Diese Umweltaktion hat uns viel Spaß gemacht, so dass wir in ein paar Monaten bestimmt wieder losziehen werden.


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