wantyouMannheim ist immer eine Reise wert, nicht nur wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zu Heidelberg.

Ende Februar erhielten wir per Mail eine freundliche Anfrage von Emilia, einer Schülerin der Helene-Lange-Schule, 12. Klasse. Seltsamerweise sind es immer die Mädchen, die sehr aktiv sind und Dinge ins Rollen bringen, ich erinnere mich an keinen einzigen Aufruf eines männlichen Schülers. In der Regel finden die das Piratenimage toll, „Whale Wars“ super, aber wenn es ans Schreiben geht, dann ist meistens nicht viel drin. Dabei kann es so einfach sein: Formlose Mail schreiben, innerhalb kurzer Zeit solltet ihr eine Antwort haben und der Rest läuft meist allein.

Wie eben auch in Mannheim: Wir haben sehr schnell einen gemeinsamen Termin gefunden und begannen mit der Planung, welche Themen gewünscht werden und ob es Schwerpunkte gibt.

Als Schulvolunteers mussten wir dieses Mal ein wenig längerfristiger planen, denn Mannheim bedeutet leider auch: von der Arbeit frei nehmen, Urlaub einreichen.

Dennoch lohnt es sich immer wieder.

Wir werden von Emilia begrüßt, mit Wasser versorgt, der Beamer angeschlossen, und dann beginnt der spannende Teil: Man lehnt am Fensterrahmen und beobachtet die in den Raum strömenden Schülerinnen und Schüler. Wie uns Herr Dietz im Gespräch noch mitteilte, handelt es sich bei der Helene Lange-Schule um ein Berufsbildendes Gymnasium, unter anderem mit Schwerpunkt Ernährung, Medizin und Sozialwissenschaften. Dies erklärte auch den überaus hohen Frauenanteil. Als wir am Anfang die leeren Stühle gezählt hatten, kamen wir auf über 100 potenzielle Zuhörer – wie es sich herausstellte, wurden es sogar noch mehr.

Ihr dürft eines nicht vergessen: Wir sind keine Profis, keine Lehrer, keine Dozenten, wir machen das in unserer Freizeit. Wenn man dann in nahezu 120 erwartungsvolle Augenpaare blickt und sich vorstellt, befindet sich das Herz meistens nicht mehr an der Stelle, wo es eigentlich sein sollte. In diesen Situationen müssen wir uns dann immer wieder klar machen, dass wir durch die Schulvorträge eine unglaubliche Chance haben, in einem Rutsch auf wirklich interessierte Zuhörer zu treffen.

Das nutzten wir natürlich auch „schamlos“ aus. Wie immer reichten die anvisierten zwei Schulstunden nicht aus, um all unsere Themen abzudecken. Dabei hatten wir uns bereits auf drei Kampagnen und allgemeines über Sea Shepherd beschränkt. Aber da die Lehrer, die anschließend Unterricht gaben, kooperierten und unseren Besuch unterstützten, konnten wir sogar noch verlängern.

Es wurden sehr viele gute Fragen gestellt, die wir hoffentlich zu aller Zufriedenheit beantworten konnten. Wie wir anschließend noch mitbekommen haben, gingen auch nach unserer Abreise die Diskussionen über den Meeresschutz weiter, Freundschafts-Anfragen über Facebook kommen noch immer.

Natürlich werden wir versuchen, in Kontakt zu bleiben, kommen gerne wieder nach Mannheim, auch wieder in die Helene-Lange-Schule, aber auch gerne in eine andere.

Traut euch! Schreibt uns einfach eine Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Und wenn wir dann wieder auf dem Lehrerparkplatz parken dürfen, dann kommen wir umso lieber.

Ein bisschen Pirat im Alltag geht immer!

Olav Jost,
Sea Shepherd Volunteer OG Frankfurt

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.