crimewatch1Am Mittwoch, den 29. April 2015, machte ich während einer Patrouille eine bemerkenswerte Entdeckung.
Um 16:18 Uhr fuhr ich mit meinem Mountainbike nochmals einen Abschnitt eines Baches ab,
der durch meine Heimatgemeinde in Südtirol fließt, und bemerkte dabei eine Person, die sich auf der anderen Seite
des Ufers befand und sich sehr merkwürdig verhielt. In der Hand hielt eine Frau, die mir bekannt war, einen Plastikbeutel.  Und als ich soeben schnell mein Smartphone herausnehmen wollte, sah ich, wie sie etwas aus ihrem Beutel nahm  und es einfach in die Richtung des Wassers schmiss.

Nun war mir bewusst, dass sie ein Umweltvergehen begangen hatte und "verfolgte" sie, damit ich diese Frau zur Rede stellen konnte. Da ich wusste, dass sie kein Deutsch und Italienisch sprach, erfolgte das Gespräch in einem freundlichen Ton in englischer Sprache. Auf die Frage: "What have you thrown in the river?" lautete die Antwort: "Bread for the ducks." Nachdem ich kurz zuvor aber keine Wasservögel im gesamten Bachabschnitt erkennen konnte und auch merkte, wie nervös diese Person wirkte, beschloss ich umzukehren und dieses "Bread" zu suchen.

crimewatch2Das Witzige war dann jedoch, dass ihr Brot nicht direkt im Wasser landete, sondern am Rande des Baches. Aber anstatt Brot fand ich eine Plastiktasche, die leere Metalldosen von Katzenfutter und anderen Müll enthielt.

Schlussendlich dokumentierte ich die Tat und ging mit einem Kollegen, der ebenfalls Sea Shepherd unterstützt, zur örtlichen Gemeindepolizei und erstatteten einen Bericht. Da wir schon im letzten Jahr, während unserer Bachufersäuberungen, die auch für heuer wieder geplant sind, von der Gemeinde kräftige Unterstützung erhielten, vertrauen wir nun auch den Polizisten, dass sie wirklich die Ermittlungen aufnehmen.

Und so sieht man, dass man auch mit 15 Jahren schon viel zum Thema "Umweltschutz" beitragen kann und auch was Schlaueres tun sollte, anstatt zu rauchen, trinken, zocken usw...

Gabriel G.

Sea Shepherd Supporter aus Südtirol

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