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25 September 2013Mit freundlicher Genehmigung von facebook.com

Nach einem Wochenende, an dem 120 Grindwale an den Ufern der Färöer getötet wurden, Zwischen dem 21. Juli und dem 22. September wurden auf den Färöer-Inseln 876 Grindwale und 430 Atlantische Weißseitendelfine an die Strände getrieben und abgeschlachtet. bereitet sich Sea Shepherd Global auf die Operation Grindstop 2014 vor.

Da das barbarische Abschlachten fühlender, intelligenter Kleinwale und Delfine auf den Färöer-Inseln weitergeht, bereitet Sea Shepherd Global den Start der Operation GrindStop 2014 vor – die weiträumigste, entschlossenste und längste Färöer-Kampagne in der Geschichte von Sea Shepherd. Die Kampagne wurde durch Robert Read von Sea Shepherd UK ins Leben gerufen und wird auch von ihm koordiniert.

Diese neue Kampagne wurde aufgrund des Erfolgs bisheriger Sea Shepherd-Kampagnen auf den Färöern angekündigt und richtet sich gegen die anhaltenden Gräueltaten gegenüber Walen durch die Einwohner der Färöer, die allein in diesem Jahr innerhalb von nur 63 Tagen 1.306 Wale ausgelöscht haben. Vor Kurzem wurde eine Schule von 430 Atlantischen Weißseitendelfinen gnadenlos abgeschlachtet, und vergangenen Sonntag fielen in dem zweiten, entsetzlich blutigen Massaker dieses Jahres in der Hvalvik Bay weitere 120 Grindwale den färöischen Messern zum Opfer.

Der Grindwalfang ist für die Einwohner der Färöer ein „traditioneller Spaß aus den Zeiten der Wikinger“ und wird mindestens seit dem Jahr 1584 betrieben (in diesem Jahr begannen die Aufzeichnungen dieser Jagdereignisse). Doch die mittelalterlichen, barbarischen Jagdmethoden sind heute noch genauso brutal wie in den Anfängen. Die Grindwaljagd beginnt, wenn Fischerboote oder Fähren vor der Küste eine Schule von Grindwalen oder Delfinen sichten. Kurz darauf wird die Schule, ähnlich wie bei den Killern im japanischen Taiji, mit kleineren Fischerbooten, privaten Motorbooten und sogar mit „nicht der Tradition entsprechenden“ Jetskis in eine Bucht gehetzt. Wenn es allerdings um den Grindwalfang auf den Färöern geht, haben wir es mit 23 verschiedenen Grindwalfang-„Buchten“ rund um die zahlreichen Inseln des färöischen Archipels zu tun, in denen ein Walmassaker möglicherweise stattfinden könnte – im Gegensatz zu Japan, wo es nur die eine Bucht in Taiji gibt. Dadurch lässt sich umso schwerer abschätzen, wo die Killer ihr Unwesen treiben werden, und es ist nicht einfach, rechtzeitig vor Ort zu sein, um eingreifen und das Abschlachten verhindern zu können.

Sobald die Schule in die vorgesehene Grindwalfang-Bucht getrieben wurde, werden alle Mitglieder der Schule an den Strand gehetzt oder mit Seilen in die flachen Gewässer gezogen, wobei ein Haken (der sogenannte Soknargul) in das Blasloch der Wale gerammt wird. Die Einwohner der Färöer versenken ihre Messerklingen in den Körpern der Wale, bis das Rückenmark jedes einzelnen Wals durchtrennt wurde – leider gelingt dies selten gleich beim ersten Versuch, weshalb es oft mehrere Minuten dauert, bis der Wal oder Delfin stirbt. Die Verfolgung und Strandung dieser Tiere ist für sie äußerst furchteinflößend und anstrengend (in Großbritannien und auch in Europa gilt die Beunruhigung von Delfinen und Walen an sich bereits als Verbrechen), und das Töten sieht genau nach dem aus, was es tatsächlich ist: ein wahnsinniges Niedermetzeln unschuldiger Lebewesen. Die Einwohner der Färöer, die an dieser Jagd teilnehmen und sich ins Wasser begeben, um beim Abschlachten dabei zu sein, verschonen nicht ein einziges Leben – Muttertiere, Babys, trächtige Weibchen – die gesamte Walfamilie wird getötet, und ihr Blut färbt die Gewässer der Grindwalfang-Buchten stundenlang rot.
 

Foto: Sea Shepherd Foto: Sea Shepherd

Die 23 Grindwalfang-Buchten sind sechs Walfangdistrikten der Färöer-Inseln zugeordnet, damit das Fleisch und der Walspeck (gemäß der färöischen Regierung) unter den lokalen Anwohnern aufgeteilt werden kann. Wie Sea Shepherd jedoch bereits früher aufgedeckt hat, wird ein Teil des Walfleischs an Restaurants zum Verzehr durch Touristen geliefert. In den letzten Jahren warnen die färöischen Behörden bestimmte Personengruppen wie Frauen im gebärfähigen Alter sowie Kinder davor, dieses Walfleisch zu essen, da es stark mit Quecksilber, PCB, Dioxin und DDT-Derivaten belastet und daher für den menschlichen Verzehr nicht geeignet ist. Aus diesem Grund wird nach Ansicht von Sea Shepherd nach einem umfangreichen Grindwalfang ein Großteil des Fleisches und der Kadaver aus Profitgründen an Unternehmen verteilt oder im Meer entsorgt, was die umweltbezogene und die moralische Tragödie des „Grindadráp“ (was übersetzt so viel heißt wie „Grindwalschlachten“) nur noch verstärkt.

„Der mit einem Oscar ausgezeichnete Dokumentarfilm 'Die Bucht' hat vielleicht das internationale Interesse an dem Blutbad geweckt, bei dem in Taiji Delfine durch japanische Fischer brutal niedergemetzelt werden“, so Read. „Doch auch am Rand von Nordwesteuropa finden regelmäßige Treibjagden auf Wale und Delfine statt, die ebenso unnötig zerstörerisch, barbarisch und sogar noch gnadenloser sind. Wir haben mit den Färöer-Inseln unser eigenes 'Taiji des Nordens'“, erläutert Read.

Bei der Kampagne von Sea Shepherd Global werden die unterschiedlichsten Methoden zur Bekämpfung des färöischen Grindwalfangs eingesetzt, wie z. B. öffentliche Aufklärung, Nachforschungen an Land, Medienbeiträge, Patrouillen zur Abschreckung, Kontaktaufnahme mit der Regierung, Einbeziehung berühmter Persönlichkeiten, gewaltlose, interventionistische Taktiken, die Aufklärung der lokalen Öko-Tourismusindustrie sowie weitere Maßnahmen.

Ein wichtiger Fakt hierbei ist, dass Grindwale im Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume als „streng geschützt“ klassifiziert sind. Wenn Dänemark das Abschlachten auf den Färöer-Inseln weiterhin zulässt, verletzt es eine Pflichten als Unterzeichner des Übereinkommens.

„2014 werden drei Jahre vergangen sein, seit Sea Shepherd seine Präsenz in den färöischen Gewässern gezeigt hat“, meint Read. „Als unsere Patrouillen das letzte Mal hier waren, wurden bei unseren Beobachtungen keine Wale oder Delfine getötet. Unsere Mandanten brauchen uns – es ist Zeit, zurückzukehren“, fügt er hinzu.

Bisherige Sea Shepherd-Aktionen auf den Färöer-Inseln:

  • Seit im Sommer 1983 David McColl aus Glasgow, Schottland, eine kleine Mannschaft zu den Färöern führte und mit Schlauchbooten eine Grindwaljagd beendete, ist Sea Shepherd der führende Gegenspieler, wenn es um das Abschlachten von Walen und Delfinen auf den Färöer-Inseln geht. Damals schritt Sea Shepherd zum ersten Mal ein, und die Schlauchboote wurden durch die Walkiller schwer beschädigt.
  •  1985 fuhr die Sea Shepherd II hierher, um eine erste schiffsbasierte Kampagne durchzuführen. Ein Jahr später fuhr sie erneut in diese Gewässer, um die färöische Grindwaljagd zu dokumentieren und zu behindern. Während dieser Kampagne wurden fünf Sea Shepherd-Crewmitglieder an Land verhaftet und ohne Anklage festgehalten, woraufhin sich die Sea Shepherd II weigerte, die färöischen Gewässer zu verlassen. Als Antwort griffen die Einwohner mit Gewehrschüssen und Tränengas an, sodass die Crew der Sea Shepherd II ihr Schiff mit Wasserkanonen, gefüllt mit Schokolade und Zitronenkuchen, verteidigte. Die Sea Shepherd II entkam mit einer Dokumentation der färöischen Walfangaktivitäten und die gefilmten dramatischen Ereignisse wurden in einem von der BBC produzierten, preisgekrönten Dokumentarfilm mit dem Titel „Black Harvest“ ausgestrahlt. Weiteres Filmmaterial wurde für die britische Fernsehdokumentationsserie „Defenders of Wildlife“ verwendet, die auch eine Episode mit dem Titel „Ocean Warrior“ über Paul Watson und Sea Shepherd umfasste und 1993 ausgestrahlt wurde.
  • Im Jahr 2000 lief das Sea Shepherd-Schiff Ocean Warrior zu den Färöer-Inseln aus, wodurch die Grindwaljagd in den europäischen Medien große Beachtung fand. Sea Shepherd sorgte dafür, dass wirtschaftlicher Druck auf Unternehmen ausgeübt wurde, die noch immer Fisch und Meeresfrüchte von den Färöer-Inseln kauften. Als Folge davon kündigten über 20.000 Einzelhandelsgeschäfte ihre Fischverträge mit den Färöern.
  • Im Sommer 2010 rief Sea Shepherd die Operation GrindStop ins Leben, nach der die neue Kampagne benannt ist. Peter Hammarstedt von Sea Shepherd ermittelte verdeckt auf den Färöer-Inseln, um Beweise für das grauenhafte „Grindadráp“ in Klaksvik zu sammeln. Zwei Wochen später folgte die Dokumentation von Sea Shepherd-Undercover-Aktivistin Sofia Jonsson, die das Grindadráp in Leynar offenlegte. Bei dieser Kampagne wurde zum ersten Mal auch ein riesiger, geheimer Unterwasserfriedhof für Grindwale entdeckt. Sea Shepherd entsandte auch die „Golfo Azzurro“, die die Küste auf geheimen Patrouillenfahrten einen Monat lang überwachte, bevor sie von der färöischen Polizei entdeckt wurde, die daraufhin an Bord kam und das Schiff durchsuchte. Anschließend wurde sie bis zum Ende der Kampagne von der dänischen Marine verfolgt, was den dänischen Steuerzahler teuer zu stehen kam.
  • 2011 wurde während der Sea Shepherd-Kampagne Operation Ferocious Isles nicht ein einziger Wal oder Delfin an den Stränden der Färöer-Inseln getötet, solange Sea Shepherd patroullierte. Die Sea Shepherd-Crew an Bord des schnellen Abfangschiffs Brigitte Bardot ließ Taucher den Unterwasserfriedhof untersuchen, auf dem Walkadaver der Grindwaljagd in Vestmanna und Laynar über die Küstenfelsen entsorgt werden. Die Operation Ferocious Isles wurde in einer fünf Episoden umfassenden Serie auf Animal Planet mit dem Titel „Whale Wars: Viking Shores“ (2012) dokumentiert.

Ferocious Isles logo 160 1
Weitere Informationen hierzu findest Du auf unserer Website zur
Operation Ferocious Isles


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