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27. Juli 2013Operation Toxic Gulf
Schleichendes Massensterben im Golf von Mexiko –
die Auswirkungen der Deepwater-Horizon-Havarie

Es war kurz nach Mitternacht, als am 24. März 1989 der Supertanker Exxon Valdez auf das Blight-Riff an der Westküste Kanadas auflief. Tonnenweise todbringendes Öl lief in das Prince-William-Fjörd aus und zerstörte über 2.000 Kilometer Küstenlinie sowie 28.000 Quadratkilometer Meeresoberfläche.
Es tötete etwa 250.000 Seevögel, 5.000 Seeotter, 300 Seelöwen und tausende von Fischen. Dies war das größte Ölunglück in amerikanischen Gewässern – bis 2010 das Horrorunglück der Deepwater Horizon geschah.

Am 20. April explodierte die Ölplattfrom Deepwater Horizon, und 7,8 Millionen Liter Öl flossen unkontrolliert in den Golf von Mexiko. Die giftige Brühe versetzte der Biosphäre im Golf einen schweren Schlag. Doch erst die Reinigungschemikalie Corexit schlug sie endgültig K.O. Der englische Ölkonzern British Petroil schüttete 1,5 Millionen Liter davon verantwortungslos ins Meer, um den Ölteppich zu zerteilen. Die Chemikalie wurden in beispielloser Menge verwendet – und war dabei nie vollständig auf ihre Langzeitfolgen getestet worden.
20 Jahre nach der Exoon Valdez Havarie schwimmen immer noch über 80 Kubikmeter Öl in den Gewässern vor Alaska. Unglaubliche 50 Prozent der regionalen Schwertwalpopulation sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten an den Folgeschäden des Öls verendet, manche Tiergruppen wurden beinahe komplett ausgelöscht.
Die Umweltverschmutzung hört nicht auf, nur weil kein Öl mehr zu sehen ist, die Touristen wieder an den Strände liegen und die Fischer erneut ausfahren. Die Gefahr wird vielmehr größer, und ein schleichender Tod zieht durch die einzelnen Meeresschichten. Öl und leichtfertig eingesetzte Reinigungschemikalien haben gefährliche Langzeiteffekte – welche genau, das hat die Wissenschaft noch nicht ausreichend erforscht.

Was für Folgen hat die Havarie der Deepwater Horizon von 2010 für das Tierleben im Golf von Mexiko?
Um das herauszufinden, untersucht ein Team von Sea Sheperd gemeinsam mit der amerkanischen Meeresschutz-Organisation Ocean Alliance die Langzeitauswirkungen des massiven Ölunglücks auf die Pottwale in dem Gewässer. Die Meeressäuger sind die größten Bewohner des Golfes und die längste Zahnwalart auf unserem Planeten. Für die Untersuchung sind sie von besonderer Bedeutung: Sie geben Hinweise auf die Gesundheit der Menschen, und sie sind Schlüsselspezies sowohl für das ökologische System der Ozeane als auch für das der Küstenregionen.

Die Studie namens „Operation Toxic Gulf“ leitet der bekannte Meeresbiologe Roger Payne, der die Ocean Alliance 1971 gegründet hat. Ihre Erkenntnisse sollen es Sea Shepherd in Zukunft ermöglichen, den Einsatz von Chemikalien zu bekämpfen, das Langzeitrisiko von Ölförderung und damit verbundenen Havarien zu beziffern und den Artenschutz in Ölförderungsgebieten zu intensivieren.

Dabei konzentrieren sich die beiden Teams an Bord des 93-Fuß-Schiffes Odyssey auf die rund 1.600 Pottwale im Golf, denn diese befinden sich, ähnlich wie der Mensch, am Ende der Nahrungskette. Sie jagen Haie, Rochen, Riesentintenfische und weitere Tiefseefische. „Wir untersuchen die Konzentration der chemischen Bestandteile von Öl und Reiningungsmitteln in den Köpern der Wale und innerhalb der Nahrungskette, die zu ihnen führt“, sagt Payne. Ihre Messungen nimmt die Crew immer dann vor, wenn die Wale zum Luftholen an die Oberfläche kommen. Bis Ende August müssen noch 50 Messungen erfolgen.







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