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15. Juli 2013
Im Oktober 2012 wurde Sea Shepherd Brasilien darüber informiert, dass Südliche Glattwale vor der Küste von Santa Catarina (einem Bundesstaat im Süden Brasiliens) und im Schutzgebiet für Südliche Glattwale (APA) misshandelt werden.

Sea Shepherd entsandte Freiwillige der Ortsgruppen von Santa Catarina und Rio Grande do Sul, um dem Bericht nachzugehen. Die Freiwilligen konnten Beweise für illegale Aktivitäten durch die Betreiber der Whale Watching-Schiffe sichern, indem sie auf Booten von Tourveranstaltern aus Garopaba mitfuhren. Unter dem Material, das sie sammeln konnten, sind Schiffe, die den Mindestabstand von 100 Metern zu Walen nicht einhalten, Tourguides, die die Touristen ermutigen, die Wale anzufassen und sogar ein Zwischenfall, bei dem ein Kalb gerammt wurde. Sea Shepherd Brasilien reichte umgehend eine Beschwerde beim Chico Mendes Institut für den Schutz der Artenvielfalt (ICMBio), der Regierungsbehörde, die für die Beaufsichtigung von Whale Watching-Aktivitäten zuständig ist, ein und forderte eine Liste von Maßnahmen, die zum Schutz der Wale innerhalb von 72 Stunden nach Eingang des Berichts durchgeführt werden würden. Das ICMBio wurde außerdem darüber informiert, dass Sea Shepherd Brasilien den Fall vor Gericht bringen würde, wenn nicht kurzfristig gegen die Verstöße vorgegangen werde.

Sea Shepherd Brasilien weiß, dass die Whale Watching Touren wertvolle Werkzeuge zur Aufklärung über Wale und zu deren Schutz sind. Sie sind gut für die Wirtschaft der Gemeinden vor Ort und bringen die Menschen im gegenseitigen Respekt für den Ozean zusammen. Deshalb ist es nicht unser Bestreben, vor Gericht die Touren zu stoppen, sondern viel mehr das Wohl der Südlichen Glattwale und ihrer Jungen zu sichern, indem diese lokalen Touren verantwortungsbewusst und unter Einhaltung der Gesetze stattfinden.

Sea Shepherd Brasilien arbeitet zudem daran, neue Bestimmungen zu den aktuellen Regelungen des Whale Watching einzuführen, sodass Sea Shepherd nicht mehr die Gesetze für Wale durchsetzen muss. Auch wenn das Schutzgebiet für Südliche Glattwale (APA), welches sich über die Städte Garopaba, Laguna und Imbituba an der südlichen Küste Santa Catarinas erstreckt, im Jahre 2000 erschaffen wurde, gab es keine Pläne, wie diese geschützte Zone gehandhabt werden soll.

Bevor Tourveranstalter mit dem Whale Watching und anderen Aktionen in der Schutzzone begannen, erlaubte die ICMBio eine Reihe von potenziell umweltgefährdenden Aktivitäten, die ohne Lizenz oder Studien durchgeführt werden konnten. Sea Shepherd Brasilien reichte eine Zivilklage mit der Forderung an die Regierung ein, sie müsse ihre Gesetze zum Schutz der Wale verstärken und bei dubiosen Aktivitäten einschreiten, bis Regelungen und Studien zum Einfluss auf die Umwelt in der Region vorliegen. Das Bundesgericht bewilligte eine Unterlassungsverfügung, um das Whale Watching vorübergehend zu stoppen mit der Begründung, dass die Beobachtungsschiffe, die in der Schutzzone operieren, eine potenzielle Gefahr darstellen, solange der Einfluss auf die Umwelt unbekannt ist. Der Richter fügte hinzu, dass es vernünftig war, das Whale Watching auf Schiffen, egal ob mit oder ohne Schraube, in der Umweltschutzzone in Garopaba, Imbituba und Laguna sofort einzustellen, bis die Vereinbarkeit dieser Aktionen mit der Umwelt in der Region geprüft wurden und bis eine Umweltlizenz eingeführt wurde.

„Wir denken, dass dies eine großartige Möglichkeit ist, eine wirklich nachhaltige und umweltbewusste Tourismusindustrie zu haben. Die Chance etwas aufzubauen, das wirklich positiv für Meerestiere und Menschen ist, liegt direkt vor uns“, sagte Wendell Estol, Direktor von Sea Shepherd Brasilien.

Luiz André Albuquerque, Rechtskoordinator für Sea Shepherd Brasilien, wiederholte, dass „die Rolle von Sea Shepherd Brasiliens bei der Überwachung des Walbeobachtungs-Tourismus vor der brasilianischen Küste aufgrund unseres Wissens über Sicherheitsregeln, vor allem im Bezug auf Gesetze zum Schutz der Wale, sehr wichtig ist. Ein weiterer ausschlaggebender Faktor für die Gerichtsverfügung war, dass es keinerlei Studien über den Einfluss touristischer Aktivitäten in der Schutzzone (siehe oben) gibt. “

Renata Fortes, Anwältin von Sea Shepherd Brasilien, fügte hinzu: „Brasilien sollte sich im Klaren über den globalen Trend sein, dass Whale Watching-Tourismus in geschlossenen Buchten verboten wird, vor allem, wenn es um eine gefährdete Art wie die Südlichen Glattwale geht. Kaum zu glauben ist, dass eine der Firmen, die in diesen Gebieten operierten, zugibt, dass sie das Gesetz gebrochen haben, um die Sicherheit der Touristen und Schiffe zu sichern.“





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