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19. Juni 2013

Ocean Alliance und Sea Shepherd starten gemeinsam die “Operation Toxic Gulf”

news-130619-1-toxicgulflogoEs ist jetzt drei Jahre her, seit BP im Golf von Mexiko eine Ölkatastrophe ausgelöst hat, aber bis heute bezeichnet man das Ganze in den USA verniedlichend als “Gulf Spill”. Von „spill“ (etwas verschütten) redet man normalerweise, wenn man sein Getränk umwirft oder wenn man zu viel Benzin in den Tank seines Autos füllt und ein paar Tropfen überlaufen. Die geschätzt 800 Millionen Liter Rohöl, die zwischen dem 20. April und 15. Juni 2010 in den Golf geflossen sind, kann man wohl kaum zu dieser Kategorie zählen. Dazu kommen noch rund eine Million Liter Dispersionschemikalien, die den Ölteppich aufbrechen und das Öl absinken ließen. Diese Chemikalien haben das Desaster noch verschärft, denn sie haben das Öl in die Nahrungskette gebracht und es somit 52-mal giftiger gemacht (Quelle: Environmental Pollution - phys.org/news/...).

Seit 2010 hat Ocean Alliance die Langzeitfolgen für das Leben in den Gewässern nach der Katastrophe im Golf von Mexiko studiert. Beobachtet wurden auch die Auswirkungen der Chemikalien, die BP zur Auflösung und Absenkung des Öls aus dem Blickfeld eingesetzt hat (ein Schritt, der das Öl lediglich außer Sichtweite bringt, es aber nicht unschädlich macht). Die Daten aus dem Golf, die seit 2010 zusammengetragen wurden, sind sowohl belastbar als auch einzigartig, aber Ocean Alliance braucht die Hilfe von Sea Shepherd, um die Arbeit weiterzuführen und um die Aufmerksamkeit der Welt darauf zu lenken. Das könnte durch Sammelklagen gegen BP und die Hersteller der Dispersionschemikalien erreicht werden – Grundlage der Klagen ist die Zerstörung der Umwelt.

Von Juni bis August 2013 werden Ocean Alliance und Sea Shepherd Niederlande auf dem Forschungsschiff Odyssey zur “Operation Toxic Gulf” aufbrechen, um Daten über die Umwelt und die Lebewesen im Golf von Mexiko zusammenzutragen. Wir erwarten, dass wir mit diesen Daten weitere Beweise über das Ausmaß der Katastrophe, die von BP im Jahr 2010 verursacht wurde, erhalten werden. Sämtliche Daten werden so zusammengetragen, dass kein Leben dafür getötet wird.

Ocean Alliance verfügt über die wissenschaftlichen Partner und die Expertise, Sea Shepherd wird für die Berichterstattung in den Medien sorgen. Unsere Crews werden zusammenarbeiten, um die jetzige Situation zu beleuchten. Für uns ist es offensichtlich, dass die Massenstrandungen von toten Delfinen und anderen Meerestieren in den letzten Monaten nur der Anfang einer Umweltkatastrophe sind, die sich durch einen großen Teil dieses Jahrhunderts ziehen könnte. Nur wenn wir diese Fakten akzeptieren, können wir zukünftige Desaster verhindern. Die chemischen Dispersionsmittel werden zum Beispiel trotz ihrer giftigen Eigenschaften immer noch eingesetzt. Die Havarie der Exxon Valdez, bei der 37 000 Tonnen Öl ausgelaufen sind, war nur ein Bruchteil der Katastrophe von Deep Water Horizon. Und doch ist 24 Jahre später eine Gruppe von 22 Orcas, die im Prince William Sound gelebt haben, faktisch ausgestorben. Neun starben im Jahr nach dem Unglück, aber noch wichtiger ist, dass seit dem Zeitpunkt des Unglücks keine Jungtiere mehr in die Gruppe hineingeboren wurden. Heute sind nur noch sieben Mitglieder übrig.

Ocean Alliance und Sea Shepherd wollen eine strategische Partnerschaft aufbauen, die die nötigen Daten liefert, um das Ausmaß dieser Bedrohungen zu verstehen und um die Welt darauf aufmerksam zu machen, wie dringend es ist, die Verschmutzung der Ozeane zu beenden. Auch wenn die beiden Organisationen unterschiedliche Herangehensweisen haben, Ocean Alliance und Sea Shepherd haben dasselbe Ziel: den Schutz des Lebens im Ozean. Ocean Alliance haben sich auf wissenschaftliche Forschung und Fürsprache für die Meere (besonders für die Wale) spezialisiert, während Sea Shepherd hauptsächlich für direktes Eingreifen steht und die Plünderer der Ozeane öffentlich bloßstellt (besonders im Hinblick auf die Wale). Die Vorgehensweisen von Ocean Alliance und Sea Shepherd ergänzen sich zweifelsohne – indem wir als Team zusammenarbeiten, können wir unsere Effektivität gegenseitig steigern.







Marine Debris CampaignSea Shepherd - Operation Albacore Afrikas Garten EdenIm Namen der Tradition?

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