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27. August 2011

Sea Shepherd verhindert Grindwalblutbad auf den Färöer-Inseln

OPERATION FEROCIOUS ISLES ZUR VERTEIDIGUNG DER GRINDWALE EIN ERFOLG

"Segle voran - nur auf das tiefe Wasser steuere zu,
Verwegen, oh Seele, erforsche das Meer; ich mit dir, und du mit mir,
Denn wir geh'n dorthin, wo kein Seemann sich hingewagt,
Und wir riskieren das Schiff, uns selbst und alles."
- Walt Whitman

Die Operation Ferocious Isles zur Verteidigung der Grindwale ist fast vorbei und es sieht so aus, als ob wir unser Ziel erreicht haben. Kein einziger Wal oder Delfin wurde an den Stränden oder in den Gewässern der Färöer-Inseln getötet, während wir im Juli und August Wache hielten.

Zuvor ordnete die die färöische Polizei an, dass Grinds (das Zusammentreiben und Abschlachten von Grindwalen) während der Anwesenheit von Sea Shepherd auf den Färöer-Inseln nicht erlaubt seien. Auf diese Weise verhinderte unsere Präsenz diesen Sommer jegliche Waltötungen und rettete damit hunderten von Walen das Leben. Keine dramatische Kampagne, aber eine äußerst erfolgreiche.

Es besteht die Möglichkeit, dass Wale getötet werden, wenn die Steve Irwin und die Brigitte Bardot die Färöer verlassen, aber der Juni, Juli und August sind die berüchtigten Monate, während derer die Grindwale abgeschlachtet werden, da die Wale zu dieser Zeit am häufigsten wandern. Es war unser Ziel das Töten von Walen während dieses Zeitraums zu verhindern und dieses Ziel haben wir erreicht. Deshalb war die Operation Ferocious Isles auch äußerst erfolgreich.

Außerdem waren unsere beiden Schiffsmannschaften in der Lage, sich mit hunderten von färöischen Jugendlichen zu unterhalten und wir waren positiv überrascht, dass so viele junge Menschen gegen das Grind sind.

Sea Shepherd hatte gehofft eine öffentliche Kundgebung abhalten zu können, doch unsere Anfrage wurde von der färöischen Regierung abgelehnt, obwohl unsere Anwesenheit sowohl auf den Färöer-Inseln als auch in Dänemark großes Aufsehen erregte.

Bedeutende Errungenschaften der Kampagne bestehen auch in dem wachsenden Bewusstsein der Weltöffentlichkeit für den Walfang auf den Färöer-Inseln, was zu Auseinandersetzungen und Diskussionen unter den Einheimischen und der immer häufigeren Anwesenheit der dänischen Marine und Polizei in färöischen Gewässern führt, während Sea Shepherd sich dort aufhält. Die größte Errungenschaft ist jedoch, dass kein einziges Grind stattgefunden hat.

Die beiden Schiffe von Sea Shepherd werden zurück nach Großbritannien fahren und sich auf die Antarktis-Kampagne vorbereiten, um sich wieder den illegalen japanischen Walfängern im antarktischen Walschutzgebiet entgegenzustellen.

Am 13. September wird die Steve Irwin auf der Themse in London Gastgeber einer Veranstaltung zur Spendenerhebung sein.

Die Mannschaften der Steve Irwin und der Brigitte Bardot freuen sich sehr über die Ergebnisse der diesjährigen Kampagne und sind begierig darauf, die japanische Flotte erneut abzufangen und sie vor der Küste der Antarktis am Töten von Walen zu behindern.

”Während der letzten Monate konnten wir Wale beobachten, sie von den Inseln fernhalten und das Töten der Wale durch unsere bloße Anwesenheit verhindern. Mit dem Ergebnis dieser Kampagne sind wir mehr als zufrieden. Keine getöteten Wale bedeuten eine perfekte Kampagne und wir sind sehr glücklich über die Ergebnisse unserer Bemühungen während dieses Sommers“, sagte Captain Paul Watson.

Sea Shepherd war dieses Jahr sehr beschäftigt. Dies begann mit unserem Sieg über die japanische Walfangflotte, die wir eineinhalb Monate vor dem Ende der Jagdsaison aus dem antarktischen Walschutzgebiet vertrieben haben und sie daran hinderten 83 Prozent ihrer selbst festgelegten Fangquote zu erreichen. Seit unserem Sieg im Südpolarmeer haben wir Wilderer auf den Galapagos gefasst, Thunfischwilderer vor der Küste Libyens gestellt, bei dem 63. Treffen der Internationalen Walfangkommission in Jersey protestiert, das grausame Abschlachten von Robben in Namibia ans Licht gebracht, dazu beigetragen, dass zwei Kriminelle, die in Neuseeland auf brutale Weise Robbenbabys erschlagen haben, erwischt wurden, die Anzahl der getöteten Delfine in Taiji, Japan halbiert und jetzt können wir den Sieg für die Grindwale hier auf den Färöer-Inseln feiern.

Noch nie zuvor war Sea Shepherd auf internationaler Ebene so aktiv und effektiv wie dieses Jahr.

Und der Grund für unsere Erfolge liegt an eurer treuen Unterstützung. Wir tun das Beste, was wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln erreichen können und mehr Unterstützung heißt mehr Aktionen und Kampagnen.

Die Anzahl unserer Unterstützer wächst durch den Eindruck, den die neuen Dokumentationsfilme über Sea Shepherd, Eco-Pirate: The Story of Paul Watson, Minds in the Water, und Confessions of an Eco-Terrorist hinterlassen, beständig und natürlich auch durch die Hit-Fernsehserie Whale Wars, die jetzt bereits zum vierten Mal ausgestrahlt wird.

“Was mich wirklich befriedigt, ist die Gewissheit, dass aufgrund unseres Einschreitens in vielen Meeren dieser Welt so viele Meeresbewohner gerettet werden konnten“, sagte Captain Watson. „Wenn ich an eine Walmutter mit ihrem Kalb denke, die beide frei im Meer schwimmen, weil wir die Harpunen dieses Jahr zum schweigen gebracht haben, fühle ich eine tiefe Befriedigung, dass all unsere Bemühungen - trotz der Widrigkeiten durch die raue See, die langen Reisen, die gefährlichen Auseinandersetzungen und die politischen Schikanen - es wert waren. Und sich auf See zu befinden und von hunderten von Grindwalen umgeben zu sein, die wir von den Mördern an der Küste fernhalten konnten, war der Höhepunkt dieses Jahres.“

Erfahre mehr und lies Ein offener Brief an die Bewohner der Färöer-Inseln von Captain Paul Watson.

Unter dem Himmel der Färöer

Die Nordlichter tanzten,
Auf den Wellen über die See.
Die Sterne am Himmel schwebten,
Durch uns’re schimmernde Galaxie.

Ein Vers aus uralten Zeiten,
So eindringlich sein Gesang.
Uralte Inseln sollen uns sagen,
Eure Liebe gibt uns Kraft.

Umtost von Wirbelwinden,
Vor der Küste standen wir,
Und lauschten ihrem Singen,
Wie nie zuvor gehört.

Die Schlächter, sie mögen sie finden,
Wir haben keine Wahl.
Doch stolz beschützen wir Leben,
Denn die Wahrheit treibt uns an.

Erinnerungen erwachen, an Jahre,
Voll Zorn und voll Kampf.
An das Elend der Meeressäuger,
An die Vergeudung von Leben voll Graus.

Wir fragen, wo die Liebe ist,
Im Angesicht solcher Qual.
Ich starrte hinab in die Tiefe der See,
Zu finden sie dort nochmal.

Wir befuhren die hohe See,
Von allen Seiten geschmäht.
Harpunen, Gewehre und Haß,
Der Wahnsinn des menschlichen Seins.

Die Wale missbraucht für Ruhm,
Die Wale missbraucht für Profit.
Doch Sea Shepherd schreitet ein,
Beendet der Menschheit grausige Schande.

Es ist nicht an uns zu fragen,
Wenn die See bittere Tränen weint,
Und all die Geschöpfe der Meere,
In Todesangst auf uns blicken.

Es ist an uns, den Dreizack zu tragen,
Es ist an uns, ihn lange hochzuhalten,
Es ist an uns, voranzuschreiten,
Unsere Liebe macht uns stark.

Mit dem Dreizack in der einen Hand,
In der andern den Hirtenstab,
Suchen wir, die Balance zu heilen,
Geben zurück, was die Menschheit nahm.

Und als die kalten Winde,
Den Gesang der Wale in die Nacht trugen.
Schlossen wir die Augen und träumten,
Der Morgendämmerung entgegen.

Wir sahen die Grindwale schwimmen,
Sie schwammen in unser Lee,
Und in diesem magischen Moment,
Ertönten die Gesänge vom Grunde der See.

Unsrer aller Herzen wiegten sich im Tanz,
Auf den Wellen weit draußen im Meer.
Die Wale wandten sich der Küste ab,
Und entflohen der Region dieser Inseln.

Ein Schwarm von Geistern huscht nahe dem Strand,
So eindringlich in ihrem Gesang,
Diese uralten Inseln gemahnen uns,
Uns’re Liebe gab uns Kraft für den Kampf.

-von Captain Paul Watson, inspiriert und die Zeilen geliehen aus “Beneath a Phrygian Sky” von Loreena McKennitt

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