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Die Deutsche Postcode Lotterie gab am Samstag, den 10. Oktober, bekannt, die geplante BALTIC SEA CAMPAIGN mit einer Förderung in Höhe von 100.000 Euro zu unterstützen. Die Kampagne hat das Ziel, den heimischen Artenschutz voranzutreiben und den akuten Bedrohungszustand der marinen Lebensräume in der Ostsee nachhaltig zu verbessern.

Dank der Teilnehmer der Deutschen Postcode Lotterie ist es uns möglich, gezielte Aktionen an Land und auf See durchzuführen. Wir werden die Gewässer patrouillieren, um illegale Fischereiaktivitäten oder Verstöße gegen bestehende Schutzgesetze zu dokumentieren und aktiv zu verhindern. Darüber hinaus werden wir mit der Bergung von alter Fischereiausrüstung wie z.B. Geisternetzen sowie mit Reinigungsaktionen an den Stränden einen aktiven Beitrag leisten, die Todesfallen für Meerestiere zu dezimieren und die Belastung durch die enorme Verschmutzung zu verringern.

Die freudige Botschaft erreichte uns völlig überraschend: Am Samstag folgten wir einer Einladung zum Interview im „Kranzler Eck“, Berlin. Alles schien ganz normal, bis plötzlich die ehemalige Eiskunstläuferin Katarina Witt um die Ecke bog, um uns den Spendenscheck zu überreichen. Nicolai Duda, Schatzmeister und Fundraising Direktor Sea Shepherd Deutschland, nahm den Scheck entgegen. Die Förderung wurde bereits für das Jahr 2020 beantragt, allerdings konnte die Kampagne aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht durchgeführt werden. Die bereitgestellten Mittel dienen nun dazu, die Kampagne im Folgejahr 2021 wie geplant stattfinden zu lassen.

„Wir freuen uns sehr über das entgegengebrachte Vertrauen und die großzügige Unterstützung durch die Deutsche Postcode Lotterie. Wir werden die Zeit nutzen, um im nächsten Jahr gestärkter in die Ostsee zurückzukehren. Boot und Crew stehen bereit“, sagte Nicolai Duda.
  

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BALTIC SEA CAMPAIGN

Die Ostsee befindet sich in einem alarmierenden Zustand und zählt zu den bedrohtesten Meeresgebieten der Welt. Als Brackwassermeer ist sie ohnehin arm an Nährstoffen, hinzu kommen verschiedene Faktoren wie z.B. Eutrophierung, Überfischung, Schiffsverkehr, Verschmutzung oder Unterwasserlärm, die erschwerend auf die empfindlichen Ökosysteme einwirken und vor allem die Artenvielfalt stark gefährden. Im aktuellen Bericht zur Lage der Natur in Deutschland 2020 vom BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) wird erneut deutlich, wie stark die marinen Ökosysteme und die Artenvielfalt in Deutschland bedroht sind. Die biologische Vielfalt schwindet, das zeigt sich besonders deutlich am Beispiel der östlichen Schweinswalpopulation: Mit geschätzten 500 Tieren ist ihre Art bereits vom Aussterben bedroht. Als Hauptgründe gelten nach wie vor die grundberührende Fischerei, die mangelhafte Umsetzung und Wirksamkeit der Schutzgebiete sowie die massiven Folgen der Landwirtschaft, wie z.B. durch den Eintrag von Nährstoffen.

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Sea Shepherd Deutschland kehrt erneut in die Ostsee zurück, um für das Überleben der Schweinswale zu kämpfen und den Schutz der Ostsee weiter voranzutreiben. Wir werden die Naturschutzgebiete patrouillieren und Verstöße gegen bestehende Schutzgesetze aufdecken, um die Schweinswale und viele andere Meerestiere zu schützen. Mit Hilfe unserer Arbeit wollen wir die Öffentlichkeit über die Missstände in der Ostsee informieren und für den notwendigen Schutz sensibilisieren.

Vermessung eines Totfundes. Baltic Sea Campaign 2017

„Der Druck auf die Politik muss erhöht werden, um die Schutzmaßnahmen wirkungsvoll zu gestalten und die Fischerei nachhaltig zu verändern, dazu gehört auch das absolute Fischereiverbot in ausgewiesenen Naturschutzgebieten. Deutschland muss reagieren! Wir haben es in der Hand, die letzten Wale in unseren heimischen Gewässern vor dem Aussterben zu bewahren“, sagte Manuel Abraas, Geschäftsführer Sea Shepherd Deutschland.


Die aktive Kampagnenphase wird im Frühjahr 2021 starten, weitere Informationen werden erst mit dem offiziellen Kampagnenstart bekanntgegeben.

Schweinswale werden in der Nähe von Stellnetzen gesichtet. Baltic Sea Campaign 2017



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