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Montag, 17. August 2020:  Am 8. August setzten Beamte der gabunischen Behörden, die sich an Bord des Sea-Shepherd-Schiffes BOB BARKER aufhielten, zwei Schleppnetzschiffe mit über einer Tonne Rochen und Rochenflossen in den Gewässern von Zentralwestafrika fest.

Im Rahmen von OPERATION ALBACORE V entdeckten Inspektoren bei einer Routinekontrolle des einheimischen Schleppnetzschiffes GUO JI 826 unter anderem einen Fang von zwei Rochenarten, die beide zu den verbotenen Arten gehören. Einem Teil dieser Rochen hatte man die Flossen abgeschnitten. Außerdem wurden fünf Tonnen Kreuzwels entdeckt, der in den Gewässern Gabuns nicht gefangen werden darf. Die Kampagne OPERATION ALBACORE V ist eine Zusammenarbeit zwischen der Regierung von Gabun und Sea Shepherd zur Durchführung gemeinsamer Patrouillen auf See, um illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei) zu stoppen.

Die festgesetzten Schleppnetzschiffe GUO JI 826 und GUO JI 866. Foto Youenn Kerdavid/Sea Shepherd
Beim Entern eines weiteren Schleppnetzschiffes, der GUO JI 866, das sich in der Nähe befand, wurden zusätzliche Rochenflossen entdeckt, wobei der Kapitän den Ermittlern verriet, dass im Fischraum noch weitere Kisten mit Flossen unter Kartons voller Fisch versteckt waren.

Die BOB BARKER fängt die illegalen Schleppnetzschiffe ab. Foto Youenn Kerdavid/Sea Shepherd

Um sicherzustellen, dass kein Beweismaterial manipuliert oder zerstört werden konnte, ordnete der gabunische Fischereiminister Biendi Maganga-Moussavou an, dass sowohl die GUO JI 826 als auch die GUO JI 866 festgesetzt und von gabunischen Marinesoldaten und der BOB BARKER zum Hafen von Libreville eskortiert werden sollten.

Bei weiteren Untersuchungen im Hafen fanden die Behörden dann insgesamt 40 Kisten (800 Kilogramm) Rochen und 13 Kisten (260 Kilogramm) Rochenflossen einschließlich einer Stechrochenart (Fontitrygon margarita), die stark gefährdet ist.

Ein Meeresbiologe von Sea Shepherd untersucht Flossen von Rochen. Foto Youenn Kerdavid/Sea Shepherd
„Die Festnahme dieser beiden Schleppnetzschiffe zeigt, wie wichtig es ist, die Fischereikontrollen auf See auch während der Pandemie fortzusetzen. Wir konnten diese Verbrechen nur aufdecken, weil die gabunischen Strafverfolgungsbehörden, mit Unterstützung der Sea-Shepherd-Crew auf der BOB BARKER, trotz COVID-19 ihren Dienst mit vollem Einsatz auf See fortsetzen", sagte Byron Carter, Kapitän der BOB BARKER.

Seit 2019 ist das Abschneiden von Hai- und Rochenflossen in den Gewässern Gabuns streng verboten.

Ein Meeresbiologe von Sea Shepherd mit einem gabunischen Marinesoldaten. Foto Youenn Kerdavid/Sea Shepherd
Die Schiffe GUO JI 826 und GUO JI 866, wegen dem Abschneiden von Flossen festgesetzt. Foto Youenn Kerdavid/Sea Shepherd

Sea Shepherd Legal, eine mit Sea Shepherd verbundene Anwaltskanzlei für Umweltrecht, arbeitet derzeit daran, die gabunische Regierung bei der Einrichtung des ersten Haischutzgebietes in Afrika zu unterstützen.

„Sea Shepherd lobt Gabuns Führung für den Schutz von Haien und Rochen, aber auch für die Fortsetzung der Fischereiüberwachung auf See während einer Pandemie. Wilderer machen während einer Pandemie keine Pause, genauso wenig wie unsere stolze Allianz aus gabunischen Fischereiinspektoren, Umweltschutzbeamten, Marinesoldaten und die Sea-Shepherd-Crew", sagte Peter Hammarstedt, Kampagnenleiter von Sea Shepherd.


Team der Fischereibehörde an Bord eines der festgesetzten Schiffe. Foto Youenn Kerdavid/Sea Shepherd

OPERATION ALBACORE

Jedes Jahr werden schätzungsweise zwischen 11 und 26 Millionen Tonnen Fisch durch IUU-Fischerei gefangen. In west- und zentralwestafrikanischen Gewässern landen sogar bis zu 40 % der Fangmengen in den Netzen von kriminellen Fischereiunternehmen.

Im Jahr 2016 arbeitete Sea Shepherd mit der Regierung Gabuns bei der ersten OPERATION ALBACORE zusammen. Seitdem hat die Zusammenarbeit zu Hunderten von Inspektionen von Fischereifahrzeugen auf See und der anschließenden Festsetzung von zwölf illegalen Fischereifahrzeugen geführt. Die Partnerschaft umfasst Gabuns Ministerium für Fischerei und Aquakultur, die gabunische Marine und Nationalparkvereinigung.

Seit 2016 arbeitet Sea Shepherd partnerschaftlich mit den Regierungen von Gabun, Liberia, São Tomé und Príncipe, Benin und Tansania zusammen, um die IUU-Fischerei zu bekämpfen, indem sie den afrikanischen Küstenstaaten zivile Küstenpatrouillenschiffe zur Verfügung stellt, damit die Behörden die Fischereivorschriften und die Naturschutzgesetze in ihren Hoheitsgewässern durchsetzen können. Bis heute haben diese einzigartigen Partnerschaften zur Festsetzung von 54 Schiffen wegen illegaler Fischerei und anderer Fischereiverbrechen geführt.

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