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30. März 2020: "Auf Anraten unseres medizinischen Beirats hat Sea Shepherd Global für unsere Schiffe, die sich derzeit alle – einschließlich der OCEAN WARRIOR, BOB BARKER und SAM SIMON – im Hafen befinden, beschlossen, für mindestens die kommenden 14 Tage in freiwillige Quarantäne zu gehen. Dies dient der Sicherheit unserer Besatzungen, ist aber auch ein Akt der Solidarität mit den medizinischen Fachkräften, um die Corona-Kurve abzuflachen und die Belastung der medizinischen Dienste zu verringern.“

Kommentar von Captain Peter Hammarstedt, Kampagnenleiter von Sea Shepherd Global

Nach rund einem halben Jahrhundert Erfahrung mit Kampagnen auf See sind unsere Kapitäne und Besatzungen daran gewöhnt, flexibel mit Unsicherheit und schnellen Veränderungen umzugehen, sei es die Unvorhersehbarkeit von schlechtem Wetter und gefährlichen Eisverhältnissen oder die Unberechenbarkeit von Wilderern.

Captain Peter Hammarstedt. Fotos: Tony Fenn James/Sea Shepherd Global.

Sie stehen nun zum ersten Mal einem unsichtbaren Gegner gegenüber. Einem Gegner, dem wir alle gemeinsam gegenüberstehen: COVID-19, besser bekannt als Coronavirus.

Bei allen Kampagnen, von der Antarktis bis zum Golf von Guinea, waren Schiffsärzte an Bord, die sich um die Gesundheit unserer Freiwilligen gekümmert haben. Diese Ärzte kämpfen nun gegen COVID-19 und wir müssen sie jetzt genauso unterstützen, wie sie uns in einigen der entlegensten Gewässer der Welt unterstützt haben.

Wie die meisten unserer Unterstützer wissen, hat Sea Shepherd Global Partnerschaften mit Ländern rund um den afrikanischen Kontinent geschlossen, um den illegalen Fischfang zu bekämpfen. Partnerschaften, die zur Festsetzung von 52 Schiffen wegen Fischereiverbrechen geführt haben, wodurch unzählige Meeresbewohner gerettet werden konnten. Die Gesundheitsbehörden in fast allen unseren Partnerländern haben Fälle von COVID-19 registriert und infolgedessen vernünftigerweise Reisebeschränkungen eingeführt. Auch aus Solidarität mit ihnen und unseren Freunden und Kollegen vor Ort sind wir in Selbstquarantäne.

Besatzung der SAM SIMON

Wann immer es ein Chaos gibt, rücken Wilderer an. Als Liberia von Ebola heimgesucht wurde, fielen illegale Schleppnetzschiffe dutzendweise dort ein.

Wir haben deshalb die Verpflichtung gegenüber einander, den Meeresbewohnern und unseren gemeinsamen Werten, stärker als je zuvor aus dieser Pandemie herauszukommen. Selbstquarantäne ist die beste Taktik, um sicherzustellen, dass wir diese Krise heil überstehen.

Unsere Kapitäne und Besatzungen werden diese Zeit damit verbringen, unsere Schiffe wieder flottzumachen, damit sie in See stechen können, sobald es sicher ist. Nach den schnell aufeinanderfolgenden Kampagnen auf See benötigen unsere Schiffe viel Wartung, es gibt also viel zu tun.

Besatzung der BOB BARKER

Bis dahin ist diese vorübergehende Pause bei unseren Seepatrouillen eine Gelegenheit, über unsere vielen Erfolge im vergangenen Jahr nachzudenken. Die Große Australische Bucht ist momentan sicher vor Ölbohrungen, nachdem der letzte der drei Ölkonzerne ihre Pläne aufgegeben hat. Die Gewässer der Antarktis sind endlich ein wahres Schutzgebiet für Meeresbewohner, da dies der erste australische Sommer war, in dem die Antarktis sowohl vom illegalen Walfang als auch vom illegalen Fischfang verschont wurde. Vier Anfang Dezember in Benin festgesetzte Schleppnetzschiffe werden weiterhin im Hafen von Cotonou festgehalten. Was wir vor der Küste der Antarktis erreichen konnten, werden wir mit der partnerschaftlichen Unterstützung der Regierungen in West- und Ostafrika erreichen – ein Ende der Wilderei.

So wie beim Start der Verfolgung des von Interpol gesuchten Wildererschiffs THUNDER im Jahr 2014, wissen wir nicht, wann diese neue Herausforderung namens Corona enden wird, aber es wird ein Ende geben. Und dann wird unsere Jagd auf Wilderer weitergehen und wir werden stärker sein als je zuvor sein.

Besatzung der OCEAN WARRIOR



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