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25. September 2019:  Letzten Monat stieß einer der Ranger aus Gabuns Nationalparks (National Agency for National Parks) auf einen Buckelwal, der sich in einer entsorgten Lockboje verfangen hatte. Der Wal hatte schon seit einiger Zeit zu kämpfen und brauchte dringend Hilfe.

Die Gewässer Gabuns sind reich an biologischer Vielfalt und ein Hot Spot für Wale und Delfine. Dieser Reichtum an Leben zieht aber leider auch große kommerzielle Fischereifahrzeuge an, deren Fangmethoden aufgrund von Beifängen und zurückgelassenen Fanggeräten erhebliche Auswirkungen auf Nichtzielarten haben.

Ranger aus Gabun nähert sich dem verhedderten Wal. Foto: Sea Shepherd
"Es waren keine anderen Boote oder Taucher verfügbar, also kümmerte ich mich selbst darum. Als ich den Wal erreichte, ging ich ins Wasser, um ihn mir genauer anzusehen. Er steckte in einer Lockboje und einem Netz fest. Die Sicht war schlecht, so dass ich nicht sehen konnte, was los war. Ich fing also an, alle Stricke, die unter Spannung standen und auch das Netz zu zerschneiden."

Über mehrere Stunden hinweg setzte der Ranger bei dem Versuch den Wal unter gefährlichen Bedingungen zu retten sein eigenes Leben aufs Spiel.

Der Ranger schneidet durch die Leinen, die an dem Wal hängen. Foto: Sea Shepherd
"Das Boot nahm mich an Bord und wir folgten dem Wal, der inzwischen weiter schwamm. Schließlich sprang ich hinter dem Wal ins Wasser und hielt mich an der Boje fest. Der Wal zog mich etwa 1,5 km lang durchs Wasser, während ich die Lockboje losschnitt. Die quadratische Kunststoffboje hing wie ein Fallschirm hinter dem Wal. Mit jedem Seilschnitt wurde der Widerstand geringer und der Wal schwamm schneller davon. Ich schaffte es, auch das letzte Seil an der Fluke zu kappen, bevor ich vor lauter Erschöpfung losließ."

Noch während der Ranger die Leinen zerschneidet, wird er von dem Wal mit gezogen. Foto Sea Shepherd
Ein kleines Flugzeug bestätigte später, dass der Wal wieder frei schwamm, ohne Lockboje und ohne Netz an der Fluke. Gabon Parks konnte die entsorgten Lockbojen einsammeln und an Land bringen.

Obwohl diese Geschichte ein Happy End hat, haben andere Wale nicht so viel Glück. Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr über 300.000 Wale und Delfine in unseren Ozeanen an den Folgen der industriellen Fischerei. Dies ist einer der vielen Gründe, warum unsere Arbeit in afrikanischen Gewässern und der Kampf gegen illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei) so wichtig für den Schutz der Meeresbewohner sind.

Erst kürzlich wurde OPERATION GAMBIAN COASTAL DEFENSE ins Leben gerufen. Sea Shepherds neue Partnerschaft mit Gambia. Gambia ist somit der siebte afrikanische Küstenstaat, der sich Sea Shepherd angeschlossen hat, um illegale Fischerei in den Küstengewässern durch gemeinsame Patrouillen auf See zu stoppen.
Weitere Infos unter: www.sea-shepherd.de/2746

Die entsorgten Lockbojen. Foto: Sea Shepherd


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