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Montag, 9. September 2019:  Bei einer gemeinsamen Operation in Partnerschaft mit der Regierung von Gambia zur Bekämpfung der illegalen, unregulierten und undokumentieren (IUU) Fischerei in Westafrika wurden zwei industrielle Schleppnetzschiffe wegen einer Reihe von Fischereidelikten festgesetzt. Vier Tage später haben gambische Fischerei-Inspektoren an Bord der SAM SIMON nun ein drittes Schleppnetzschiff festgesetzt.

Am 1. September wurde das Fischereifahrzeug MOHAMED von gambischen Fischerei-Inspektoren und der gambischen Marine mit Unterstützung der Sea-Shepherd-Besatzung wegen 15 Fällen von Fischfang innerhalb der neun Meilen langen Sonderverwaltungszone Gambias verhaftet, die den Kleinfischern vorbehalten ist.

Ein Soldat der gambischen Marine mit der SAM SIMON im Hintergrund
Die Übergriffe wurden sowohl durch das schiffseigene Fischereiprotokoll als auch durch Aufzeichnungen des Automatischen Identifikationssystems (AIS) an Bord bestätigt. Das AIS übertrug zum Zeitpunkt des Enterns nicht aktiv, was auf Bemühungen hindeutet, die Position und Aktivität des Schiffes vor Strafverfolgung zu verbergen, aber die AIS-Daten werden in durchsuchbaren Archiven gespeichert, die eine Übersicht über den Standort und die Geschwindigkeit eines Schiffes in der Vergangenheit ermöglichen.

Fang an Bord der MOHAMED
Die Gewässer von Gambia sind besonders reich an Artenvielfalt, da das Land dort liegt, wo der nährstoffreiche Gambia-Fluss in den Kanarischen Strom mündet. Die Lebensgrundlage von über 200.000 Gambiern ist direkt oder indirekt von der lokalen Fischerei abhängig, während die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) davon ausgeht, dass mehr als 46% der bewerteten Fischbestände im östlichen Mittelatlantik von Überfischung betroffen sind.

Gambische Fischerei-Inspektoren untersuchen die Brücke der MOHAMED
Sardinen und andere kleine pelagische Arten sind für die Gambier von entscheidender Bedeutung, weshalb das Ministerium für Fischerei und Wasserressourcen ein neun Meilen langes Sonderverwaltungsgebiet eingerichtet hat, um die von Kleinfischern genutzten Gewässer zu erhalten. Industrielle Schleppnetzschiffe kommen jedoch routinemäßig nahe an die Küste, worüber sich viele Kleinfischer täglich beim Ministerium beschweren und eine Entschädigung für verlorene Netze fordern, die durch die Schleppnetzschiffe verloren gehen, da diese die Netze einfach überfahren. Auch die Populationen der Sardinen nehmen aufgrund dieser täglichen Übergriffe rapide ab.

Das Netz der MOHAMED
Die MOHAMED wird derzeit im gambischen Hafen von Banjul festgehalten, zusammen mit der LU LAO YUAN, der YU 010 und der VICTORY 205.
„Mit drei Verhaftungen in weniger als einer Woche übernimmt James Furmos Peter Gomez, Minister für Fischerei und Wasserressourcen, die Art von Führungsrolle, die zur Bekämpfung der illegalen Fischerei in den Gewässern von Gambia erforderlich ist. Obwohl die Präsenz der SAM SIMON jetzt bekannt ist – und die Schleppnetzschiffe dadurch davon abgehalten werden, in die Sonderverwaltungszone einzufahren – sendet der Minister die klare Botschaft, dass auch früher begangene Straftaten untersucht werden“, sagte Peter Hammarstedt, Kampagnenleiter bei Sea Shepherd Global.

Zwei Soldaten untersuchen die Situation an Deck der MOHAMED
Mit OPERATION GAMBIAN COASTAL DEFENSE – Sea Shepherds Partnerschaft mit Gambia – schließt sich der siebte afrikanische Küstenstaat an, die illegale Fischerei in den Küstengewässern durch gemeinsame Patrouillen auf See zu stoppen.

Seit 2016 arbeitet Sea Shepherd zusammen mit den Regierungen von Gabun, Liberia, São Tomé und Príncipe, Tansania, Benin und Namibia an der Bekämpfung der IUU-Fischerei, indem sie den afrikanischen Küstenstaaten zivile Küstenpatrouillenschiffe zur Verfügung stellt, damit die Behörden die Fischereivorschriften und die Naturschutzgesetze in ihren Hoheitsgewässern durchsetzen können. Bisher haben die einzigartigen Partnerschaften zur Festnahme von 34 Schiffen wegen illegaler Fischerei und anderer Fischereiverbrechen geführt.

mohammain

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