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2. September 2019: Am 27. August wurden die Fischereifahrzeuge LAO YUAN YU 010 und die VICTORY 205 von gambischen Fischerei-Inspektoren und der gambischen Marine in Zusammenarbeit mit der Sea-Shepherd-Crew wegen mehrerer Fischereiverstöße verhaftet – darunter das Fischen ohne Fischereiprotokoll und innerhalb der neun Meilen langen Sonderverwaltungszone in Gambia, die für Kleinfischer reserviert ist.

Die Gewässer von Gambia sind besonders reich an Artenvielfalt, da das Land dort liegt, wo der nährstoffreiche Gambia-Fluss in den Kanarischen Strom mündet. Die Lebensgrundlage von über 200.000 Gambiern ist direkt oder indirekt von der lokalen Fischerei abhängig, während die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) davon ausgeht, dass mehr als 46% der bewerteten Fischbestände im östlichen Mittelatlantik unter Überfischung leiden.

Die LAO YUAN YU 010 wird von der SAM SIMON bewacht. Foto: Flavio Gasperini/Sea Shepherd
Sardinen und andere kleine pelagische Arten sind für die Gambier von entscheidender Bedeutung, weshalb das Ministerium für Fischerei und Wasserressourcen ein neun Meilen langes Sonderverwaltungsgebiet eingerichtet hat, um die von Kleinfischern genutzten Gewässer zu erhalten. Industrielle Schleppnetzschiffe kommen jedoch routinemäßig nahe an die Küste, worüber sich viele Kleinfischer täglich beim Ministerium beschweren und eine Entschädigung für verlorene Netze fordern, die durch die Schleppnetzschiffe verloren gehen, da diese die Netze einfach überfahren. Auch die Populationen der Sardinen nehmen aufgrund dieser täglichen Übergriffe rapide ab.

An Bord der VICTORY 205 entdeckten die Fischerei-Inspektoren, dass das Schleppnetzschiff im vergangenen Monat zwei Mal innerhalb des Sonderverwaltungsgebiets gefischt und sich am 10. August der Schleppnetzfischerei in einem Abstand von 1,6 Seemeilen von der Küste schuldig gemacht hat. Die Lebensbedingungen an Bord der VICTORY 205 waren katastrophal, mit sechs afrikanischen Besatzungsmitgliedern aus Sierra Leone und Gambia, die in einem kleinen Raum zwischen Maschinenraum und Steuerhaus untergebracht waren. Der von der steigenden Temperatur des Maschinenraums erhitzte Raum glich einem Ofen, mit verschmutzten Matratzen und nicht einmal genug Platz, um sich aufzurichten.

Die VICTORY 205
Die VICTORY 205 und die LU LAO YUAN YU 010 werden derzeit im gambischen Hafen von Banjul festgehalten.

„Sea Shepherd ist sich der Herausforderungen bei der Überwachung und Kontrolle in westafrikanischen Gewässern bewusst und begrüßt daher die Initiative der Regierung von Gambia, eine Partnerschaft mit uns einzugehen, um den Schutz des Sonderverwaltungsgebiets zu gewährleisten und die illegale Fischerei zu bekämpfen. James Furmos Peter Gomez, Minister für Fischerei und Wasserressourcen, zeigt kriminellen Fischern, dass illegale Aktivitäten in den Gewässern von Gambia nicht toleriert werden“, sagte Peter Hammarstedt, Kapitän der SAM SIMON, während der Festsetzung der beiden Schiffe.

Gambische Fischerei-Inspektoren werden zur LAO YUAN YU 010 gebracht. Foto: Flavio Gasperini/Sea Shepherd
Mit OPERATION GAMBIAN COASTAL DEFENSE – Sea Shepherds Partnerschaft mit Gambia – schließt sich der siebte afrikanische Küstenstaat an, die illegale Fischerei in den Küstengewässern durch gemeinsame Patrouillen auf See zu stoppen.

OPERATION GAMBIAN COASTAL DEFENSE wurde von Kongsberg Satellite Services (KSAT) unterstützt, die Analysen und Bilder hochauflösender Radare (SAR) und optischer Satelliten lieferten. Dazu gehörten 20 beispiellose Bilder aus dem Zeitraum innerhalb der wichtigen ersten 100 Stunden der Patrouille, wobei die Informationen auf der Brücke der SAM SIMON in nur 45 Minuten verfügbar waren. Unter Verwendung von 12 verschiedenen Satelliten aus sieben verschiedenen Ländern, die eine flächendeckende Überwachung der gambischen Gewässer gewährleisten, entdeckte man über 750 Schiffe, die in der ersten Woche ausgewertet wurden. Maxar Technologies stellte KSAT auch großzügig hochauflösende optische Bilder zur Verfügung, um die Patrouille zu unterstützen.

gambiafest6
Seit 2016 arbeitet Sea Shepherd zusammen mit den Regierungen von Gabun, Liberia, São Tomé und Príncipe, Tansania, Benin und Namibia an der Bekämpfung der IUU-Fischerei, indem sie den afrikanischen Küstenstaaten zivile Küstenpatrouillenschiffe zur Verfügung stellt, damit die Behörden die Fischereivorschriften und die Naturschutzgesetze in ihren Hoheitsgewässern durchsetzen können. Bisher haben die einzigartigen Partnerschaften zur Festnahme von 34 Schiffen wegen illegaler Fischerei und anderer Fischereiverbrechen geführt.

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