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Netz wird eingeholtAuf ihren Patrouillen der Schutzgebiete in der Ostsee hat die Crew der EMANUEL BRONNER nicht nur aktiv genutzte Netze gefunden, sondern auch mehrere zurückgelassene, verloren gegangene oder anderweitig entsorgte Fischereigeräte. Es wird angenommen, dass in der Ostsee jedes Jahr mehr als 10.000 Fischernetze verloren gehen. Geisternetze machen beinahe ein Zehntel der weltweiten Meeresvermüllung aus.

Während der PERKUNAS-Kampagne von Sea Shepherd Deutschland überwacht die Crew Stellnetze, da sie als die größte Bedrohung für die Schweinswale und andere Meeresbewohner gelten. Das Ziel der Kampagne ist es, ein Verbot für diese Fischereimethoden in den Bereichen zu erkämpfen, die wichtig für das Überleben der Schweinswale sind. Während ihrer Patrouillen hat die Crew auch ein anderes Problem mit dieser Fischereiausrüstung aufgedeckt: Gestellte Netze bleiben mindestens für 12 Stunden täglich auf See, ohne von den Fischern überwacht zu werden. So können sie durch Wetterbedingungen, das Kollidieren mit Schiffen oder andere Ursachen verloren gehen. Aufgrund der starken Unterwasserströmung können diese Netze einige Kilometer von der Stelle, an der sie ursprünglich verankert waren, abtreiben. Meistens bleiben sie irgendwann in Wracks oder an Korallen hängen, und wie so oft passiert es, dass sie in einem Gebiet landen, in dem sie weiterhin Fische fangen, die nicht zur Zielgruppe gehören oder sogar unter Naturschutz stehen. Auch stellen diese Netze eine potenzielle Gefahr für den Schiffsverkehr dar, da sie sich in Schiffsschrauben verfangen und schwere Unfälle verursachen können.

Heutzutage werden Stellnetze meistens aus Nylon hergestellt, dessen Abbau bis zu 500 Jahre dauern kann. Diese Netze werden also über Jahrhunderte hinweg unkontrolliert Meeresbewohner fangen, und deswegen nennt man sie die „leisen Killer" der Meere. Hinzu kommt, dass beim Zersetzen von Nylon Plastikpartikel freigesetzt werden, die in der Meeresnahrungskette enden, und Fische sowie andere Meeresbewohner vergiften. Anfang des Jahres, während der OPERATION ØRESUND, entdeckte Sea Shepherd Schweden fünf tote Schweinswale, die sich in Geisternetzen verfangen hatten. Schweinswale werden von den Fischen angelockt, die in den Netzen gefangen wurden, und wenn sie hineinschwimmen, um zu fressen, verheddern sie sich selbst darin.

Plastic bottle from the Net
Es gibt mehrere Methoden, um Geisternetze aus der Ostsee zu entfernen, was für das marine Ökosystem sehr wichtig ist. Im Zuge der PERKUNAS-Kampagne hat die Crew der EMANUEL BRONNER auch Teile von Fischereiausrüstung geborgen, die ohne Registrierungsnummer im Meer trieb und offenbar schon vor längerer Zeit verloren ging oder entsorgt wurde. Die Bergung ist ein wichtiger Teil, aber wird nicht reichen, um das Leben der Meeresbewohner effektiv zu schützen. Die Geisternetze und die Stellnetze fangen Arten, die nicht zur Zielgruppe gehören, da sie nicht in der Lage sind, zwischen den Tierarten, die sich in ihnen verfangen, zu unterscheiden. Während zahlreiche Geisternetze für mehrere hundert Jahre dort draußen bleiben, sind die aktiven Fischereiausrüstungen jeden Tag, zu fast jeder Jahreszeit dort draußen und übertreffen die Anzahl der Geisternetze um ein Vielfaches. Jedes geborgene Geisternetz war einmal genutzte Fischereiausrüstung. Um dem Problem der Geisternetze Herr zu werden, reicht es nicht, sie zu bergen, sondern man muss auch die Quelle eliminieren: die aktiven Stellnetze.

Geisternetz an Bord der EMANUEL BRONNER
Sea Shepherd Deutschland verlangt ein Verbot von Stellnetzen und anderer zerstörerischer Fischereiausrüstung in den Schutzgebieten der Schweinswale, weil sie eine große Bedrohung für die Tiere darstellen. Die Bemühungen zur Entfernung von Geisternetzen sollten ebenfalls verstärkt werden, aber das reicht nicht aus, wenn jeden Tag neue potenzielle Todesfallen in der Ostsee aufgestellt werden.



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  • 14.07. - Earth Peace Day, Augsburg
  • 14.07. - Lush Charity Pot Party, Hannover
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