• Simple Item 10
  • Simple Item 9
  • 1
  • 2

31. März 2011: Nach der erfolgreichen Antarktis-Kampagne, bei der die Walfänger aus dem antarktischen Walschutzgebiet vertrieben wurden, wendet sich die Sea Shepherd Conservation Society nun dem Schutz von Haien zu. Die Niederschrift des Vertrages wurde diesen Monat zwischen der Meeresschutzorganisation und dem Inselstaat unterzeichnet. Der historische Vertrag bevollmächtigt Sea Shepherd, direkt mit Palaus Abteilung für die Durchsetzung von Seerecht (DMLE) zusammenzuarbeiten, um ein einzigartiges Meeresschutzgebiet zu bewachen, welches als erste Haischutzzone ausgewiesen wurde. Während eines kürzlichen Besuches in Palau trafen Captain Paul Watson und Geschäftsführer Steve Roest Seine Exzellenz Präsident Johnson Toribiong und den 16-köpfigen traditionellen Häuptlingsrat, der dem Präsidenten beratend zur Seite steht, um den Vertrag zu unterzeichnen.

Der Vertrag zufolge

  • entsendet Sea Shepherd “auf eigene Kosten” ein Schiff zur Patrouille in die Hoheitsgewässer Pallaus, um gegen illegale Fischerei einzuschreiten
  • unterstützt Sea Shepherd die DMLE-Beamten auf deren Schiffen, um die Verfolgung von Straftaten in vollem Maße zu ermöglichen
  • ist das Verhältnis zwischen Sea Shepherd und Palau als „Partnerschaft im Meeresschutz“ definiert
  • “Präsident Johnson Toribiong steht beim aktiven Haischutz an vorderster Stelle und die Gründung eines Hai- und Meeressäugerschutzgebietes ist eine Handlungsaufforderung an andere Nationen, die sinkenden Populationen von Meereslebewesen zu verteidigen. Die Sea Shepherd Conservation Society hat die Ehre, mit Präsident Toribiong und Palaus Häuptlingsrat zusammenzuarbeiten, und wir sind stolz darauf, unseren Teil zum Schutz dieser unglaublich schönen und biologisch wichtigen Inseln der Republik von Palau beizutragen“, so Captain Paul Watson.

In enger Zusammenarbeit mit Dermont Kane, dem Gründer der Organisation „Haischutzgebiet Palau“ schlugen Captain Watson und Steve Roest Präsident Toribiong vor, bei der Verfolgung illegaler Fischereiaktivitäten in Palaus Hoheitsgewässern mitzuhelfen und besonders gegen die Praxis des Shark Finnings, dem Abschneiden von Haifischflossen, einzuschreiten. Keane, der die Niederschrift des Vertrages als Zeuge unterzeichnete, begrüßte die historische Partnerschaft mit Sea Shepherd und sagte: „Dies ist ein Meilenstein für Palaus Bemühungen um den Naturschutz und sendet ein klares Signal an die Weltöffentlichkeit: Unsere Nation meint es mit der Vollstreckung von Meeresschutzgesetzen ernst und mit Hilfe der Sea Shepherd Conservation Society können kleinere Staaten mit Sicherheit viel bewirken.“

Präsident Toribiong und Palaus Häuptlingsrat stimmten alle darin überein, dass ihr Land Hilfe von Sea Shepherd benötigt, um Palaus spektakuläre und sensible Meeresgebiete zu beschützen. Im September 2009 wandte sich Präsident Toribiong an die Vereinten Nationen und erklärte Palaus Hoheitsgewässer zum ersten offiziellen Haischutzgebiet der Welt. Im August 2010 erkannte der Präsident den Schutz aller Meeressäuger im gleichen Schutzgebiet an. Trotz steigender Wildereiaktivitäten in Palaus Gewässern hat seine Unterstützung des Naturschutzes nicht nachgelassen. Diese gemeinsamen Bemühungen der Regierung von Palau und Sea Shepherd leiten die nächste Phase von Präsident Toribiongs Naturschutzplänen ein: Gesetzesvollstreckung direkt vor Ort.

“Dieser Vertrag ist ein Beispiel für eine besorgte Regierung, die mit einer nichtstaatlichen Organisation wie Sea Shepherd zusammenarbeitet. Er bekräftigt die Tatsache, dass kleine Inselstaaten an der Spitze des Meeresschutzes stehen und bereit sind, die Angelegenheiten in ihre eigenen Hände zu nehmen, bevor es zu spät ist, etwas gegen die Bedrohung der Meeresbewohner und ihren Lebensraum zu unternehmen“, sagte Roest.

Sea Shepherd hat eine lange Tradition der Zusammenarbeit mit Regierungen gegen Wilderei. Der erste Vertrag wurde mit den Galapagos-Inseln geschlossen, wo Sea Shepherd mittlerweile elf Jahre mit dem Gapalagos Nationalpark und der ecuadorianischen Polizei zusammenarbeitet, um die Gewässer des Galapagos Meeresschutzreservates zu beschützen.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen