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hailung11821. März 2018:  Die HAI LUNG, ein berüchtigtes Schiff, das für das Wildern von Riesen-Antarktisdorschen und Schwarzen Seehechten in der Antarktis bekannt ist, wurde am 13. März von der liberianischen Küstenwache mit Unterstützung von Sea Shepherd in den Gewässern des westafrikanischen Staates Liberia festgesetzt.

Die HAI LUNG, die der Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) unter ihrem früheren Namen „KILY“ bekannt ist, durchquerte gerade liberianische Gewässer, als sie von einem Team der liberianischen Küstenwache mit Hilfe der Sea-Shepherd-Besatzung an Bord des Patrouillenschiffes SAM SIMON geentert wurde.

Die HAI LUNG ist ein berüchtigtes Fischereifahrzeug, das bei mehreren regionalen Fischereiorganisationen, darunter die Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR), die Kommission für die Fischerei im Südostatlantik (SEAFO) und die Kommission für die Fischerei im Nordostatlantik (NEAFC) auf der schwarzen Liste steht und unter vielen verschiedenen Namen operierte, einschließlich „YELE“, „RAY“, „KILY“, „CONSTANT“, „TROPIC“ und „ISCLA GRACIOSA“.

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Infolgedessen wurde dem Schiff der Zugang zu den Häfen in Togo und Angola verweigert, und inoffiziellen Quellen zufolge wurde es in Nigeria festgesetzt, weil es im vergangenen Jahr ohne Genehmigung in nigerianische Gewässer eingefahren war.

An Bord der HAI LUNG wurden dem Enteroffizier der liberianischen Küstenwache gefälschte Dokumente vorgelegt, aus denen hervorgeht, dass die HAI LUNG als Fischereifahrzeug unter der Flagge der Republik Indonesien gemeldet ist.

Das Schiffszertifikat wurde angeblich am 8. August 2017 in Jakarta (Indonesien) von einem hochrangigen Beamten des Verkehrsministeriums ausgestellt, der längst in eine andere Regierungsposition versetzt worden war. Das indonesische See- und Fischereiministerium hat keine Aufzeichnungen von dem Schiff in seinen Datenbanken.

Das gefälschte Schiffszertifikat macht die HAI LUNG zu einem Schiff ohne Flaggenstaat, das überall festgesetzt werden kann. Auch auf hoher See.

Liberianische Küstenwache sichert die HAI LUNG. Foto: Katie Mähler/Sea Shepherd
„Aus diesen Gründen, einschließlich einer langen Liste anderer Verstöße, nicht zuletzt wegen des Verdachts der Flucht vor der Justiz in Nigeria durch Bestechung der Schifffahrtspolizei, hat die liberianische Küstenwache beschlossen, die HAI LUNG festzusetzen und sie auf dem Stützpunkt der liberianischen Küstenwache im Hafen von Monrovia für weitere Untersuchungen festzuhalten“, sagte der liberianische Verteidigungsminister Daniel Ziankahn.

Der Eigentümer der HAI LUNG ist vermutlich der Spanier Argibay Perez, ein berüchtigter Wilderer der „Galizischen Mafia“, der sowohl in La Rèunion (Frankreich) als auch in Australien wegen Verbrechen verurteilt wurde. Im Jahr 1999 belegte der Oberste Gerichtshof von Westaustralien Perez mit einer Geldstrafe, weil man zu dem Schluss kam, „dass der Angeklagte sechs schwerwiegende Straftaten auf hohem kriminellen Niveau begangen hat“.

Ein Schlauchboot von Sea Shepherd assistiert der liberianischen Küstenwache bei der Verfolgung der HAI LUNG. Foto: Sea Shepherd
Argibay Perez hat auch Verbindungen zu der VIKING, einem Schiff, gegen das im Jahr 2013 von Interpol eine Lila Ausschreibung verhängt wurde, bevor es 2016 von der indonesischen Marine festgesetzt und versenkt wurde.

„An Bord der HAI LUNG entdeckte das Team der liberianischen Küstenwache ein Kontaktregister, das über ein Dutzend berüchtigte Antarktisdorschwilderer enthielt, darunter zwei, die zu den „Bandit Six“ gehörten: die VIKING und die THUNDER. Für beide Schiffe wurden von Interpol Lila Ausschreibungen verhängt, bevor sie zerstört wurden. Letzteres war ein Schiff, das meine Crew und ich 110 Tage lang gejagt haben, bevor es im April 2015 im Golf von Guinea sank. Da Indonesien bei der Bekämpfung der illegalen Fischerei weltweit führend ist, ist es ebenso kühn wie beleidigend, dass der Kapitän der HAI LUNG versucht hat, indonesische Dokumente zu fälschen", sagte der Kampagnenleiter von Sea Shepherd Global, Captain Peter Hammarstedt.

Der Kapitän der HAI LUNG wird von der liberianischen Küstenwache befragt. Foto: Sea Shepherd

Die HAI LUNG in Gewahrsam neben der LABIKO 2, einem anderen Wildererschiff, das vor vier Monaten festgesetzt wurde. Foto: Katie Mähler/Sea Shepherd

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