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tansa228. Februar 2018:  Tansanische Behörden verhängen Geldbußen in Höhe von mehr als 6 Mio. € gegen eine im Ausland registrierte Flotte von 19 Schiffen, welche aus Tansania flohen, ohne sich den erforderlichen Inspektionen zu unterziehen. Dies zeigt, wie hart Tansania gegen illegale Fischereischiffe in seinen Gewässern vorgeht.

Wochen nach einer verdeckten Patrouille an Bord der OCEAN WARRIOR in Zusammenarbeit mit den tansanischen Strafverfolgungsbehörden, Fish-I Africa und Sea Shepherd, welche in der Festsetzung von drei Fischereischiffen endete, hat das tansanische Ministerium für Viehzucht und Fischerei eine Strafe von 19 Mrd. Tansania-Schilling, was etwa 6,86 Mio. € entspricht, gegen 19 weitere Fischereischiffe verhängt.

Diese 19 Schiffe gehören einer Flotte von 24 Langleinenfischereischiffen an. Sie waren zwar für die Fischerei in Tansania zugelassen, flohen aber, sobald sich die Nachrichten über anstehende Inspektionen verbreiteten.

Vorzeitige Besichtigungen ergaben, dass mindestens zwei der 24 Schiffe Haiflossen geladen hatten, welche die Anzahl der Kadaver an Bord weit überschritten. Laut tansanischem Gesetz muss die Zahl der Haiflossen mit der Zahl der Körper übereinstimmen.

Das unter chinesischer Flagge fahrende Schiff TAI HONG 1 wurde für den Besitz von Haiflossen verhaftet und weil er den tansanischen Fischern, die an Bord arbeiteten, Wasser und Nahrung verweigerte. Sie mussten sich mit 12 Leuten eine kleine, unbelüftete Unterkunft mit nur zwei Betten teilen.

Das tansanische Gesetz verlangt von Schiffen, die in Tansania fischen, dass sie sich im Anschluss ihrer Fischereiaktivitäten einer Inspektion unterziehen, bevor sie das Land verlassen. Diese Inspektionen sollen sicherstellen, dass sich die Betreiber an ihre Lizenzvereinbarungen halten.

Von diesen 24 zugelassenen Hochseefischereischiffen entzogen sich 19 der Inspektion, indem sie aus den tansanischen Gewässern flüchteten. Nun müssen sie je 1 Mrd. Tansania-Schilling Strafe zahlen (etwa 360.000 €).

Die Besitzer der Fischereischiffe haben 14 Tage Zeit die Strafe zu begleichen, bevor weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden.

„Es ist sehr verdächtig, dass sich Schiffe, welche legal fischen dürfen, absichtlich den tansanischen Aufsehern entziehen, indem sie sich in Hochseegebieten verstecken. Nach der Festsetzung der TAI HONG 1 ist es alles andere als abwegig, dass die Inspektionen ergeben hätten, dass auch andere Schiffe Haiflossen geladen hatten. Die Festsetzung der drei Schiffe für illegale Fischereiaktivitäten, sowie die Bestrafung 19 weiterer Schiffe zeigt, wie wichtig die Inspektionen auf See sind und unterstreicht die frühen Erfolge von OPERATION JODARI. Sea Shepherd möchte die Regierung von Tansania für ihre harten Vollstreckungsmaßnahmen loben, die zeigen, dass Schiffe, die vor der OCEAN WARRIOR fliehen, dem langen Arm der tansanischen Justiz trotzdem nicht entkommen können“, sagte Captain Peter Hammarstedt, Kampagnenleiter für Sea Shepherd Global.

OPERATION JODARI zielt darauf ab, alle Schiffsoperationen in den Gewässern von Tansania zu kontrollieren und an Bord solcher Schiffe zu gehen, die der IUU-Fischerei verdächtigt werden, sowie tansanische Offiziere darin zu schulen, die Fischerei-Aktivitäten in tansanischen Gewässern zu beobachten, zu kontrollieren und zu überwachen. Dazu gehören auch die Überprüfung von Fischereifahrzeugen und das Entern von Schiffen.

An Bord des Sea Shepherd Schiffs OCEAN WARRIOR befinden sich Strafverfolgungsbeamte der Deep Sea Fishing Authority (eine staatliche Behörde, die gesetzlich dazu verpflichtet ist, die Fischereiressourcen der Tiefsee nachhaltig zu bewirtschaften), tansanische Marinesoldaten und Mitglieder des Multi-Agency Task Teams (MATT), um zusammen mit Captain Adam Meyerson und der Crew von Sea Shepherd Tansanias Hoheitsgewässer zu patrouillieren. Die Strafverfolgungsbeamten haben das Recht, Schiffe, die gegen tansanische Gesetze verstoßen, zu entern, zu durchsuchen und festzusetzen. Das MATT wird von der tansanischen Polizei geleitet und setzt sich zusammen aus dem tansanischen Forstdienst, der Abteilung für Wildtiere, der Abteilung für Fischerei und dem tansanischen Geheim- und Sicherheitsdienst. Es wurde gegründet, um Einzeltäter und Netzwerke zu entlarven, welche die Umweltkriminalität in der Region und den illegalen Handel mit Wildtieren kontrollieren.

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OPERATION JODARI wird von Fish-i Africa unterstützt, einer Partnerschaft von acht ostafrikanischen Ländern, darunter die Komoren, Kenia, Madagaskar, Mauritius, Mosambik, die Seychellen und Somalia. Im Rahmen der Partnerschaft werden Informationen ausgetauscht und die regionale Kooperation zur Bekämpfung großräumiger illegaler Fischerei im Westlichen Indischen Ozean gefördert.

Es wird angenommen, dass weltweit jährlich zwischen 11 und 16 Mio. Tonnen Fisch durch IUU-Fischerei gefangen werden. Gerade Entwicklungsländer sind anfällig für IUU-Fischerei. Jährlich verliert die Region am Westindischen Ozean etwa 1 Mrd. US-Dollar an die IUU-Fischerei.

OPERATION JODARI ist, neben OPERATION SOLA STELLA in Liberia und OPERATION ALBACORE in Gabun, bereits die vierte Zusammenarbeit von Sea Shepherd und afrikanischen Küstenstaaten mit dem politischen Willen, die IUU-Fischerei zu stoppen.

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